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Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

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Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

Beitrag von fidelio777 am 05.11.12 8:43

Und wieder einmal schlägt die SP-Schweiz zu mit einem Vorschlag, welcher bereits in Österreich scheinbar durchgeführt wird.

Sie wollen doch durchbringen, dass sich Ausländer rascher einbürgern lassen können, wenn sie einige Forderungen erfüllen. Die Rede ist davon, dass sie Deutschkurse auf Maturitätsniveau besuchen müssen und dazu noch freiwilligen Arbeit leisten. Danach würden oder könnten sie sich innerhalb von nur 5 Jahren einbürgern lassen.

Dies würde so gegen 400'000 Ausländer betreffen, welche mit diesen Kriterien sich einbürgern lassen könnten. Somit würde der Arbeitslosigkeit vorschub geleistet.

Man stelle sich vor die gehen tatsächlich alle arbeiten, auf freiwilliger Basis, wie mancher Betrieb sich da die Hände reibt und teure Angestellte entlässt weil sie wissen wir haben ja genug Nachschub an Arbeitskräften die sich freiwillig melden.

Ich glaube dümmer gehts nimmer.

Typisch Gutmenschpolitik.

Tschümperlin fordert

04. November 2012 23:10

Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?
SP-Nationalrat Andy Tschümperlin fordert eine raschere Einbürgerung für Ausländer, die hierzulande Freiwilligenarbeit leisten. Selbst bei den Vereinen sind aber nicht alle davon begeistert.


Eine brisante Forderung sorgt für rote Köpfe: SP-Fraktionschef Andy Tschümperlin will Anreize dafür schaffen, dass Ausländer mehr ehrenamtliche Arbeit leisten. «Wer sich drei Jahre lang in der Feuerwehr oder dem Roten Kreuz engagiert, sollte rascher eingebürgert werden können.»

So werde auch den Vereinen geholfen, denen viele Freiwillige fehlten. Tschümperlin schwebt vor, dass Ausländer bereits nach fünf Jahren ein Gesuch stellen können – analog zur erleichterten Einbürgerung.

Er prüft einen entsprechenden Vorstoss und will die Forderung im Januar auch in der Staatspolitischen Kommission einbringen, wenn diese über die Revision des Bürgerrechtsgesetzes berät. Heute muss man für die ordentliche Einbürgerung zwölf Jahre lang in der Schweiz gewohnt haben.

Österreich als Vorbild

Inspirieren lassen hat sich der Linkspolitiker laut der «Zentralschweiz am Sonntag» von Österreich. Dort sollen Ausländer künftig nach sechs Jahren Aufenthalt eingebürgert werden können, wenn sie unter anderem drei Jahre Freiwilligenarbeit geleistet haben und Deutsch auf Maturaniveau können.

Kritik erntet Tschümperlin von der SVP. Nationalrat Hans Fehr warnt vor Masseneinbürgerungen: «Es ist ein komplett falscher Ansatz, der nur auf den ersten Blick gut klingt. Denn wir brauchen keine raschere Einbürgerung, sondern höhere Hürden. In letzten zehn Jahren wurden rund 400 000 Personen eingebürgert.»

FDP-Präsident Philipp Müller sagt: «Man könnte über eine raschere Einbürgerung reden, aber es müssten die gleich strengen Kriterien gelten wie in Österreich.» Doch selbst die Vereine äussern Vorbehalte: «Wir sind daran interessiert, dass sich auch Ausländer engagieren. Aber es muss aus innerer Überzeugung kommen, und nicht nur, weil man das rote Büchlein will», so Samariter-Sprecher Eugen Kiener.

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Roter-Pass-als-Belohnung-fuer-Freiwilligenarbeit--20365176

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Re: Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

Beitrag von fidelio777 am 05.11.12 8:52

Da wir schon bei der SP-Schweiz sind, kommt noch gleich einer oben drauf.

Im Ständerat meldet sich doch eine SP Frau zur aktuellen Aylgesetzrevision.

Auf der einen Seite wollen sie doch die Asylsuchenden vollumfänglich aufnehmen und auf der anderen Seite hat es nun widerstand gegeben, dass wir doch zuviele Asylsuchende haben.

Tja, da kommt nun eine frischgebackene Mutter der SP daher und ist doch tatsächlich der Meinung, dass sie den Widerstand der SP nicht verstehe. Vielleicht sollte sich die Frau mal einige Asylsuchende bei sich aufnehmen. Mal sehen ob sie dann immer noch von Widerstand spricht den sie nicht verstehen kann.

Sie slebst spricht ja auch von Lösungen die gesucht werden müssten. Vorschläge bringen kann sie indessen keine brauchbaren.

Asylgesetzrevision

04. November 2012 10:05

«Ich verstehe den Widerstand der SP nicht»

SP-Ständerätin Pascale Bruderer verteidigt die Asylsgesetz-Verschärfung mit Vehemenz. Und findet es schade, Emotionen zu schüren, bei denen es darum gehe, wer ein richtiger oder falscher Sozialdemokrat sei.


Nach dem taktischen Lavieren der SP-Führung im parteiinternen Streit über den Entscheid, das Referendum gegen das Asylgesetz nicht zu unterstützen, verteidigt mit Ständerätin Pascale Bruderer erstmals eine führende Sozialdemokratin die Asylgesetz-Verschärfungen inhaltlich – und das mit Vehemenz: «Es gibt gute sozialdemokratische Argumente, die für diese Asylgesetzrevision sprechen», so Bruderer in einem Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». «Ich verstehe deshalb den Widerstand aus der SP gegen die Revision nicht».

Selbst die speziellen Lager für renitente Asylbewerber sind für Bruderer ein Argument für die Vorlage: «Auch wenn nur sehr wenige Asylsuchende gewaltbereit sind oder kleinkriminell werden, so sind sie trotzdem eine extreme Belastung für die Bevölkerung, aber auch für das Asylsystem und die überwiegende Zahl der Asylsuchenden, die sich korrekt verhalten. Dieses Problem muss man auf den Tisch bringen und Lösungen liefern. Asylbewerber, die den Betrieb in Unterkünften stören, für Unruhe sorgen und sich nicht an Regeln halten, sollen in speziellen Zentren untergebracht werden können. Diese repressiven Massnahmen sind wichtig, auch für die Akzeptanz des humanitären Asylrechts in der Bevölkerung», sagt Bruderer.

Weiter begrüsst die Ständerätin die rascheren Verfahren für befristete Asylunterkünfte, die verhindern sollen, dass die Asylsuchende in die Kantone und Dörfer verteilt werden müssen» und «die finanzielle Unterstützung von Beschäftigungsprogrammen durch den Bund. Das ist die beste Prävention gegen Kleinkriminalität.»

«In der Abwägung von positiven und negativen Punkten überwiegen die positiven»
Die Abschaffung des Botschaftsasyls und die Streichung von Desertation als Asylgrund bezeichnet sie als «sehr fragwürdigen Verschärfungen in dieser Revision», aber: «In der Abwägung von positiven und negativen Punkten überwiegen die positiven». Bruderer kritisiert die parteiinternen Befürworter des Referendums: «Die Befürworter des Referendums blenden aus, dass die Revision nicht nur Verschärfungen vorsieht, sondern auch erste Schritte in die richtige Richtung. Mit dem Referendum werden jene Kräfte gestärkt, die Probleme bewirtschaften und nicht lösen wollen. Damit wird eine Stimmung geschürt, die denen am meisten schadet, um die es geht: den Asylsuchenden.»

Die Aargauer Ständerätin hält jedoch auch wenig von den taktischen Argumenten der Parteiführung: «Ich vermisse die inhaltlichen Argumente». Sie «akzeptiere die Meinungsvielfalt in der SP» und «verstehe, dass man die positiven und negativen Punkte unterschiedlich gewichten kann». «Schade finde ich aber, wenn die positiven Punkte einfach ausgeblendet werden, um Emotionen zu schüren, bei denen es am Ende darum geht, wer ein richtiger oder falscher Sozialdemokrat ist», so Bruderer weiter, deren Standpauke in der SP zu reden geben dürfte.

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Ich-verstehe-den-Widerstand-der-SP-nicht--16208544

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Re: Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

Beitrag von fidelio777 am 05.11.12 9:03

Und hier ist noch das Interview aus der betreffenden Zeitung vom Sonntag.

SP-Ständerätin Pascale Bruderer: «Ich verstehe den Widerstand gegen die Asylgesetzrevision nicht»


Von Christof Moser

Frau Bruderer, der Entscheid der SP-Leitung, das Referendum gegen die Asylgesetzrevision nicht zu unterstützen, stösst in Ihrer Partei auf heftige Kritik. Verstehen Sie den Widerstand?
Pascale Bruderer: Nein, ich habe diesen Entscheid mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen. Die taktische Begründung der Parteileitung kann ich nachvollziehen, ich vermisse aber die inhaltlichen Argumente gegen das Referendum.

Fast täglich beschliessen Kantonalparteien und Sektionen, das Referendum zu unterstützen. Auch SP-Parlamentarier schliessen sich dem Komitee an. Hat sich die SP-Leitung vertan?
Der Entscheid ist inhaltlich richtig und entspricht der Haltung von Amnesty International oder dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk. Mit dem Referendum werden jene Kräfte gestärkt, die Probleme bewirtschaften und nicht lösen wollen. Damit wird eine Stimmung geschürt, die denen am meisten schadet, um die es geht: den Asylsuchenden. Ich verstehe deshalb den Widerstand aus der SP gegen die Revision nicht.

Die SP könne nicht nach Wahlverlusten wie zuletzt im Aargau über mangelnde Mobilisierung klagen und gleichzeitig das Signal aussenden, dass sich politische Kämpfe nicht lohnen, sagt SP-Nationalrätin Silvia Schenker, die dem Referendumskomitee beigetreten ist.
Es ist wichtig für die Sozialdemokratie, auch chancenlose Anliegen zu unterstützen. Die Angst vor Niederlagen darf die Partei nicht lähmen. Unser Antrieb muss aber sein, Lösungen für Probleme zu suchen und finden. Und es gibt gute sozialdemokratische Argumente, die für diese Asylgesetzrevision sprechen.

Linke Argumente für Verschärfungen des Asylgesetzes?
Die Befürworter des Referendums blenden aus, dass die Revision nicht nur Verschärfungen vorsieht, sondern auch erste Schritte in die richtige Richtung. Ich habe im Ständerat dieser Vorlage zugestimmt – nicht mit Begeisterung, sondern weil für mich in der Abwägung von positiven und negativen Punkten die positiven überwiegen.

Was ist für Sie an der Revision positiv?
Letztlich sind es fünf Punkte, die ganz klar auch aus SP-Sicht für diese Revision sprechen. Erstens die rascheren Verfahren für befristete Asylunterkünfte, die verhindern sollen, dass die Asylsuchende in die Kantone und Dörfer verteilt werden müssen. Dass der Bund mehr Kapazitäten zur Verfügung stellt, ist eine alte SP-Forderung.

Und weiter?
Zweitens die finanzielle Unterstützung von Beschäftigungsprogrammen durch den Bund. Das ist die beste Prävention gegen Kleinkriminalität und verhilft den Asylsuchenden zu einem würdigen Alltag. Drittens: die Sicherheitspauschalen für die Empfangs- und Verfahrenszentren, die Kantone und Gemeinden darin unterstützt, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu gewährleisten.

Asylbewerber, ein Sicherheitsrisiko?
Auch wenn nur sehr wenige Asylsuchende gewaltbereit sind oder kleinkriminell werden, so sind sie trotzdem eine extreme Belastung für die Bevölkerung, aber auch für das Asylsystem und die überwiegende Zahl der Asylsuchenden, die sich korrekt verhalten. Dieses Problem muss man auf den Tisch bringen und Lösungen liefern. Deshalb sprechen für mich als vierter Punkt auch die speziellen Zentren für renitente Asylbewerber für diese Revision. Ich habe selber Asylunterkünfte besucht und gesehen, wie schwierig einige junge Männer sein können, die sich an keine Regeln halten. Leidtragende davon sind neben allen Asylsuchenden, die sich um korrektes Verhalten bemühen, besonders Frauen und Kinder in diesen Unterkünften.

Sie sind für Internierungslager, wie sie die SVP fordert?
Das ist grässliches SVP-Vokabular und als politische Forderung völlig unhaltbar. Die Revision sieht keine geschlossenen Lager vor. Asylbewerber, die den Betrieb in Unterkünften stören, für Unruhe sorgen und sich nicht an Regeln halten, sollen in speziellen Zentren untergebracht werden können. Zentren, die etwas ausserhalb der Dörfer liegen und eine strengere Hausordnung haben. Diese repressiven Massnahmen sind wichtig, auch für die Akzeptanz des humanitären Asylrechts in der Bevölkerung.

Genau so argumentiert auch die SVP.
Wir dürfen nicht alle Asylsuchenden in den gleichen Topf werfen, so wie das die SVP tut. Die lösungsorientierten Parteien müssen unterscheiden zwischen jenen, die unseren Schutz brauchen und verdienen, und jenen, die nicht kooperieren, renitent oder gewalttätig sind. Sonst werden völlig falsche Massnahmen mehrheitsfähig wie jene im Nationalrat, allen Asylsuchenden die Sozialhilfe auf Nothilfe zu kürzen. Das hat der Ständerat aus guten Gründen korrigiert. Der Nationalrat wird darüber wieder beraten. Wenn schon ein Referendumskampf, müsste man dann gegen diese Vorlage antreten, sollte das Nothilfe-Regime doch noch durchkommen.

Was spricht für Sie als fünfter und letzter Punkt für die Revision?
Die Pilotprojekte, die das ambitionierte Ziel von Bundesrätin Simonetta Sommaruga und dem Bundesamt für Migration unterstützen, die Verfahren einerseits zu beschleunigen und andererseits den Rechtsschutz der Asylbewerber auszubauen. Dieser Spagat ist eine grosse politische Herausforderung, und es ist wichtig, dass die Behörden Erfahrungen sammeln können. Damit steht und fällt die Glaubwürdigkeit des Schweizer Asylsystems, das Menschen in ausserordentlich schwierigen Situationen helfen soll.

Ihren Argumenten für die Revision stehen massive Verschärfungen gegenüber. Zum Beispiel die Abschaffung des Botschaftsasyls. Opfern Sie die Humanität dem Pragmatismus?
Die Abschaffung des Botschaftsasyls ist eine der beiden sehr fragwürdigen Verschärfungen in dieser Revision, gegen die ich zusammen mit der SP-Fraktion gekämpft habe. Davon sind vor allem zwei Personengruppen betroffen: Familienangehörige und besonders Schutzbedürftige, also Kinder und Betagte. Auch hier muss man vorsichtig abwägen. Die Familienangehörigen können auch ohne Botschaftsasyl über den Familiennachzug in die Schweiz kommen. Auch für die besonders Schutzbedürftigen werden nicht alle Türen geschlossen: Ihnen bleibt der Weg über das humanitäre Verfahren. Die Kriterien für eine Aufnahme in der Schweiz sind in diesem Verfahren die gleichen wie beim Botschaftsasyl.

Also alles halb so schlimm?
Dass in den Botschaften die Möglichkeit abgeschafft wird, ein Asylgesuch zu stellen, ist auch für mich der grösste Nachteil dieser Revision. Andererseits muss man sagen: Die Schweiz ist das letzte Land, das diese Möglichkeit noch gekannt hat. Der Trend ging klar in Richtung Abschaffung des Botschaftsasyls.

Eine weitere Verschärfung: die Anpassung des Flüchtlingsbegriffs. Desertation wird als Asylgrund gestrichen.
Das ist die zweite fragwürdige Verschärfung, die gleichzeitig auch die Absurdität der Verschärfungsspirale aufzeigt. Man tut so, als würde man verschärfen, real verändert sich aber gar nichts, weil die Flüchtlingskonvention eingehalten werden muss. Wenn eine Person an Leib und Leben bedroht ist, weil sie desertiert, erhält sie auch in Zukunft Asyl. Das ist ein Beispiel für Scheinpolitik. Als Tüpfelchen auf dem i wird dieser Leerlauf auch noch für dringlich erklärt. Das ist für mich ein Grund für Ärger, aber kein Grund für ein Referendum.

Was sagen Sie jenen in der SP, die im Ja zur Revision einen Verrat an sozialdemokratischen Grundsätzen sehen?
Ich akzeptiere die Meinungsvielfalt in der SP. Ich verstehe auch, dass man die positiven und negativen Punkte unterschiedlich gewichten kann. Schade finde ich aber, wenn die positiven Punkte einfach ausgeblendet werden, um Emotionen zu schüren, bei denen es am Ende darum geht, wer ein richtiger oder falscher Sozialdemokrat ist. Für mich ist die Revision mit sozialdemokratischen Grundwerten vereinbar. Sie hilft Asylbewerbern, die unter der aufgeheizten Situation leiden. Oberstes Ziel für alle in der SP ist es, Asylbewerbern ein faires, transparentes Verfahren zu gewährleisten. Ich will mit inhaltlichen Argumenten zu einer sachlichen Debatte beitragen, auch im Hinblick auf die SP-Delegiertenversammlung Anfang Dezember.

Hat Ihre Ablehnung des Referendums damit zu tun, dass Sie SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga keine Knüppel zwischen die Beine werfen wollen?
Obwohl ich Bundesrätin Sommaruga sehr schätze, würde ich nie eine Vorlage unterstützen, die ich für falsch halte. Ihre Stossrichtung, die sich teilweise in dieser Revision niederschlägt, ist jedoch richtig. Wer nicht blind das Referendum unterstützt, kann sogar eine Trendwende erkennen.

Eine Trendwende?
Nach Jahrzehnten, in denen das Asylgesetz immer wieder viel zu schnell revidiert und mit immer noch mehr Verschärfungen Probleme geschaffen statt gelöst wurden, geht diese Revision an den Kern der Probleme und zeigt Lösungen auf: die Finanzierung von Beschäftigungsprogrammen zum Beispiel, die Asylsuchenden eine sinnvolle Aufgabe ermöglichen. Das ist ein kleiner Durchbruch, der nicht zu unterschätzen ist und von sozialdemokratischer Seite zumindest gewürdigt werden muss.


Quelle: http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2590/

Beizufügen ist noch einen Kommentar von Onlineusern die sich gemeldet haben.

Christof Moser · Zürich
Hinweis: Ständerätin Pascale Bruderer legt Wert auf die Feststellung, ihre Aussage dahingehend korrigiert zu haben: «Ich verstehe die Unterstützung aus der SP für das Asylgesetz-Refrendum nicht» - Sie hat recht - ich habe diese Umformulierung bei der Übernahme der Korrekturen übersehen und mich bei Frau Bruderer dafür entschuldigt. Sorry! Insgesamt ändert diese Korrektur am Inhalt des vollständigen Interviews nichts.

Andreas Hugi · Managing Partner bei Furrer.Hugi&Partner AG
Und da hätte man nicht wenigstens die online-Version korrigieren können? Ist dieses FB-Sorry alles? Halt dumm gelaufen?.....

Christof Moser · Zürich
Ne, Twitter auch noch, Radio DRS, etc. Wir haben keine ständig besetzte Online-Redaktion.

Und ruhig Blut bewahren, lieber Herr Hugi. Der Fehler sinnentstellt das Interview nicht.

Antwort auf erste Frage:

Verstehen Sie den Widerstand?
Pascale Bruderer: Nein, ich habe diesen Entscheid mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen.

= Nein, ich verstehe den Widerstand nicht.

Antwort bei Frage 2 (Ich verstehe deshalb den Widerstand aus der SP gegen die Revision nicht) habe ich die Korrektur übersehen (Ich verstehe deshalb die Unterstützung aus der SP für das Referendum nicht).

Unter dem Strich ist die Korrektur nicht relevant, über das ganze Interview, das sehr viel Kontext und Differenzierungen hat, sowieso nicht. Aber für meinen Fehler habe ich mich natürlich trotzdem entschuldigt!

Quelle: http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2590/

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Beitrag von bushi am 05.11.12 9:30

fidelio777 schrieb: Die Rede ist davon, dass sie Deutschkurse auf Maturitätsniveau besuchen müssen
wird bushi mit seinem Hauptschulniveau bald staatenlos? oder muß er sich nach Anatolien absetzen zitter
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Re: Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

Beitrag von fidelio777 am 05.11.12 9:48

bushi schrieb:
fidelio777 schrieb: Die Rede ist davon, dass sie Deutschkurse auf Maturitätsniveau besuchen müssen
wird bushi mit seinem Hauptschulniveau bald staatenlos? oder muß er sich nach Anatolien absetzen zitter

Hoffen wir es mal nicht, dass es kommt.

Leider läuft aber vieles so, dass man nur noch Schüler will die mit Matura in die Berufswahl dürfen. Und dann müssten ja sämtliche Menschen mit Hauptschulabschluss irgendwoanders hin gehen. Die bekommen ja praktisch keine Chance mehr. Ausgenommen sie erhalten Arbeitsstellen die keine Anforderungen benötigen. Wie Strassenwischer, Kehrichtmänner oder Reinigungspersonal.

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Re: Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

Beitrag von politikjoker am 09.11.12 12:24

Der größte Witz dran:
Die Asylanten wollen und können keine höhere Schule in relevanter Anzahl packen.
Das wollten die nie und werden die auch nie können.

Einfach weil ihnen sämtliche Grundlagen dafür fehlen.
Ihre "Grundlage" alias Koranschule kennen wir ja:
http://www.youtube.com/watch?v=3VPDd818clI
=> Den fehlen JAHRE, damit die überhaupt mal unsere Sprache lesen(!) können! Shocked
=> Und dann muss mal denen der Widerwillen ausgetrieben werden, sich was von Ungläubigen bzw. deren Frauen was beibringen zu lassen.
=> Dauert etwa 1400 Jahre, bei den meisten. teufel

Darum können die LINKEN da faseln, was sie wollen.
Die sind WELTFREMD.
Funzt alles nicht, weil es noch nie(!) gefunzt hat. Shocked

Is eine reine Schaumschlägerei, die nur für Aufregung sorgt und ablenken soll bzw. uns die Zeit stiehlt. devil

Ansonsten für die welfremde LINKEN ein paar Berichte, WARUM keiner den menschenlichen (ZITAT - also NICHT von mir!) Sondermüll haben will:
http://www.forum-politik.at/t2621-eberau-asylanten-schwarzafrikaner-turken-und-die-sache-mit-dem-sondermull

http://www.forum-politik.at/t5435-grausame-islam-rituale-gegen-alle-menschlichkeit-gott-und-unsere-gesetze

http://www.forum-politik.at/t5532-islam-is-geil-bestialischer-ehrenmord-an-eigener-tochter-uber-saure-noch-geiler

http://www.forum-politik.at/t4234-manzenreiter-no-go-zone-villach-turken-messerstecher-patrouillen-greifen-an
Usw. (das Forum is voll davon, wovon die Leute die Nase voll haben und schön langsam auch deswegen den LINKEN das Kreuzerl verweigern, weshalb ein paar LINKEN streiken teufel )

Es is eine LINKEN Lügenfantasie des absoluten SChwachsinns und der Weltfremdheit, dass Asylanten zu uns kommen, um zu LERNEN. teufel
http://www.forum-politik.at/t5274-asylwerber-im-luxus-jeder-kostet-pro-tag-minimal-17-euro-steuergeld-furs-nichts-tun
=> Die kommen wegen unserem (Steuer)GELD und lebenslangem(!) Luxus auf unsere Kosten wegen dummer LINKER. devil


*so schaut´s aus*
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Re: Roter Pass als Belohnung für Freiwilligenarbeit?

Beitrag von fidelio777 am 09.11.12 15:53

Und bei den einheimischen Schülerinnen und Schüler werden beinahe schon unmöglich Leistungen erwartet. Dann ist man ganz erstaunt, wenn ein Junger Mensch die Schnauze voll hat von unserem System.

Den Lehrer werden die Gutmenschen logik eingetrichtert damit sie diese Logik den Schülern beibringen.

Während dem es auch solche gibt die nichts aber reingar nichts lernen wollen.

Und nun will man ausgerechnet solche auch noch zu freiwilligen Arbeit animieren, damit sie sich noch schneller einbürgern können. Das kann ja nicht gut gehen.

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