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Bibelfromme Urchristen: Schule der "Zwölf Stämme" droht das Aus

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Bibelfromme Urchristen: Schule der "Zwölf Stämme" droht das Aus

Beitrag von fidelio777 am 22.04.13 14:06

Leider gibt es in der heutigen Zeit immer noch christliche Institutionen die sich für etwas besseres halten. Diese Schule in Bayern ist von Urchristen geführt worden, resp. wird immer noch von solchen geführt.

Die Methoden die dort angewendet werden sind nach meiner Auffassung mehr als fragwürdig. Denn es werden anscheinend immer noch mit Stöcken und Schlägen die Schülerinnen und Schüler gezüchtigt.

Diese Zeit ist schon längst vorbei. Die Schweinerei am ganzen ist die, dass denen nichts nachgewiesen werden kann, weil keiner Auspacken will.

Und die wollen Christen sein. Da sage ich ganz klar, das sind keine Christen.

Bibelfromme Urchristen: Schule der "Zwölf Stämme" droht das Aus

Von Heike Sonnberger

Die Schule der Glaubensgemeinschaft "Zwölf Stämme" in Bayern steht wohl vor dem Aus: Die Urchristen haben Probleme, qualifizierte Lehrer zu finden. Außerdem werfen Aussteiger ihnen vor, ihre Kinder mit Stöcken zu züchtigen. Das haben einige Bibelfromme gegenüber den Behörden nun auch zugegeben.


Sexualkunde kommt im Unterricht gar nicht dran, in Deutsch lesen die Kinder keine Jugendbücher, lernen dafür umso mehr über die Bibel: Die Schule der urchristlichen Glaubensgemeinschaft "Zwölf Stämme" ist ein Sonderfall in der bayerischen Bildungslandschaft. Die Behörden genehmigten sie vor knapp sieben Jahren widerstrebend, nachdem sich Eltern der Gemeinschaft jahrelang gegen die staatliche Schulpflicht gewehrt hatten. Die Mitglieder der "Zwölf Stämme" dürfen ihre Kinder seither auf ihrem nordschwäbischen Gut Klosterzimmern selbst unterrichten. Damit könnte nun aber bald Schluss sein.

Die Schule und die Gemeinschaft sind sehr umstritten. Aussteiger werfen den rund hundert Bewohnern des Gutshofs auf dem Land zwischen Augsburg und Nürnberg vor, ihre Kinder mit der Rute zu misshandeln. Das bayerische Kultusministerium erwägt, die Schule zum kommenden Schuljahr zu schließen. Anlass dafür wäre dann allerdings eine Formalie: Die Gemeinschaft hat Schwierigkeiten, qualifizierte Lehrer aufzutreiben.

Die rund 20 Grund- und Hauptschüler würden derzeit unter anderem von einer Hebamme, einem Rettungssanitäter und einem Germanistikstudenten unterrichtet, sagte Ministeriumssprecher Ludwig Unger. Der einzige fachlich qualifizierte Lehrer sei oft nicht da. Bis zur zweiten Maihälfte habe die Gemeinschaft noch Zeit, einen ausgebildeten Lehrer zu benennen, der ständig an der "privaten Ergänzungsschule" lehrt. Tut sie das nicht, wollen die Behörden die Schule dichtmachen. "Das ist die definitive Deadline", sagte Unger. Eigentlich war die Frist schon Ende März ausgelaufen. Bis dahin hatte die Schule es nicht geschafft, die Auflage zu erfüllen.

"Es ging darum, uns innerlich zu brechen"

Die bibelfromme Gemeinschaft der "Zwölf Stämme" wurde in den USA gegründet, seit fast 15 Jahren leben einige Familien auf dem Gutshof Klosterzimmern. Sie bauen Gemüse und Getreide an, halten Tiere und produzieren ihren eigenen Strom. Die Frage, wie sie dort weitgehend abgeschottet von der modernen Welt ihre Kinder großziehen, beschäftigt auch das Jugendamt und die Staatsanwaltschaft Augsburg.

Ehemalige Mitglieder der "Zwölf Stämme" hatten dem "Focus" vor einem Jahr berichtet, dass die Fundamentalchristen ihre Kinder regelmäßig schlügen, um sie gefügig zu machen. Ab dem zweiten Lebensjahr, erzählt ein Aussteiger, sei er von den Erwachsenen mindestens dreimal am Tag mit Rutenschlägen auf den nackten Hintern, Rücken, Arme und Beine traktiert worden. "Es ging nicht darum, ob man etwas Schlechtes getan hatte, sondern darum, uns innerlich zu brechen." Ein anderes früheres Mitglied sagte: "Lachte ein Kind im Unterricht oder spielte ein Phantasiespiel, wurden die Motive bis ins kleinste Detail zerpflückt und es bestraft."

Die "Zwölf Stämme" hatten die Vorwürfe damals zurückgewiesen und erklärt: "Wir sind eine offene und transparente Gemeinschaft, die keine Form von Kindesmisshandlung duldet." Bei einem Treffen im Kultusministerium am 5. Februar hätten einige Mitglieder der Gemeinschaft jedoch erstmals zugegeben, ihre Kinder mit einem Stock zu maßregeln, heißt es im Bericht des Ministeriums an den Landtag von Ende März.

"Sie haben sich auf das Alte Testament berufen", sagt Alfred Kanth, Leiter des zuständigen Jugendamts Donau-Ries, der bei dem Treffen dabei war. Die Gemeinschaft deute die Schläge offenbar nicht als Misshandlung, sondern als elterliches Recht und als Zeichen elterlicher Liebe. "Zwölf-Stämme"-Sprecher Holger Röhrs wollte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE nicht dazu äußern.

Verschlossene Gemeinschaft, keine Beweise

Handfeste Beweise für Züchtigungen gibt es bisher nicht. Eine Amtsärztin habe fast alle 40 bis 50 Kinder im vergangenen Sommer untersucht - und dabei keine Spuren von Misshandlung feststellen können, sagte Jugendamtsleiter Kanth. "Ein paar Kinder haben zwar gefehlt, aber es gab keine Anzeichen dafür, dass sie wegen der Untersuchung weggeschickt worden sein könnten." Alle vier bis sechs Wochen seien Mitarbeiter des Jugendamts auf dem Hof zu Besuch. "Wir erleben dort fröhliche, wohlerzogene und altersgemäß entwickelte Kinder, die an ihren Eltern hängen", sagte Kanth. "Wir haben keine Handhabe, um sie aus den Familien zu nehmen."

Auch die Staatsanwaltschaft Augsburg hat Schwierigkeiten, den Bibelfrommen konkrete Taten nachzuweisen. "Die Ermittlungen gestalten sich nicht einfach", sagte Sprecher Matthias Nickolai. Das liege auch daran, dass es sich um eine sehr verschlossene Gemeinschaft handele. Wann und ob je Anklage erhoben werden könne, sei derzeit nicht absehbar.

Der Schulaufsicht sind ebenso die Hände gebunden. Denn niemand von den "Zwölf Stämmen" habe bisher zugegeben, dass Züchtigungen auch in der Schule stattfänden, sagte Ludwig Unger. Seit 2010 habe zwar kein Schüler mehr einen externen Hauptschulabschluss abgelegt. Das liege aber im Ermessen der Eltern. Ansonsten seien die Schüler in den letzten Jahren auf einem guten Leistungsniveau gewesen.

Und so ist der Mangel an qualifizierten Lehrern die einzige Möglichkeit der Behörden, gegen die Gemeinschaft vorzugehen und die Schule zu schließen. Damit stünden sie aber wieder vor einem alten Problem: Wo sollen die Kinder der "Zwölf Stämme" ab September unterrichtet werden?

Vor einigen Jahren hatte die Polizei bereits versucht, die Kinder zwangsweise an einer staatlichen Schule einzuschulen. Sieben Väter saßen mehrere Tage in Beugehaft. Eingelenkt hatte die Gemeinschaft trotzdem nicht. "Wir wollen unsere Kinder nur vor schlechten Einflüssen schützen", sagte Sprecher Röhrs damals. Nun wird dieser Streit wohl wieder von neuem losbrechen.

Quelle: http://www.spiegel.de/schulspiegel/zuechtigung-und-lehrermangel-schule-der-zwoelf-staemme-droht-aus-a-895160.html

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Re: Bibelfromme Urchristen: Schule der "Zwölf Stämme" droht das Aus

Beitrag von bushi am 22.04.13 20:16

fidelio777 schrieb:Leider gibt es in der heutigen Zeit immer noch christliche Institutionen die sich für etwas besseres halten.
die Katechesen halten sich auch für etwas besseres, sie veranstalten für sich eigene Messen.

Gebräuchlich ist das Wort Katechese wie seine Verwandten ausschließlich im Bereich der christlichen Kirchen und meint dort die theoretische und praktische Einführung in den christlichen Glauben in der Familie und in speziellen Gemeindeveranstaltungen.
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Re: Bibelfromme Urchristen: Schule der "Zwölf Stämme" droht das Aus

Beitrag von fidelio777 am 23.04.13 15:04

bushi schrieb:
fidelio777 schrieb:Leider gibt es in der heutigen Zeit immer noch christliche Institutionen die sich für etwas besseres halten.
die Katechesen halten sich auch für etwas besseres, sie veranstalten für sich eigene Messen.

Gebräuchlich ist das Wort Katechese wie seine Verwandten ausschließlich im Bereich der christlichen Kirchen und meint dort die theoretische und praktische Einführung in den christlichen Glauben in der Familie und in speziellen Gemeindeveranstaltungen.

Ja und deshalb dürfen die während des Unterrichtes das Wort Jesus nicht in den Mund nehmen. Denen wird ganz besonders auf den Mund geschaut was sie sagen und unterrichten über den Glauben.

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Re: Bibelfromme Urchristen: Schule der "Zwölf Stämme" droht das Aus

Beitrag von fidelio777 am 11.09.13 15:29

Bei diesem Jugendheim wurde nun eine Massnahme getroffen. Das Jugendamt nimmt die Kinder unter Vormundschaft.

Nördlingen: Jugendamt nimmt Kinder der Gemeinschaft "Zwölf Stämme" in Obhut


Den Mitgliedern der in Bayern ansässigen Glaubensgemeinschaft "Zwölf Stämme" ist vorläufig das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen worden. Grund dafür seien Hinweise auf "erhebliche und dauerhafte Kindesmisshandlung durch die Mitglieder der Sekte", sagte eine Sprecherin des Landratsamts Donau-Ries.

Die 28 Kinder und Jugendlichen der christlichen Gemeinschaft aus Klosterzimmern in der Nähe von Nördlingen wurden am Donnerstagmorgen mit Unterstützung der Polizei von Mitarbeitern des Landratsamtes abgeholt und in mehrere Pflegefamilien sowie Jugendhilfeeinrichtungen gebracht. Laut Polizei leisteten die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft dabei keinen Widerstand.

Der Direktor des Amtsgerichts Nördlingen, Helmut Beyschlag, sagte dem epd, dass das Familiengericht das Jugendamt mit einer einstweiligen Anordnung als Pfleger für die Kinder bestellt habe, weil man "massive Gefährdungen des Kindswohles" durch körperliche Züchtigung sowie Isolation der Kinder und Jugendlichen befürchtet habe. Bis das Familiengericht in der Sache endgültig entschieden und die Eltern sowie deren Kinder angehört hat, blieben die Kinder in Pflegefamilien, dürfen aber Kontakt zu ihren Eltern haben.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks holte die Polizei zeitgleich auch in Wörnitz (Kreis Ansbach) zwölf Kinder aus ihren Familien, die ebenfalls der Sekte angehören.
In der Vergangenheit hatte es immer wieder Streit um die Schulpflicht der Kinder gegeben. Im Juni entzog das Kultusministerium der Gemeinschaft die Erlaubnis, ihre Kinder selbst zu unterrichten. Als Grund wurde damals angegeben, dass die Schule Probleme hat, qualifizierte Lehrer zu finden. Ein Schulpflichtverstoß sei aber nicht Grund für den teilweisen Entzug des Sorgerechts, sagt Amtsgerichtsdirektor Beyschlag. Dass Recherchen eines RTL-Reporters den Behörden die nötigen Beweise geliefert hatten, wie der Sender am Donnerstag mitteilte, wollte Beyschlag weder bestätigen noch dementieren.

Quelle: http://www.jesus.de/index.php?id=885&tx_ttnews[tt_news]=194127&cHash=17e62a8c61f45917b3328f20c06964ab

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