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"Über die Leitkultur"

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"Über die Leitkultur"

Beitrag von Austrian Economics am 17.03.17 11:31

Immer wieder tauchen Debatten und Fragen darüber auf was Leitkultur ist oder meinen soll.

Die Leitkultur muss westlich und in dem Sinne universell sein. Jeder darf leben wie er möchte, so lange er keinem anderen schadet. Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, Rasse, Ethnie, Sprache, Kultur, Religion, sozialer Schicht usw. haben die gleichen Rechte. Niemand steht über oder unter dem anderen. Eigentumsrechte müssen gewahrt werden und der Staat hat sich aus dem Leben, aus der Wirtschaft, aus dem Alltag zurückzuziehen und seine Ministerien abzuschaffen, Beamte zu entlassen, die Steuerquoten. Vorschriften und Regulierungen zu beseitigen oder drastisch zu reduzieren. Staatliche "Dienstleistungen" werden entstaatlicht und durch einen freien Markt auf effizientere Weise den Menschen im Sinne von echter Nachfrage durch Angebot befriedigt.

Leitkultur muss das individuelle Streben nach Glück sein, dessen Endergebnis eine freie, friedliche und wohlhabende Gesellschaft wäre.

Jede Instrumentalisierung der staatlichen Gewalt um eigene Interessen durchzusetzen schürt gesellschaftliche Konflikte, Hass und baut Vorurteile auf, anstatt ab. Jede staatliche Einmischung in das Leben und Wirken der Menschen, schürt den Zorn und den Unfrieden und treibt Keile zwischen die Menschen, die sich am Ende in einer politisierten Blase inmitten immer aufgeheizterer Stimmungen nicht beruhigen lassen wollen und als Wutbürger ihre Fähigkeit verlieren, sich zivilisiert zu benehmen, da nur noch lautes schreien, aggressives artikulieren um den Emotionen Ausdruck zu verleihen, eine Rolle spielt.

Analog zu einer durch zentralbänklerische Zwangs-Inflation geschaffene Blasen-Ökonomie, wirken staatliche Bevormundung und Einmischung ebenso blasenartig. Umso mehr staatliche Eingriffe die Menschen in Schieflage bringt, desto wichtiger werden für die Menschen die Anreize, weitere staatliche Einmischungen zu fordern um die Schieflagen wieder zu beheben. Blasen an Staatsläubigkeit türmen sich auf. Jeder will und benötigt einen anderen Staatseingriff. Am Ende platzt die Blase und die Illusion, dass Staat weder Freiheit, noch Frieden oder Wohlstand schaffen kann, wird sichtbar. Es sind die Menschen die das können. Doch nur freie Menschen können es. Jeder durch staatliche Hürden in seinen Fähigkeiten zurückgehaltene Mensch ist ein Verlust für die Zivilisation, für die Freiheit, den Frieden und den Wohlstand aller. Jeder Mensch der durch staatliche Hürden daran gehindert wird, sein ihm eigenes Wesen, dass ihn einzigartig macht, einzubringen als Teil einer Gesellschaft, nimmt jener die Vielfalt und hinterlässt eine Einfalt.

Will man alle Menschen am Aufbau einer Zivilisation die zu jedermensch´s eigenem Nutzen wäre, soll man den Menschen Freiheit geben.

Unfreie Menschen können sich nirgendwo betätigen. Weder beruflich, noch sozial engagieren. Ihre Talente und Fähigkeiten werden dem was möglich wäre, vorenthalten. Die Qualität einer unfreien Gesellschaft ist in vielerlei minder als die Qualität einer freien Gesellschaft, die ungleich stärker ist durch die Möglichkeitsbedingung der eigenen Entfaltung.

Ein kleiner Staat ist ein starker Staat. Desto schlanker ein Staat ist, wenn er sich nur auf den Schutz von Eigentum konzentriert und als Nachtwächter agiert, desto effizienter ist er auch. Umso dicker ein Staat ist, umso mehr Kompetenzen er sich aneignet um alles im Leben der Menschen regeln zu wollen, desto langsamer, behäbiger, widersprüchlicher, ineffizienter und unfinanzierbarer wird ein solcher Staat. Die Pleite ist das mildeste, dass ihn erwartet.

Leitkultur kann, darf und sollte nicht ein sozialistisches Gebilde sein, dass es zur Kultur erhebt, Menschen in ihrer Freiheit einzuschränken, sie zu bevormunden, zu gängeln und gesellschaftliche Konflikte zu entfachen, anstatt sie zu lösen. Unfreiheit ist niemals Ausdruck von Kultur sondern von Herrschaft. Kultur entsteht freiwillig und benötigt einen gesellschaftlichen Ordnungsrahmen der Freiheit um kulturell sich zu betätigen, im Einklang mit den Werten der Freiheit.

Kultur über Freiheit zu stellen und Freiheit damit aufzugeben, wird keine dauerhaft friedliche Kultur erzeugen. Denn zum Frieden gehört die Freiheit. Diese beiden Voraussetzungen ermöglichen den größtmöglichen Wohlstand.

Das heißt, die Leitkultur muss abstrakt und formell sein. Sie darf keine Inhalte vorgeben. Inhalte sind immer willkürlich und subjektiv und verursachen Interessenkonflikte aller gegen alle. Leitkultur ist lediglich ein Ordnungsrahmen der sich auf gleiche Freiheitsrechte = Menschenrechte bezieht und sich dann zurücklehnt und jene sanktioniert, die den Ordnungsrahmen verlassen und die Freiheit und das Eigentum eines anderen verletzen.

Austrian Economics
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