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Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

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Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 15.06.12 9:07

Wie ihr ja wisst, will die Schweizer Nationalbank an der Untergrenze des Wechselkurses festhalten und dies mit allen Mitteln. Das heisst die SNB kauf Euro auf in Milliardenhöhe.

Der Grund liegt darin, dass die Schweizerwirtschaft jammerte es gehe ihr schlecht, weil der Franke so stark sei gegenüber dem Euro. Also nimmt die Regierung und die SNB eigentlich sogar noch eine Inflation in Kauf. Das Parlament hat ebenfalls beschlossen an dieser Geldpolitik festzuhalten und hat der SNB den Rücken sogar noch gestärkt.

Gestern hat nun die SNB noch mehr zur Bankenlage mitgeteilt und die beiden Grossbanken aufgefordert mehr Eigenkapital anzulegen.

Dies hatte zur Folge, dass die Börse natürlich sofort reagiert hatte und die Kurse von beiden Banken mal in den Keller gerasselt sind. Bei der einen Bank konnte sich der Kurs im Verlaufe des Tages wieder ein wenig erholen. Bei der anderen Bank resultiert ein Börsenverlust von über 2 Milliarden Franken.

Bin ja mal gespannt wie lange es noch dauert bis in der Schweiz auch noch die Grossbanken durch eine Ratingagentur abgestuft werden. Vielleicht wird ja sogar die SNB selbst herabgestuft.

Finanzstabilitätsbericht der SNB


Grossbanken sollen mehr und besseres Eigenkapital halten


Wirtschaftsnachrichten 14.06.2012, 17:55

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält die Eigenkapitalquoten der beiden Schweizer Grossbanken für weiterhin ungenügend. Vor allem die Credit Suisse fordert sie dazu auf, den Prozess zur Verbesserung ihres Eigenkapitalpolsters zu beschleunigen. Die Grossbanken haben auf die Kritik irritiert reagiert.

Von Peter A. Fischer
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Donnerstag ihren Ton nochmals verschärft. In ihrem jährlich erstellten Bericht zur Finanzstabilität bezeichnet sie die Ausstattung der beiden Schweizer Grossbanken mit «echt» verlustabsorbierendem Eigenkapital gemessen nach den neuen «Basel III»-Regeln als auch im internationalen Vergleich gering und fordert, dass die Widerstandskraft der Grossbanken über die bisherigen Anstrengungen hinaus gestärkt werden müsse. Besonders deutlich fällt die Kritik an der Credit Suisse (CS) aus. Dieser empfiehlt die SNB unverblümt eine Beschleunigung des Prozesses zur Stärkung ihrer relativen Eigenkapitalausstattung und eine deutliche Verbesserung noch im 2012. Die UBS sollte im Urteil der Nationalbank mit ihrem eingeleiteten Prozess zur Kapitalstärkung fortfahren und in der Ausschüttung von Dividenden weiterhin Zurückhaltung üben.

Änderungen jetzt schon vorwegnehmenBeiden Grossbanken legt die Nationalbank ans Herz, ab sofort vierteljährlich das verlustabsorbierende Kapital nach den neuen Basel-III-Regeln auszuweisen (was die UBS bereits tut) und die Höhe der risikogewichteten Aktiven nicht nur nach internen Modellen, sondern auch unter dem standardisierten Basler Verfahren zu berechnen.

Vorbildlich unter alten Regeln...
Die Schweizerischen Grossbanken gehören nach den noch geltenden Regeln zu den am besten kapitalisierten weltweit und übererfüllen alle regulatorischen Anforderungen bei weitem. Sie haben sich aber in der Vergangenheit relativ stark über (günstigere) hybride Kapitalinstrumente finanziert. Deren Kapital würde teilweise erst im Konkursfall zur Verfügung stehen und darf deshalb unter den neuen Regeln nicht mehr dem Eigenkapital angerechnet werden. Für eine Verbesserung unter «Basel III» müsste es durch «echtes Eigenkapital» ersetzt werden. Zudem können künftig auch keine latente Steuerguthaben mehr zum Eigenkapital gezählt werden.

...ungenügend in der neuen Welt
Laut dem neuesten Bericht zur Finanzstabilität lässt dies die Schweizer Grossbanken plötzlich in einem ganz anderen, auch im internationalen Vergleich keineswegs mehr überdurchschnittlich hellen Licht erscheinen. So habe die CS per Ende 1. Quartal eine risikogewichtete Eigenkapitalquote (Tier-1-Kapital in Prozent der risikogewichteten Aktiven) von 15,6% und die UBS eine solche von 18,7% ausgewiesen. Nach den neuen Regeln hätte diese aber nur 5,9% (CS) bzw. 7,5% (UBS) betragen, schreibt die SNB. Ab 2019 gelten 13% als Minimum.

Im neuesten Bericht zur Finanzstabilität wird auch moniert, dass die Schweizer Grossbanken zwar ihre risikogewichteten Aktiven deutlich zurückfahren, es aber unklar sei, ob damit auch das ökonomische Risiko entsprechend reduziert werde (vgl. NZZ vom 13.06.2012). Die Ausstattung mit echt verlustabsorbierendem Kapital gemessen an der Netto-Bilanzsumme der Grossbanken habe sich jedenfalls noch zu wenig verbessert. Sie betrug Ende des 1. Quartals nach SNB-Angaben nur 1,7% bei der CS und 2,7% bei der UBS (was einer Leverage-Ratio von 59 bzw. 37 entspricht). In der vergangenen Krise musste die UBS Verluste von mehr als 3% absorbieren.

Euro-Krise als grösstes Risiko
In ihrem Basisszenario geht die SNB von einer weiteren leichten Verbesserung der Wirtschaftslage in den nächsten zwölf Monaten und keiner weiteren Eskalation der europäischen Schuldenkrise aus. Das würde für die Grossbanken kaum Stabilitätsrisiken mit sich bringen und es ihnen erleichtern, ihre Eigenkapitalausstattung zu verbessern. Fürchten tut die SNB jedoch ein negatives Szenario, indem es – ausgelöst durch ungeordnete Staatsinsolvenzen – zu einer tiefen Rezession im Euro-Raum und einer weiteren Verschärfung der Finanzkrise käme. Das würde auch die Schweiz in eine schwere Rezession stürzen. Obwohl UBS und CS in den schwächeren Euro-Staaten nur noch gering direkt engagiert sind, könnten indirekte Effekte in einem solchen Worst-case zu Verlusten führen, welche die Schweizer Grossbanken bei ihrer gegenwärtigen Kapitalausstattung existenziell bedrängen würden.

Grossbanken reagieren irritiert
Die beiden Schweizer Grossbanken haben auf die öffentliche Kritik der SNB irritiert reagiert. Die CS betont, sie sei eine der am besten kapitalisierten und refinanzierten Banken weltweit, was sich auch in den relativ geringen Kreditausfallprämien (CDS-Spreads) der Bank widerspiegle. Die Bank weist darauf hin, dass sie frühzeitig begonnen habe, sich auf regulatorische Veränderungen auszurichten und die sehr hohen Kapitalanforderungen der Schweizer Aufsichtsbehörden nach «Basel 2.5» bereits übertreffe. Zudem habe sie bedingte Wandelanleihen (Cocos) mit hohem Trigger ausgegeben und so einen Kapitalpuffer aufgebaut, der ihre Eigenkapitalquote per Ende 2012 um 3% an verlustabsorbierendem Kapital stärken werde. Ein Plan zum weiteren Aufbau von hartem Eigenkapital sei veröffentlicht.

Bei der UBS, wo der neue Verwaltungsratspräsident Axel Weber schon vor längerem zu den Bedenken des früheren CEO Oswald Grübel auf Distanz gegangen war und sich für eine rasche Verbesserung der Eigenkapitaldecke ausgesprochen hatte, sieht sich die neue Konzernleitung durch den Finanzstabilitätsbericht der SNB in ihren Anstrengungen bestätigt. Die UBS betont auch, dass ihre harte Kernkapitalquote nach «Basel 2.5» deutlich über derjenigen von internationalen Konkurrenten wie Barclays, BNP, HSBC und der Deutschen Bank liege. Zudem hält sich die UBS «bei richtiger Rechnung» auch unter «Basel III» für im internationalen Vergleich überdurchschnittlich kapitalisiert.

Die unterschiedlichen Beurteilungen dürften wesentlich daher rühren, dass die SNB in ihrem Finanzstabilitätsbericht – anders als die Finma – bereits die (noch nicht ganz klaren) Regeln von «Basel III» anwendet. Der CS wird dabei ihr relativ vieles hybrides Kapital zum «Verhängnis», das sie erst noch in «echtes» Eigenkapital verwandeln muss.

Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/grossbanken-sollen-mehr-und-besseres-eigenkapital-halten-1.17234643

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 15.06.12 9:12

Die angeblich so sichere Finanzinsel Schweiz gerät immer mehr ins Wanken.

Kritik der Nationalbank


SNB und Grossbanken sollten Kurs halten und kohärent agieren


Kommentar 15.06.2012

Von Peter A. Fischer

Noch bewegen sich die Sorgen in der Schweiz auf vergleichsweise komfortablem Niveau. Doch die Ereignisse der letzten Wochen zeigen deutlich, dass die Eidgenossenschaft keine isolierte Insel der Glückseligen ist. Kein Wunder also, macht sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) Sorgen. Unsicherheit über die Stabilität von spanischen und anderen Banken und über die Zukunft von Griechenland und weiteren überschuldeten Staaten veranlasst wieder mehr Investoren, sich zu überlegen, ob sie ihr Geld in der Schweiz in Sicherheit bringen sollen. Das setzt die Wechselkursuntergrenze der Nationalbank unter Druck. Sollte es nach den Wahlen in Griechenland zu grosser Furcht vor einem Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone und ungeordneten Insolvenzen kommen, ist es gut möglich, dass die Schweiz zusätzliche Massnahmen wird ergreifen müssen, um die Wechselkursuntergrenze zu verteidigen und Fluchtkapital abzuwehren. Auch wäre es sehr wahrscheinlich, dass ein völliger Zusammenbruch der Währungsunion nicht nur das europäische Finanzsystem, sondern auch die Schweizer Grossbanken existenziell bedrohen würde. All das aber liegt nicht in Schweizer Hand.

Kursuntergrenze nicht zur Debatte stellen
An den hiesigen Akteuren aber liegt es, koordinierter und kohärenter für möglichst grosse Widerstandskraft zu sorgen. Wenn die üblichen politischen Verdächtigen und Banker jetzt glauben, sich profilieren zu müssen, indem sie laut darüber nachdenken, dass die Politik der Verteidigung einer Wechselkursuntergrenze nicht für immer währen kann, so ist das schlicht unverantwortlich. Die SNB hat diese Wechselkursuntergrenze zum Schutz der Schweizer Wirtschaft in einer ausserordentlichen Situation eingeführt. Sie hat die Grenze zum Euro so gewählt, dass sie deutlich unter einem realen Gleichgewichtskurs liegt. Beruhigt sich die Lage auf den Finanzmärkten wieder, sollte sich der Euro-Kurs über Fr. 1.20 einpendeln. Dann wird die Zeit für einen Abschied von der Wechselkurspolitik und eine Rückkehr zur geldpolitischen Normalität kommen. Je rauer jetzt aber die See wird, umso nötiger ist es, die Wechselkursuntergrenze zu verteidigen. Dabei ist sehr zu hoffen, dass die SNB ihren «Giftschrank» nicht wird öffnen müssen und keine Strafzinsen oder gar Einschränkungen des Kapitalverkehrs einführen wird – das käme einem Rückfall um Jahrzehnte gleich und würde dem Finanzplatz sehr schaden. Umso geschlossener Politik, Wirtschaft und Banken jetzt hinter der SNB stehen, umso eher wird es nicht dazu kommen.

Fortschreiten auf dem richtigen Weg
Glaubwürdigkeit und Vertrauen brauchen auch die Schweizer Banken auf ihrem unsicheren Weg in die Zukunft. Es ist deshalb richtig, von ihnen eine überdurchschnittliche Kapitalausstattung zu verlangen, wie es im Rahmen der Too-big-to-fail-Diskussion vereinbart wurde. Credit Suisse (CS) und UBS müssen ihre Kapitaldecke stärken, indem sie Gewinne einbehalten, ihre Aktiven risikogewichtet und ungewichtet reduzieren, hybrides durch echtes Eigenkapital ersetzen und möglichst transparent darüber berichten. Nach langem Hin und Her haben sie sich beide auf diesen Weg gemacht; die UBS (aus der Not geboren) etwas konsequenter als die CS.

Wenn SNB-Direktoriumsmitglied Jean-Pierre Danthine nun glaubt, «die Wahrheit sagen» und festzustellen zu müssen, dass die Grossbanken und besonders die CS noch nicht dort sind, wo man sie gerne hätte, dann kann man ihm in der Sache nicht widersprechen. Zu hinterfragen ist aber, ob er damit seinem Finanzstabilitätsziel nicht einen Bärendienst erweist. Dass eine Nationalbank so scharfe öffentliche Kritik an einem einzelnen Institut übt, dabei Unstimmigkeiten mit der Finanzmarktaufsicht (Finma) offenlegt und quasi mitten im Spiel bereits die ursprünglich erst für 2019 vorgesehenen Standards anwendet, ist jedenfalls ungewöhnlich und wird die Systemstabilität kaum erhöhen. Nach einem Einbruch des Aktienkurses um über 10% wird es der Grossbank in einem bereits schwierigen Umfeld auch nicht leichter fallen, neues Kapital aufzunehmen. Gewöhnen sollte sich die CS aber daran, dass lange Übergangsfristen wenig nützen, wenn Aufsicht, Investoren und Öffentlichkeit schon vorzeitig nach neuen Normen zu urteilen beginnen.

Die SNB, die Finma und die Banken müssen je ihren Beitrag leisten, dass die Schweiz in unsicheren Zeiten vor grossen Verwerfungen verschont bleibt. Die Grossbanken sollten wettbewerbsfähig bleiben und ihre Widerstandskraft erhöhen. Je glaubwürdiger und kohärenter sie agieren, umso eher wird dies gelingen. Dafür aber sollten jetzt alle Akteure Kurs halten und koordiniert agieren, statt einander ständig öffentlich zu kritisieren.

Quelle: http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/snb-und-grossbanken-sollten-kurs-halten-und-kohaerent-agieren-1.17240309

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 06.07.12 13:41

Man staune nicht schlecht. Die Schweizer Nationalbank verschleudert weiterhin Geld in Devisenkäufe damit sie den Mindestkurs des Euros halten kann.

Ich denke die Rechnung wird sie noch präsentiert erhalten.

Jordan greift erneut tief in die Tasche

Von Simon Schmid. 06.07.2012 10:16

Im Juni hat die SNB bis zu 59 Milliarden Franken zur Verteidigung der Euro-Untergrenze aufgeworfen. Der Betrag ist ähnlich hoch wie im Vormonat Mai – trotzdem ist laut Experten keine Panik angesagt.


Die Nationalbank hielt per Ende Juni Devisenreserven im Wert von 365 Milliarden Franken. Dies entspricht einer Zunahme von 59 Milliarden Franken gegenüber dem Stand Ende Mai. Die Daten gehen aus Statistiken hervor, welche die SNB heute an den Internationalen Währungsfonds übermittelt hat. Als wichtigster Grund für den Anstieg gilt der Effort der SNB, die Euro-Untergrenze von 1.20 Franken am Devisenmarkt zu verteidigen.

Bereits im Mai hatten sich die Fremdwährungsbestände der Nationalbank um 66 Milliarden Franken erhöht. Die Nachricht hatte damals für grössere Aufregung gesorgt und eine neue Debatte um den Sinn der Kursgrenze ausgelöst. «Bilanz der Nationalbank um Milliarden aufgebläht» titelte DerBund.ch/Newsnet bei der Veröffentlichung der Daten am 7. Juni.

Nur leichte Verlangsamung gegenüber dem Mai
Die neue Statistik zeigt, dass die Nationalbank weiterhin stark auf den Devisenmärkten interveniert. Der Euro bleibt gegenüber den Vergleichswährungen unter Druck. Weil sich in der Eurokrise noch keine Lösung abzeichnet, flüchten Investoren weiterhin in den Franken. Aktuell (10:00 Uhr) steht der Euro bei 1.2013 Franken. Um acht Uhr morgens kostete ein Euro 1.2016 Franken.

Im Vergleich zum Monat Mai hat sich der Anstieg bei den Devisenreserven der SNB etwas verlangsamt. Damals verzeichnete die SNB ein Plus von 68 Milliarden Franken an Fremdwährungen in ihren Büchern. Laut UBS-Ökonom Caesar Lack liegen die Juni-Zahlen ungefähr im Bereich der Erwartungen. «Praktisch die gesamte Summe dürfte auf Interventionen zur Kursverteidigung zurückzuführen sein», sagt Lack zu DerBund.ch/Newsnet.

Bankeinlagen bei der SNB angestiegen
Eine Vorahnung auf den Anstieg der Devisenreserven hatten Statistiken zu den Einlagen der Banken auf den Girokonten der SNB gegeben. In den vergangenen vier Wochen waren diese um 52,4 Milliarden angestiegen, was in einer ähnlichen Grössenordnung wie die Zunahme der Devisenreserven liegt. Zur Einordnung der Zahlen verweist Lack auf die Wirtschaftsleistung der Schweiz: 2011 betrug das BIP 590 Milliarden Franken. Die Devisenreserven betragen somit etwa 62% des jährlichen Bruttoinlandprodukts.

Dieser Wert ist beträchtlich. Allerdings weisen Länder wie Singapur oder Dänemark, das seine Währung innerhalb eines Schwankungsbands von 2,25 Prozent nach oben und unten an den Euro angebunden hat, im Vergleich noch höhere Devisenreserven aus. Die dänische Notenbank hielt gemäss am Dienstag veröffentlichten Zahlen per Ende Juni Devisen im Wert von 512 Milliarden Kronen. Dies entspricht 164 Prozent des Bruttoinlandprodukts des skandinavischen Landes. Singapur hält Devisen im Umfang von 117 Prozent des BIP.

Warten auf den Durchbruch
Von den Finanzmärkten wird die Handlungsfähigkeit der SNB kaum in Zweifel gezogen. «365 Milliarden Franken sind noch keine Zahl, die grosses Kopfweh verursacht», sagt Sarasin-Ökonom Alessandro Bee. So lange in der europäischen Schuldenkrise kein Durchbruch gelinge, dürte die SNB laut Bee weiterhin gezwungen sein, monatlich ähnliche Summen zur Kursverteidigung aufzubringen. «Problematisch wäre es höchstens, wenn sich der Anstieg der Devisenreserven beschleunigen sollte», so Bee zu DerBund.ch/Newsnet.

Die Nationalbank hat in den letzten Tagen wiederholt bekräftigt, sie werde den Mindestkurs des Euro mit aller Konsequenz durchsetzen. Die Risiken, die sich mit der Ausweitung der Geldmenge etwa auf die Bilanz der SNB ergäben, gelte es zu akzeptieren, sagte Jordan in einem Interview. Diese Risiken könne die SNB tragen. Die Nationalbank hält den Euro mit 1.20 Franken noch immer für eine «sehr stark bewertete Währung». Auf absehbare Zeit gebe es keine Alternative zum Mindestkurs. (DerBund.ch/Newsnet)

Quelle: http://www.derbund.ch/wirtschaft/konjunktur/Jordan-greift-erneut-tief-in-die-Tasche/story/28340273

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 06.07.12 14:02

Diese Aussage finde ich sehr widersprüchlich.

Sie kann es tragen diesen Kurs zu durchzusetzen mit aller Konseunez. Egal was da geschehen kann. Diese Gelder kann die Nationalbank nicht mehr reinholen die sie da einfach so ausgeben.

Auf der anderen Seite sind sie sich doch bewusst, was geschehen könnte oder kann. Aber der Steuerzahler muss es ja auffangen und wird auch diese Zeche bezaheln müssen.

Die Nationalbank hat in den letzten Tagen wiederholt bekräftigt, sie werde den Mindestkurs des Euro mit aller Konsequenz durchsetzen. Die Risiken, die sich mit der Ausweitung der Geldmenge etwa auf die Bilanz der SNB ergäben, gelte es zu akzeptieren, sagte Jordan in einem Interview. Diese Risiken könne die SNB tragen. Die Nationalbank hält den Euro mit 1.20 Franken noch immer für eine «sehr stark bewertete Währung». Auf absehbare Zeit gebe es keine Alternative zum Mindestkurs.

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 13.12.12 13:53

Erneut bekräftigt die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs des Euros mit allen zur Verfügung gestellten Mitteln festzuhalten.

Und da sprechen die von einem Ende der Eurokrise. Das ist wie eine Faust aufs Auge.

Deshalb will die SNB an diesem Mindestkurs festhalten, weil ja ein Ende in Sicht ist.

Gedämpfter Konjunkturausblick

SNB verteidigt Wechselkursuntergrenze


Wirtschaftsnachrichten 13.12.2012, 10:38

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will die Wechselkursuntergrenze zum Euro weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen und hält an ihrer Nullzinspolitik fest. Für die Schweizer Wirtschaft sieht die Notenbank erhebliche Abwärtsrisiken. Zudem warnt sie vor Übertreibungen am Immobilienmarkt.

ng. Reuters Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält unverändert am Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro fest. Eine Aufwertung des Frankens würde die Preisstabilität gefährden und hätte schwerwiegende Folgen für die Schweizer Wirtschaft, heisst es in der jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB. Sie sei weiterhin dazu bereit, Devisen in unbeschränkter Höhe zu kaufen.

Die internationale Unsicherheit werde auf absehbare Zeit andauern und treibe die Nachfrage nach sicheren Anlagen, führte SNB-Präsident Thomas Jordan an der Medienkonferenz aus. Die Wechselkurslage bleibe fragil, auch wenn im Zuge der Massnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Beruhigung eingetreten sei.

Auch an ihrer Nullzinspolitik rüttelt die SNB nicht. Das Zielband für den Dreimonats-Libor wird bei 0% bis 0,25% belassen. Bisher habe man beim Schweizerfranken-Libor keine geldpolitisch relevanten Verzerrungen festgestellt, sagte Direktoriums-Mitglied Fritz Zurbrügg.

Keine Inflationsgefahr
Die bedingte Inflationsprognose bleibt im Vergleich zum September grundsätzlich ebenfalls unverändert. Kurzfristig werde die Preisentwicklung durch eine etwas schwächere Konjunkturentwicklung in der Eurozone nochmals gedämpft, schreibt die SNB. Für 2012 sieht die Notenbank die Inflationsrate bei minus 0,7%. Für 2013 wird mit einer Inflationsrate von minus 0,1% und für 2014 von 0,4% gerechnet. Kurzfristig bestehe in der Schweiz somit keine Inflationsgefahr.

Erhebliche Wachstumsrisiken
Etwas weniger optimistisch ist dagegen der Konjunkturausblick. Für die Schweizer Wirtschaft sieht die SNB weiterhin erhebliche Abwärtsrisiken. Im dritten Quartal stieg das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) zwar wieder an. Für das vierte Quartal rechnet die Nationalbank jedoch mit einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Die Schuldenkrise in der Euro-Zone berge nach wie vor hohe Risiken. Zudem bleibe offen, wie stark die anstehende Haushaltskonsolidierung in den USA das Wachstum dämpfen werde.

Dies belaste die Stimmung an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft. Im Jahr 2012 dürfte das Wirtschaftswachstum unverändert rund 1% betragen. Für 2013 wird mit einem Wachstum von 1% bis 1,5% gerechnet. Während die allmähliche Wiederbelebung der Weltwirtschaft stützend wirke, dämpfe die starke heimische Währung die Exportdynamik und die Investitionsausgaben der Unternehmen. Auch die Binnennachfrage dürfte sich in den nächsten Quartalen verhalten entwickeln. Auch mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote wird gerechnet.

Fehlentwicklungen am Immobilienmarkt
Ferner weist die SNB auf Gefahren im Schweizer Finanzsystem hin. Die Risiken im Umfeld der Banken seien nach wie vor beträchtlich, führte Jean-Pierre Danthine, Vizepräsident des SNB-Direktoriums, aus. Zum einen bestehe weiterhin ein nicht vernachlässigbares Risiko einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise. Zum anderen vergrösserten sich die Fehlentwicklungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt. Insbesondere die Preise für verschiedene Wohnimmobilien seien im dritten Quartal wieder stark gestiegen. Gleichzeitig würden die Hypothekarkreditvolumen immer noch deutlich schneller wachsen als das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP).

Die Verschärfung der Eigenmittelanforderungen bei der Vergabe von Hypothekarkrediten und überarbeiteten Selbstregulierungsrichtlinien hätten somit noch zu keiner erkennbaren Trendwende am Hypothekar- und Immobilienmarkt geführt. Es sei aber nicht auszuschliessen, dass die Auswirkungen dieser Massnahmen zum Teil noch nicht erkennbar seien oder sich noch nicht in den verfügbaren Daten niedergeschlagen hätten. Vor allem angesichts der äusserst tiefen Zinssätze bestehe ein grosses Risiko, dass die Ungleichgewichte weiter wachsen würden und die Gefahr starker Preiskorrekturen mittelfristig steige. Vor diesem Hintergrund prüft die SNB regelmässig die Notwendigkeit einer Aktivierung des antizyklischen Kapitalpuffers.

Nach den Nachrichten zur geldpolitischen Lagebeurteilung zeigt sich der Schweizer Franken auf den Devisenmärkten etwas stärker. Der Euro ist zur Schweizer Währung wieder unter die Marke von 1,21 gefallen und notierte um 10.20 Uhr bei einem Tagestief von 1,2087 CHF. Auch der US-Dollar hat sich zum Franken leicht verbilligt und kostet noch 0,9250 Fr.

Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/snb-verteidigt-wechselkursuntergrenze-1.17888196

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von Es reicht ! - in AT am 13.01.13 17:09

Und wie nutz ihr das ? ich kann nur sagen wie ich es nutze:
e-chf long, Zinsen kassieren und so wie Freitag wenn es hoch springt am Abend verkauffen ......... wenn wir wieder tiefer sind rein gehen !
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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 17.01.13 10:21

Vermutlich macht es die Bank genau gleich. Nur warhscheinlich nicht mit Euro sondern mit Dollar. Anders kann ich es mir nicht erklären.

Der Verlust den die SNB eingefahren hat, machte sie wieder Wett mit anderen Devisen- und Goldgeschäften. Und Heute sind die neuesten Zahlen in der Presse erschienen, die dann per 7. März 2013 bestätigt werden sollten.

Die Schweizer Nationalbank erwartet für das Jahr 2012 einen Gewinn von satten 6 Milliarden Franken. Und der Eurokurs steigt weiterhin. Steht im Moment bei CHF 1.25. Somit könnte die Strategie, die die Nationalbank eingeschlagen hat aufgehen.

Ich persönlich glaube dies eigentlich noch nicht. Denn die ganze Wirtschaftslage stellt sich mir als unstabil dar.

Dank Fremdwährungen und Gold

SNB erwartet Gewinn von 6 Milliarden Franken

Publiziert: 17.01.2013, Aktualisiert: 08.02 Uhr

BERN - Das letzte Jahr war ein gutes für die Schweizerische Nationalbank. Sie machte einen Jahresgewinn von 6 Milliarden Franken. Das Jahr 2011 hatte sie allerdings noch mit einem Gewinn von 13,5 Milliarden Franken abgeschlossen.


Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) wird für das Geschäftsjahr 2012 einen Gewinn von etwa 6 Milliarden Franken ausweisen können. Die Fremdwährungspositionen haben rund 4,7 Milliarden Franken zum positiven Ergebnis beigetragen. Der Anstieg des Goldpreises hat zudem zu einem Bewertungsgewinn von 1,4 Milliarden Franken auf dem Goldbestand geführt.

Eine Milliarde für Bund und Kantone
Die Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven wird 3,6 Mrd. Franken des Stammhausgewinns absorbieren. An Bund und Kantone wird vereinbarungsgemäss 1 Milliarden Franken ausgeschüttet. Der restliche Gewinn wird der Ausschüttungsreserve zugewiesen, die damit auf rund 5,3 Milliarden Franken steigen wird.

Das Konzernergebnis wird dank des Gewinnbeitrags des Stabilisierungsfonds höher ausfallen.

Vor zwei Jahren steckte die SNB in den tiefroten Zahlen
Im Vorjahr erzielte die SNB noch einen Gewinn von 13,5 Milliarden Franken. Auch zu diesem Ergebnis hatten massgeblich Gewinne auf Devisenanlagen und der Anstieg des Goldpreises beigetragen. 2010 resultierte noch ein tiefrote Minus von 19,2 Milliarden Franken.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen der Konzernrechnung und mit dem Ergebnis des Stabilisierungsfonds wird am 7. März 2013 veröffentlicht werden, der Geschäftsbericht am 4. April 2013. (cst)

Quelle: http://www.blick.ch/news/wirtschaft/snb-erwartet-gewinn-von-6-milliarden-franken-id2172519.html

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 17.01.13 10:26

Und dies wurde erst gerade vor wenigen Minuten veröffentlicht.

Der Herr Junker hat gesprochen und der Kurs fällt bereits wieder und die Medien jammern schon wieder und die Börsen brechen in tränen aus.

Habs ja nur geahnt, dass dem nicht so sein kann.

Die EU und die EZB schaufeln sich selbst das eigene Grab.

Bei 1.24 war Schluss

Juncker lässt den Euro wackeln

Publiziert: 17.01.2013, 09:45 Von Ulrich Rotzinger


Und plötzlich steigt der Euro nicht mehr: Nachdem die Gemeinschaftswährung deutlich über 1.24 Franken lag, brach sie am Mittwoch wieder ein. Grund: Jean-Claude Juncker bezeichnete den Kurs als zu hoch.


Die Kletterpartie des Euro endete gestern Mittwoch unvermittelt: Nachdem die Gemeinschaftswährung zuletzt auf über 1.2414 Franken angestiegen war, fiel der Eurokurs auf 1.2332 zurück. Der Grund: Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker versetzte dem Euroeinen Schlag, indem er den Wechselkurs am späten Dienstagabend öffentlich «als gefährlich hoch» bezeichnete.

Zwar meinte er damit mehr den Euro-Höhenflug zum Dollar. Doch seine Kritik liess auch den Franken wieder stärker werden.

Einen Euro-Absturz verursachte Juncker aber nicht. EZB Ratsmitglied Ewald Novotny und Deutschlands Wirtschaftsminister Philipp Rösler widersprachen dem Eurogruppen-Chef gestern: «Das sehen wir absolut nicht so», sagt Rösler.

Klar ist: Auch wenn der Euro in den nächsten Tagen wieder auf über 1.24 Franken klettert, bleibt er anfällig für Rückschläge.

Würden nur einige «negative» Nachrichten aus der Eurozone kommen, wäre die «Herrlichkeit» rasch wieder vorüber, warnen Devisenprofis der Zürcher Kantonalbank vor zu viel Euphorie. So hat die deutsche Bundesregierung die Wachstumsprognose für 2012 auf 0,4 Prozent kräftig nach unten korrigiert. In Grossbritannien steht ein EU-Austritt im Raum (siehe Artikel rechts).

Für Euro-Schocks sorgten in der Vergangenheit auch die Ratingagenturen. Moody’s, Fitch und Co. müssen sich ab dem Frühjahr allerdings an schärfere Regeln halten, beschloss die EU gestern. So dürfen sie EU-Staaten nur noch zu festen Terminen bewerten. Heute Donnerstag Morgen liegt der Eurokurs wieder deutlich über 1.24 Franken.

Quelle: http://www.blick.ch/news/wirtschaft/juncker-laesst-den-euro-wackeln-id2172605.html

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Der Kurs des Euro steigt und steigt

Beitrag von bushi am 17.01.13 11:01

Der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar steigt kontinuierlich an
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/3219294/kurs-des-euro-steigt-steigt.story

Abschwächung des Schweizer Frankens zu den beiden Hauptwährungen Euro und US-Dollar
http://www.cash.ch/news/boersenkommentar/aktien_schweizeroeffnung_erneut_fester_eurchf_deutlich_ueber_124-3018981-438
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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 17.01.13 11:29

Ja, das war Gestern. Sieht aber bereits wieder anders aus.

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von bushi am 17.01.13 13:15

fidelio777 schrieb:Ja, das war Gestern.
ist das alles Schimäre
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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von Es reicht ! - in AT am 20.01.13 21:44

wie viel Gewinn habt ihr gemacht ? (noch offen nach dem TeilVK)



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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 22.01.13 14:46

Es reicht ! - in AT schrieb:wie viel Gewinn habt ihr gemacht ? (noch offen nach dem TeilVK)



Very Happy

Die SNB erwartet einen Gewinn von 6 Milliarden Franken. Mal sehen ob dem wirklich so ist.

Ich habe keinen Gewinn gemacht, weil ich eh schon kein Geld habe. Somit kann ich nicht mal spekulieren und bin darüber nicht einmal traurig.

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 12.04.13 14:42

Hier ist das strategie Papier des Bundes zur Eurokriese.

Sehr interessant, was da so alles an die Presse sickert.

Beim durchlesen dieses Artikels, kommt es mir so vor, als die gewusst hätten was kommt.

Oberaufsicht

Finanzdelegation wurde von Bundesrat über Notfallplan informiert

10.04.2013; 13:00Uhr

Angesichts der Finanzkrise im Euroraum gibt es in der Schweiz einen Notfallplan: Der Bundesrat hat Massnahmen formuliert für den Fall, dass die Geldpolitik alleine den Frankenkurs nicht mehr stabilisieren kann. Dies schreibt die Finanzdelegation der Eidgenössischen Räte in ihrem Jahresbericht.


Die Finanzdelegation (FinDel) hatte vergangenen Sommer vom Bundesrat wissen wollen, ob er vorbereitet sei, falls sich die Lage im Euroraum weiter verschärfe. Der Bundesrat informierte die Delegation in der Folge in einem vertraulichen Bericht über seine Pläne, wie es im am Freitag veröffentlichten Jahresbericht heisst.

Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf habe auf das Risiko verwiesen, dass die Versicherungen aufgrund des tiefen Zinssatzes nicht genügend Mittel erwirtschaften könnten, um die Ansprüche zu decken, schreibt die FinDel.

Angaben zu möglichen Massnahmen enthält der Jahresbericht nicht. Die Finanzdelegation betont indes, im Lichte der Erfahrungen mit Geschäften wie Swissair oder UBS sei von grosser Bedeutung, dass sie vom Bundesrat rechtzeitig über allfällige von ihr zu bewilligende Massnahmen informiert werde.

Das Gremium, das im Auftrag des Parlaments die Oberaufsicht über den Bundesrat ausübt, hat sich vergangenes Jahr auch mit Umstrukturieren in der Bundesverwaltung befasst. Dabei stellte es einen Trend zu mehr Chefs fest: Wird ein Bundesamt reorganisiert, führt dies tendenziell dazu, dass zusätzliche Kaderstellen geschaffen oder Angestellte in höhere Lohnklassen eingereiht werden.

Mittelfristig könnte diese Entwicklung die Konsistenz des Lohngefüges gefährden und zu Mehrkosten führen, hält die FinDel fest. Zwar anerkenne sie, dass im Einzelfall eine höhere Einstufung begründet sein möge. Das Argument, die Anforderungen seien gestiegen, überzeuge sie aber nicht. Dies würde wohl auf eine Vielzahl der Bundesbediensteten zutreffen.

Ein Dorn im Auge sind der Finanzdelegation ferner Lohnzulagen in der Bundesverwaltung. Im vergangenen Jahr hat sie mit verschiedenen Departementen Gespräche über deren spezifische Zulagen geführt. Nun werde sie die Situation analysieren und über das weitere Vorgehen entscheiden, schreibt die Delegation.

2010 hat der Bund für sämtliche Zulagen rund 109 Millionen Franken aufgewendet, wovon rund 86 Millionen Franken auf departementsspezifische Zulagen entfielen. Dies mache zwar nur gut zwei Prozent der Lohnsumme aus, doch handle es sich absolut gesehen um respektable Beträge, schreibt die Finanzdelegation.

Zufrieden ist sie mit dem Entscheid des Bundesrates, das Privileg eines voll finanzierten Altersrücktritts mit 58 Jahren für Berufsmilitärs und Grenzwächter zu streichen. Die heutigen Regelungen hatte die FinDel in früheren Berichten kritisiert.

Von der aktuellen Kritik betroffen ist die elektronische Geschäftsverwaltung (GEVER). Seit rund einem Jahr werden die Bundesrats- und Parlamentsgeschäfte von allen Departementen gemäss Bundesstandard elektronisch abgewickelt. Die Umsetzung erfolgte dezentral. Aus diesem Grund sei es heute nahezu unmöglich, die Gesamtkosten nachträglich zu eruieren, kritisiert die FinDel.

Weiterhin im Visier hat sie ausserdem die Beschaffungen der Bundesverwaltung. Bis das Beschaffungscontrolling voll wirksam ist, will sie die freihändigen Vergaben eng begleiten. Auch Informatik-Projekte wollen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier nach dem INSIEME-Debakel im Auge behalten. Probleme gibt es etwa bei der Zollverwaltung, der für geplante Informatik-Projekte rund 20 Millionen Franken fehlen.

Aus Sicht der Finanzdelegation ist dies bezeichnend: Über Jahre hinweg würden zwar die nötigen Mittel für Investitionen bereitgestellt. Den höheren Betriebs- und Wartungskosten als Folge der grösseren Komplexität und des zunehmenden Alters der Systeme werde jedoch nicht oder zu wenig Rechnung getragen. Den Massnahmen zur umfassenden Planung von Informatikprojekten komme deshalb grösste Bedeutung zu. (SDA)

Quelle: http://www.blick.ch/news/schweiz/finanzdelegation-wurde-von-bundesrat-ueber-notfallplan-informiert-id2268702.html

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Nationalbank redet den Franken schlecht

Beitrag von fidelio777 am 19.04.13 15:50

So, da haben wir es mal wieder. Der Präsident von der Nationalbank der Schweiz, hat wieder einmal etwas gesagt und die schon vor einiger Zeit. Nun hat es doch noch den Weg an die Öffentlichkeit gefunden. Und es schägt nicht mal mehr hohe Wellen der Entrüstung.

Aber eben was soll es? Wir sind es uns ja gewohnt. Alles was über staatliche Institutionen geschrieben wird, wird so lange geheim gehalten bis es irgendwann jemandem Gelingt dies an die Öffentlichkeit zu bringen. Und da wundern sich dann diese Herren wie das geschehen konnte.

Nun kommt da ein Präsident daher und schwatzt dann noch solchen nonsens von wegen, der Franken sei stark und so. Der Yen sei doch wesentlich stärker als beide Währungen zusammen.

Bin ja gespannt ob der zu einem Rücktritt aufgefordert wird oder nicht.

Ich vermute eher nicht.

Dollar und Yen laut Studie sicherer

Nationalbank redet den Franken schlecht
Der US-Dollar, der Yen und das Pfund sind eine bessere Absicherung gegen globale Risiken als der Franken», heisst es in der SNB-Studie.

Publiziert: 00.00 Uhr, Aktualisiert: 00.22 Uhr
Von Claudia Gnehm


Wie auch immer die Schweiz sich verändert, unsere Währung bleibt für verängstigte Investoren unverrückbar der sicherste Hafen.

Und jetzt das! Stimmt gar nicht, heisst es in einer neuen Studie von Ökonomen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Ihr Fazit: «Der US-Dollar, der Yen und das Pfund sind eine bessere Absicherung gegen globale Risiken als der Schweizer Franken.»

Dieses Resultat erstaunt, hat die SNB doch seit je gegen den Ansturm auf den Franken als Zufluchtsort zu kämpfen. Auch Nationalbankpräsident Thomas Jordan betonte immer wieder, die SNB werde einer übermässigen Franken-Aufwertung entschieden entgegentreten, weil die Flucht in den Franken der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stark schade.

Laut Jordan hielt die Flucht in den Franken auch nach der Einführung der 1.20-Franken-Untergrenze zum Euro an. «Der Franken bleibt auch bei 1.20 pro Euro hoch bewertet», sagte er. Die Negativzinsen – von den Grossbanken Ende 2012 eingeführt, um übermässige Geldzuflüsse von Auslandbanken zu bremsen – sah er als sinnvoll an.

kurzfristiges Aufbäumen des Dollars nicht überbewerten
Nun setzt die SNB eine Studie in die Welt, in der unsere Währung als sicherster Hafen schlechtgeredet wird. Versucht die SNB damit, das Interesse der Investoren auf andere Währungen zu lenken? Jordan weiss, Worte können viel bewirken. Seine wiederholte Durchsage, die Untergrenze unter allen Umständen zu verteidigen, hat jedenfalls viele Spekulanten abgeschreckt.

Dennoch sieht UBS-Währungsexperte Thomas Flury in der Studie keine Stimmungs­mache gegen die Attraktivität des Frankens als Fluchthafen. Die Studie sei über Jahre vorbereitet worden. Aus seiner Sicht wurde aber eine zu kurze Zeitspanne untersucht: «Der Dollar war die letzten zehn Jahre vor allem bei Krisen der Gewinner.» Ein kurzfristiges Aufbäumen des Dollars dürfe nicht überbewertet werden.

Was die Studie gar nicht berücksichtige, seien zudem die Aussichten für die Fluchtwährungen. Flury: «Die USA und ­Japan stehen mit einer hohen Verschuldung und aggressiven Geldpolitik längerfristig schlechter da als die Schweiz. Die Voraussetzungen für den Franken als längerfristig sicheren Hafen sind dagegen sehr intakt.»

Bei der SNB heisst es, die Meinungen in den Studien ihrer Ökonomen müssten nicht mit der Auffassung der SNB übereinstimmen.

Quelle: http://www.blick.ch/news/wirtschaft/nationalbank-redet-den-franken-schlecht-id2276059.html

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von BunterKanzler am 19.04.13 16:19

Die Schweizer Regierigen wollen es eben in vorauseilendem Gehorsam den USA und der EU in allen Punkten recht machen und geben dafür die nationalen Interessen der Schweiz auf.
Genau deshalb wird auch der Schweizer Franken zusammen mit dem Euro baden gehen und die Schweiz nicht als Insel abseits der weltweiten Probleme stehen können, wie die letzten hunderte Jahre. Stellt Euch in der Schweiz schon mal auf härtere Zeiten ein…
Splendid isolation, das war einmal…
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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 22.04.13 8:45

BunterKanzler schrieb:Die Schweizer Regierigen wollen es eben in vorauseilendem Gehorsam den USA und der EU in allen Punkten recht machen und geben dafür die nationalen Interessen der Schweiz auf.
Genau deshalb wird auch der Schweizer Franken zusammen mit dem Euro baden gehen und die Schweiz nicht als Insel abseits der weltweiten Probleme stehen können, wie die letzten hunderte Jahre. Stellt Euch in der Schweiz schon mal auf härtere Zeiten ein…
Splendid isolation, das war einmal…

Dass die Schweiz alles den USA und der EU recht machen wollen und dies auch tun, ist mir selbst schon lange bewusst. Und glaube mir, es gibt hier in der einige die dieses Schauspiel durch schaut haben.

Und die Hochpreis Insel Schweiz wird noch anderes erleben dürfen. Da wird dann auch alles Geschäfte machen nichts mehr nützen, wie anno dazumal von 1938-1945, als sie mit dem dritten Reich ihre Geschäfte machten und dies immer schön verneinten. Der AH nahm die Schweiz nur deswegen nicht ein obschon er es ihnen angedroht hatte.

Dieses mal werden wir nicht verschont bleiben. Die Schweiz macht mit ihrer wohlgefallen Politik nicht das grosse Geschäft. Es ist wirklich nur noch eine Frage der Zeit.

Die Schweiz importierte zum Beispiel 5,6% weniger aus Deutschland, dies könnte zu einem Boomerang werden für die Schweiz. Die Deutschen könnte sich sagen, so nun importieren wir auch weniger aus der Schweiz weil es uns einfach zu Teuer wird.

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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von bushi am 22.04.13 9:39

fidelio777 schrieb: Da wird dann auch alles Geschäfte machen nichts mehr nützen, wie anno dazumal
Die goldenen Standbeine der Schweizer waren
Bankgeheimnis,
Handel mit Goldbarren (u.a. Russengold),
Waffenverkauf (Oerlikon);
aber mit ihren Großkonzernen sitzen die Schweizer längst schon in der EU.
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Re: Die Schweiz will an der Untergrenze des Wechselkurses vom Euro festhalten.

Beitrag von fidelio777 am 22.04.13 11:32

bushi schrieb:
fidelio777 schrieb: Da wird dann auch alles Geschäfte machen nichts mehr nützen, wie anno dazumal
Die goldenen Standbeine der Schweizer waren
Bankgeheimnis,
Handel mit Goldbarren (u.a. Russengold),
Waffenverkauf (Oerlikon);
aber mit ihren Großkonzernen sitzen die Schweizer längst schon in der EU.

Und lassen sich von denen alles diktieren. Auch bei den Bilderberger sind sie ja dabei und das nicht zu knapp.


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Die SNB-Bilanz wird zum Selbstläufer

Beitrag von fidelio777 am 30.04.13 15:31

So, die Schweizerische Nationalbank macht mit ihrer fahrlässigen Geldpolitik einen Riesengewin im ersten Quartal von sage und schreibe 11,2 Milliarden Franken.

Was geschieht, wenn plötzlich alles zusammenbricht?

Nun nicht viel, sie werden ja vom Staat abgedeckt. Und danach beginnt das grosse jammern.

Gewinn der Nationalbank

Die SNB-Bilanz wird zum Selbstläufer

Wirtschaftsnachrichten, 30.04.2013

Dank Wechselkurs-und Bewertungsgewinnen weisen die Währungshüter für das erste Quartal 2013 einen Konzerngewinn von 11,2 Mrd. Fr. aus. Gleichzeitig steigen aber auch die Bilanzrisiken.


mla. Rekordhohe Devisenbestände von 446 Mrd. Fr. in der Bilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) machen es möglich: Dank Wechselkurs-und Bewertungsgewinnen weisen die Währungshüter für das erste Quartal 2013 einen Konzerngewinn von 11,2 Mrd. Fr. aus. Hauptverantwortlich für den Gewinn waren der seit Jahresbeginn bis Ende März gegenüber dem Franken um 4% gestiegene Dollar und der um 0,9% gestiegene Euro sowie gestiegene Aktienkurse, die 4,9 Mrd. Fr. zum Erfolg beigetragen haben.

SNB-Bilanz über 85% des BIP
Der hohe Gewinn im ersten Quartal darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass aufgrund der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte die Erfolgsrechnung rasch ins Negative umschlagen kann. Jüngstes Beispiel dafür war das Ergebnis im Abschlussquartal 2012, als ein Verlust von über 10 Mrd. verbucht werden musste. Führte damals beispielsweise die Abschwächung des Yen (Anteil von 9% an den Devisenreserven) zu wechselkursbedingten Verlusten, überwogen im ersten Quartal nun Wechselkursgewinne auf den beiden anteilsmässig wichtigsten Währungen (Dollar: Anteil an Devisenreserven von 27%, Euro: 48%) die Verluste auf dem Yen und dem Pfund.

Unterschiedlich entwickelten sich auch die Obligationen- und Aktienkurse, so dass auf Zinspapieren ein Verlust von 0,9 Mrd. Fr. und auf Aktien dank günstigem Börsenumfeld wie erwähnt ein Gewinn von 4,9 Mrd. Fr. resultierte. Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand entstand im ersten Quartal ein Bewertungsverlust von 0,1 Mrd. Fr.

Die Erträge aus den Devisenanlagen und die Bewertungseffekte haben die Bilanz der SNB weiter anschwellen lassen. Per Ende März 2013 belief sich die Bilanz auf 519 Mrd. Fr (506 Mrd. Ende 2012), was über 85% des Bruttoinlandprodukts der Schweiz ist. Die hohen Devisenbestände machen demnach nicht nur hohe Gewinne möglich, sie führen auch dazu, dass die Bilanz bei entsprechender Marktentwicklung gewissermassen ohne Zutun der Nationalbank stetig weiter steigen kann. Dieses «Selbstläufertum» erhöht aber letztlich die Risiken für die SNB und wird die Bilanzreduktion, wenn die Devisen einmal nicht mehr benötigt werden, umso schwieriger gestalten. Die SNB sollte dieses Bilanzwachstum im Auge behalten und nach Möglichkeit bremsen. Immerhin konnte das Darlehen an den Stabilisierungsfonds weiter von 4,4 Mrd. Fr. auf 3,3 Mrd. Fr. reduziert werden. Damit ist das Gesamtrisiko für die SNB aus der Stützungsaktion für die UBS von 5,1 Mrd. Fr. auf 4 Mrd. Fr. zurückgegangen.

Aktienbestand wächst
Bei der Zusammensetzung der Devisenanlagen ergaben sich kaum Veränderungen gegenüber dem Vorquartal. Der Bestand an Staatsanleihen hat sich weiter verringert, von 82% aller Anlagen auf 78%, während der Aktienanteil von 12% auf 15% gestiegen ist. Dafür verantwortlich dürfte aber eher die unterschiedliche Kursentwicklung sein als eine aktive Portfolioumschichtung. Die Qualität der zinstragenden Anlagen hat sich ebenfalls weiter verringert. Per Ende März 2013 hatten noch 76% dieser Anlagen ein AAA-Rating (78% im Vorquartal).

Quelle: http://www.nzz.ch/aktuell/wirtschaft/wirtschaftsnachrichten/die-snb-bilanz-wird-zum-selbstlaeufer-1.18073632

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