Forum für Politik und Unterhaltung
Hallo!

Wir würden uns freuen, wenn wir dich im Forum begrüßen dürften.
Klicke einfach in der Navigationsleiste auf "Registrierung" oder in dieser Box auf "Anmelden" und schon bist du einen Schritt weiter und gehörst zur freundlichen Community!

Wir alle freuen uns auf deine Beiträge!

Achtung: Erst nach deiner Anmeldung/Registrierung kannst du alle Foren sehen und Beiträge lesen und beantworten.

Hinweis: Mitglieder die keinen Beitrag geschrieben und sich mehr als 90 Tage nicht eingeloggt haben, werden wieder gelöscht.
Wir bitten um dein Verständnis!

2014 --- Die schwule Schwester

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

2014 --- Die schwule Schwester

Beitrag von BunterKanzler am 13.05.14 9:59

Wolfgang Schmidt schreibt über das Leben 2014 in der EUdSSR, in der Neusprech und Zwidenk vom Westsoz-Rundfunk versucht wird zu etablieren.
(Samisdat-Ausgabe, Weiterverbreitung erwünscht)
 
Episode 1 – ned scho wieda …


Wolfgang ist zu Besuch bei seinem Freund Franz. Im Fernsehen läuft zum 100erdstenmale die Siegesfeier von Muschi Stangl. Ihre großgeschminkten schwarzen Augen blicken wie Reserve-Jesus vom Flachbildschirm und Wolfgang sagt gequält zu Franz: „Ge bitte, tua weg de Muschi! I kanns nimma seng!“
Franz ist überrascht: „Na, mit dir is oba ned leicht. Bist jo richtig homophob!? Mir gfoit de Muschi, di traut si was und ohne die hätt unser Provinz niemois den NeuSing-Wettbewerb gwonna! Außerdem is sie de richtige Antwort auf unseren großen Feind Brutin.“
Wolfgang nimmt aus seiner Bierflasche einen geniesserischen Schluck und sagt zum Franz: „Meinetwegen, da Herrgott hat an großen Zoo, i bin jo scho froh, wennst mi ned glei bei der Gedankenpolizei vernaderst…“
Franz lacht: „Oba mir san doch Freunde. Wir können über alles verschiedener Meinung sein und fangen ned glei an, uns gegenseitig wegen Zwidenkverbrechen anzuzeigen.“


Am Monitor reckt inzwischen Muschi ihr Fäustchen in die Höhe und ruft zu einem eingeblendeten Brutin-Bild: „You never can stop us!“ Die anwesenden Claqueure und Westsoz-Anhänger jubeln.
Wolfgang Schmidt stöhnt: „Na supa -“  Rolling Eyes 
avatar
BunterKanzler
Schreiberling
Schreiberling

Männlich
Anzahl der Beiträge : 909
Alter : 52
Ort : Hintertupfing
Anmeldedatum : 17.09.12

Nach oben Nach unten

Re: 2014 --- Die schwule Schwester

Beitrag von BunterKanzler am 15.05.14 18:48

Episode 2 – das da oben …

Wolfgang sitzt im Cafe Feigmann, rührt in seinem Kaffee und zieht sich die Wahrheitszeitung heran. Gut, dass er noch nicht genippt hat, sonst hätt er wohl alles herausgeprustet weil ihn das Titelbild von Muschi Stangl fast derschlagen hat: das Muschi winkt zusammen mit dem Provinzkommissar vom Balkon des Wahrheitsministeriums huldvoll auf seine Fans herab. Sich bewusst, dass eine missmutige Äußerung im Cafe Feigmann von den anwesenden Westsoz-Parteimitgliedern zu einer Meldung führen könnte, blättert er schnell um. Zweimal, weil erst eine Seite weiter hört die Muschi-Stangl-Euphorie auf und es kommen Meldungen zu den Mikraine-Unruhen an denen laut Wahrheitsministerium nur dieser Präsident Brutin schuld ist. Hier schmeckt der Kaffee etwas besser, auch wenn diese Art Berichterstattung sehr viel Doppeldenk erfordert, aber an das hat sich Schmidt schon gewöhnt.


Am Nebentisch wird in höchsten Tönen über die Eleganz und Liebenswürdigkeit von Muschi geschwärmt, und wie wichtig dieses Thema doch wäre. Nebenbei könnten durch ungesetzliche ketzerische Ausrufe die letzten Feinde der SozToleranz identifiziert und aus der Gesellschaft entfernt werden, was den Westsoz nur noch stärker macht. Neutral 
 
Die lesbische Parteisekretärin erzählt dem am Tisch sitzenden verpaarten Homo-Männerpaar, dass es gestern an der Bahnunterführung zu Anti-Stangl-Schmierereien gekommen ist. Derzeit werden sämtliche Videocams ausgewertet und die Infrarot-Minidrohnen fliegen deshalb in doppelter Anzahl nachts im Viertel damit diese Gedankenverbrecher gefasst werden können. Einen haben sie schon erwischt: er hatte bei einer Personenkotrolle im Verhör gesagt „mir ist wurst, wer das geschrieben hat, ich war´s nicht.“ Recht so, dass dieses homophobe Monster dafür 3 Monate in der Besserungseinrichtung therapiert wird…
 
Wolfgang hält die Schnauze und blättert zum Wetterbericht weiter, wo er von Wettermanipulationen liest, die Brutin gemacht hat und daher mit weiteren Starkregenfällen zu rechnen ist. Ein herannahendes Schwirrgeräusch und kurzes Piepsen vor seinem Kopf signalisiert ihm, dass eine Gesichtsausdruck-Kontrolldrohne ihn auffordert einen Blick in ihre Kamera zu werfen. Nach einem stummen Moment mit neutralem Gesichtsausdruck (Wolfgang hat darin Übung) kommt der beruhigende Summton und ein grünes Lichtsignal. Uff, wieder mal für ne Zeit Ruhe…  Cool 
avatar
BunterKanzler
Schreiberling
Schreiberling

Männlich
Anzahl der Beiträge : 909
Alter : 52
Ort : Hintertupfing
Anmeldedatum : 17.09.12

Nach oben Nach unten

Re: 2014 --- Die schwule Schwester

Beitrag von BunterKanzler am 17.05.14 22:00

Episode 3 – die da unten …
 
Wolfgang Schmidt hat schon lange durchschaut, wie seit der Frankfurter Schule und von denen beeinflusste Medienleute und Politiker die Macht der Sprache und Redekunst für ihre Zwecke missbrauchen, um das Volk zu verwirren und zu täuschen = Neusprech.
Sich selbst kann er davor gut abschirmen. Er weiss, was hinter jedem Satz und Wort für eine beschissene Botschaft steckt und kennt die Schliche der subtilen Gehirnwäsche.
Anderen kann Wolfgang das schon schwerer aufzeigen. Am ehesten funktioniert es indirekt, wenn er ihnen mit passenden Kommentaren die Schwachstellen des WestSoz aufdeckt.
„Unser Europa ist nicht eure Union!“

Aber nur die Klügeren und Aufmerksamen kriegen das überhaupt mit und beginnen eigene Überlegungen und so ihre persönliche Entdeckungsreise hinter die Kulissen der EUdSSR, was verbotenes Terrain darstellt und von der fiesen Gedankenpolizei verfolgt wird.


Die neueste Wurst die durchs Dorf getrieben wird, ist diese Muschi Stangl mit ihrer zuckersüssen Botschaft von Toleranz. Wer nun diesem Toleranzschema nicht genau zustimmt und Begeisterung daran vermissen lässt, wird von den Toleranten ganz intolerant verfolgt.
Neben der Gedankenpolizei beteiligen sich daran die üblichen Denunzianten aus reiner Gutmensch-Schadensfreude und so mancher Staatsfeind wurde nach dieser munteren sozialen Hetzjagd bis vor das SozJus gebracht, das in gedrechseltem Doppeldenk den Intoleranten zumindest mundtot macht.
Nach Denk- und Nachfrageverboten zu historischen Dingen oder angeblich verunglückten Politikern ist nun auch die Kritik an solchen Darstellern wie Muschi Stangl und deren Botschaft ein Sakrileg geworden.
 
Die da oben sind die stromlinienförmig Angepassten, die neuen Toleranten die intolerant sein dürfen solang es der vorgegebenen Linie entspricht.
Schmidt weiss, dass er in dieser kranken Zeit zu denen da unten gehört, die bestenfalls noch als Proles bezeichnet werden, die normale Beziehungen, Familien mit Kindern, Heimat und Volk als Werte kennen.
 
Wolfgang sitzt auf einer Parkbank und wundert sich nicht über Mädchen, die mit aufgemaltem Bart vorbeikichern. Eine pöbelt ihn an: „Was schaust denn so blöd?“ Schmidt grinst und zeigt ihr das Zeichen für OK wie es die Taucher verwenden und sie findet sich nun noch mehr okay, aber für Schmidt heisst das „guat schaust aus du Ar….och“
Einige Meter weiter kommen die verpeilten Mädels bei drei Türken vorbei, von denen einer die frechste Göre anknurrt „Was kuckst du!?“  und die Gänse werden schneller.
Wolfgang steht auf, kickt traurig eine Dose Bled Bull weg.
Für heut wars wieder genug Multikulti…
avatar
BunterKanzler
Schreiberling
Schreiberling

Männlich
Anzahl der Beiträge : 909
Alter : 52
Ort : Hintertupfing
Anmeldedatum : 17.09.12

Nach oben Nach unten

Re: 2014 --- Die schwule Schwester

Beitrag von BunterKanzler am 15.07.14 12:01

Episode 4    eh scho wurst…
 
Wolfgang Schmidt wieder einmal im Cafe Feigmann zusammen mit Franz:
„Servas Franz! Hast scho glesn? Es kommen viel weniger krusische Touristen als bisher.
Im Westsoz-Rundfunk sagens, das ist wegen der Mikraine-Krise http://salzburg.orf.at/news/stories/2657827/. Aber ich glaub, das ist nur ein Teil der Wahrheit.“
Franz: „Und der andere Teil?“
„Na, den Krusen hat die Sache mit der Muschi Stangl überhaupt nicht gefallen. Das verdirbt denen die Freude am Österreich-Urlaub! Aber is ja eh wurscht für die Regierung, wenn’s weniger Steuereinnahmen aus dem Tourismus gibt, nehmens halt von uns mehr, ganz einfach. Da sag ich: Danke Muschi!“
Der Ober hat das Gespräch der beiden mitbekommen und obwohl er gezwungen ist, der Gedankenpolizei Berichte über Gäste zu liefern, drückt er bei den beiden die er mag immer die Augen zu. „Herr Schmidt, da drüben sitzt ein krusischer Geschäftsmann, der mir immer gut Trinkgeld gibt. Ich frag ihn mal, was er zu ihrer Einschätzung meint.“
Während Ober Johann dem Krusen seinen Apfelstrudel serviert bringt er unauffällig die Frage an. Der Mann schaut kurz zu Wolfgang und Franz rüber und nickt ganz leicht.
Wolfgang zum Ober: „Herr Johann, bringens mir noch an Spritzer!“
Johann kommt darauf mit dem Getränk und während er elegant abstellt, fragt ihn Franz: „Und? Was hat er gesagt?“
Ober Johann: „Früher hat er bei Geschäftsterminen seine Familie mitgenommen und ein paar Tage privat drangehängt. Jetzt macht er das nicht mehr, weil er die ganzen Warmen hier nicht unnötig mit seinem Geld füttern will.“
Wolfgang lacht: „Siehst Franz, eine Bestätigung hab ich schon für meine Vermutung.“
Johann sagt: „Ich lach nicht, weil´s für mich weniger Trinkgeld bedeutet. Werbung für unser schönes Land schaut halt anders aus. Das kann ich aber nur zu Euch sagen. Habe die Ehre, die Herren. Ich muss jetzt weg, weil da kommt grad mein Führungsoffizier der Gedankenpolizei bei der Tür herein.“
Wolfgang: "Ja klar, aber schön, daß die so auf alles aufpassen. Wer weiss was sonst alles passieren könnt?"
avatar
BunterKanzler
Schreiberling
Schreiberling

Männlich
Anzahl der Beiträge : 909
Alter : 52
Ort : Hintertupfing
Anmeldedatum : 17.09.12

Nach oben Nach unten

Re: 2014 --- Die schwule Schwester

Beitrag von BunterKanzler am 08.08.14 10:35

Episode 5       Jetzt ist schon wieder was passiert… aber lest selbst:
Aus der von WestSoz-Partei-Zeitung „Neue Lebensordnung“:
 
Muschi Stangl verklagt Partnervermittlung


Mit dem Slogan „Bei WEM oder WAS Sie Ihr Stangl reinstecken ist mir Banane“ samt dem Foto einer Frau mit aufgemaltem Bart die eine Banane lutscht, wirbt die erste Partnervermittlung für Schwule und Lesben.


Jan Meuchel betreibt eine Partnervermittlung für Schwule und Lesben. Auf seinem Auto prangt seit neuestem das Bild einer Frau mit Banane im Mund, die sich gerade den Bart rasiert. Der Slogan: "Bei WEM oder WAS Sie Ihr Stangl reinstecken ist mir Banane". Von seinem Slogan informierte Meuchel vorher sogar das Management von Muschi Stangl. 
 
Doch Stangl ist wenig begeistert. Ihre Marketingagentur „Die Unaufhaltbaren“ fordert von Meuchel jetzt Schadenersatz: 6.500 Teuro. In einem Schreiben an Meuchel fordern die Anwälte des NeuSing-Gewinners außerdem eine sofortige Unterlassung der Werbung: „Ich habe Sie daher zunächst aufzufordern es umgehend zu unterlassen unter der Bezeichnung ,stangl-banane‘ und ähnlichen Schlagworten künftig aufzutreten oder sonst Bezug auf die Kunstfigur meiner Mandantschaft bei der Bewerbung Ihrer Dienstleistungen zu verwenden.“ 
Die Antwort von Meuchel ließ nicht lange auf sich warten. „Ich bin von Muschi Stangl tief enttäuscht. Es predigt Toleranz, doch in Wirklichkeit geht’s ihm auch nur ums Geld. Deswegen ist es für mich nur ein kleines Tütü!“
 
Leserkommentar:
 
von Systemfehler333 (25) · 07.08.2014 19:17 Uhr
Es kann der Schwulste nicht in Frieden leben,
Wenn es einem Arschloch nicht gefällt!
avatar
BunterKanzler
Schreiberling
Schreiberling

Männlich
Anzahl der Beiträge : 909
Alter : 52
Ort : Hintertupfing
Anmeldedatum : 17.09.12

Nach oben Nach unten

Re: 2014 --- Die schwule Schwester

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten