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Da wurde wenigstens ein Urteil gefällt in einem anderen Raser Prozess.

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Da wurde wenigstens ein Urteil gefällt in einem anderen Raser Prozess.

Beitrag von fidelio777 am 27.03.12 15:24

In der ersten Instanz wurden diese Raser mit Samthandschuhen angefasst. Dieses Urteil wurde dann von dem Staatsanwalt wie von der Verteidigung weiter gezogen. Nun hat die nächst höhere Instanz die Strafen verschärft.

Nach meiner Auffassung sind diese Strafen immer noch zu lasch.

Mutter des Todesopfers


«Ich hoffe, dass die drei das Urteil annehmen»


Die drei Raser von Schönenwerd sind im Berufungsprozess zu härteren Strafen verurteilt worden. Die Mutter des Todesopfers Lorena W. litt schrecklich während dem Prozess.


Die Würfel sind gefallen: Das Solothurner Obergericht hat für alle drei Raser von Schönenwerd höhere Strafen ausgesprochen als die erste Instanz. Der Hauptangeklagte Nekti T. muss sechs Jahre ins Gefängnis, die beiden Mitangeklagten Vedran B. und Cemal A. bekamen eine teilbedingte Freiheitsstrafe von je 36 Monaten.

Zum verhängnisvollen Unfall war es in der Nacht zum 8. November 2008 gekommen. Dabei wurde die 21-jährige Lorena W. getötet. Für ihre Mutter, Brigitte W., war der Berufungsprozess die reinste Tortur. «Ich hoffe, dass die drei das Urteil annehmen, es war für mich schrecklich, ihnen an den Prozessen begegnen zu müssen», sagt sie zu 20 Minuten Online. «Sie haben meine Familie zerstört.» Sie gebe sich mit dem neuen Urteil zufrieden, aber Genugtuung verspüre sie keine. «Meine Tochter wird durch das Urteil nicht wieder lebendig.»

«Rasen ist ein Gewaltdelikt»

Franziska R.s Tochter wurde ebenfalls bei einem Raserunfall getötet. Mittlerweile ist sie mit Brigitte W. befreundet. «Rasen ist ein Gewaltdelikt. Die drei Angeklagten haben Autos als Waffen eingesetzt», sagt Franziska R. Es fresse sie fast auf, wenn sie sehe, dass solche Täter noch frei herumlaufen. «Bei jedem solchen Fall kommt mir der Tod meiner Tochter wieder hoch.» Ihr Mitleid für die Täter halte sich in Grenzen.

Strafrechtsprofessor und SP-Nationalrat Daniel Jositsch begrüsst das Urteil: «Ich finde es richtig, dass alle drei Raser vom Obergericht härter bestraft wurden.» Schönenwerd sei ein besonders schwerer Fall, weshalb diese Urteile gerechtfertigt seien.

Road Cross schreibt in einer Mitteilung, das Urteil des Solothurner Obergerichts stelle einen schlüssigen Schritt zur angemessenen Bestrafung von Rasern dar. «Wir sind erfreut über das deutliche Zeichen», heisst es weiter. Road Cross setze sich weiter für den Schutz vor Rasern ein.

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/dossier/raser/story/25210759

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Re: Da wurde wenigstens ein Urteil gefällt in einem anderen Raser Prozess.

Beitrag von fidelio777 am 27.03.12 15:27

Es ist nur zu hoffen, dass die das Urteil nicht noch weiterziehen werden an die Oberste Instanz.

Wer so Autofährt, nimmt ganz bewusst in Kauf, dass er mit dem Leben anderer Menschen spielt und den Tod dieser Menschen in Kauf nimmt.

Solothurner Obergericht


Härtere Strafen für die Raser von Schönenwerd


Die Urteile im Berufungsprozess gegen die drei Raser sind gesprochen. Der Hauptangeklagte Nekti T. muss für sechs Jahre hinter Gitter und auch die beiden Mitangeklagten erhalten höhere Strafen.


Im Gegensatz zur Vorinstanz geht das Solothurner Obergericht von einem «Kräftemessen» aus, das sich die Raser von Schönenwerd geliefert hatten. Dementsprechend sehen die Urteile aus: Der 22-jährige Hauptangeklagte Nekti T. erhält eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren und damit eine härtere Strafe als in erster Instanz. Beim Unfall starb 2008 die 21-jährige Lorena W.

Nekti T. wurde der vorsätzlichen Tötung, der vorsätzlichen schweren und vorsätzlichen einfachen Körperverletzung sowie der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln schuldig gesprochen. Der Grieche habe mit seiner Fahrt nicht nur einen schweren Unfall, sondern auch Tote oder Verletzte in Kauf genommen, sagte der Obergerichtspräsident bei der Urteilsverkündung.

Staatsanwaltschaft forderte sieben Jahre

Das Amtsgericht Olten-Gösgen hatte den heute 22-jährigen Griechen im Oktober 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 8 Monaten verurteilt. Verteidigung und Staatsanwaltschaft zogen das Urteil weiter.

Vor Obergericht forderte die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Die Verteidigung plädierte auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten und auf eine Geldbusse.

Auch härtere Strafen für die beiden Mitangeklagten

Das Obergericht verhängte auch gegen die beiden Mitangeklagten Vedran B. und Cemal A. deutlich härtere Strafen als das Amtsgericht. Das Obergericht sprach die heute je 21-Jährigen der fahrlässigen Tötung schuldig sowie der fahrlässigen schweren Körperverletzung und der fahrlässigen einfachen Körperverletzung.

Das Obergericht verurteilte sie zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von je 36 Monaten. 12 Monate müssen die beiden Männer absitzen. In erster Instanz waren der Kroate und der Türke wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln zu teilbedingten Freiheitsstrafen von je 28 Monaten verurteilt.

«Kräftemessen geliefert»

Die drei jungen Männer hatten sich in ihren drei Autos gemäss Obergericht vor dem tödlichen Unfall zwischen Aarau und Schönenwerd ein Kräftemessen geliefert. Zu Beginn hätten sie in Aarau jedoch kein eigentliches Rennen abgemacht.

Beim Raserunfall von Schönenwerd war die 21-jährige Schweizerin Lorena W. in der Nacht auf den 8. November 2008 ums Leben gekommen. Sie sass auf dem Rücksitz des Autos, in welches das vorderste der drei Raserautos prallte. Am Steuer dieses Autos sass der nun verurteilte Nekti T. Er war innerorts mehr als 100 Kilometer pro Stunde schnell gefahren. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

Road Cross hat bereits auf das Urteil reagiert. Man sei erfreut über das deutliche Zeichen der Solothurner Justiz. Raser müssten angemessen bestraft werden.


Quelle: http://www.20min.ch/panorama/news/story/11756636

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Re: Da wurde wenigstens ein Urteil gefällt in einem anderen Raser Prozess.

Beitrag von fidelio777 am 27.03.12 15:32

Wie schon gesagt, es wäre nichts als rechtens, wenn solche Autofahrer, egal was für eine Nationalität sie haben, die Strafen sollten viel härter ausfallen.

Nie mehr Autofahren dürfen und Haftstrafen die für Mord ausgesprochen werden müsste.


Raser-Prozess

«Es braucht eigene Gesetze für Raser»


Strafrechtsprofessor Martin Killias begrüsst das Urteil für die drei Raser von Schönenwerd. Weil die Rechtsprechung schwankt, fordert er aber Gesetzesartikel für rücksichtsloses Fahren.


Sind die härteren Urteile für die Raser von Schönenwerd angemessen?

Martin Killias*: Es ist kein dramatischer Unterschied zur vorangehenden Instanz. Dass der Haupttäter wegen eventualvorsätzlicher Tötung verurteilt wird, ist sicher vertretbar.

Wird das Bundesgericht dieses Urteil bestätigen?

Die Rechtsprechung schwankt in der Raserfrage stark. Im Einzelfall ist es schwierig zu sagen, wie das Bundesgericht entscheiden wird.

Wieso ist das so?

Das Problem ist die Abgrenzung zwischen fahrlässiger und eventualvorsätzlicher Tötung. Eventualvorsätzlich bedeutet, dass der Lenker bewusst in Kauf genommen hat, durch seine riskante Fahrweise jemanden zu töten. Dies nachzuweisen ist sehr schwierig. Ich habe selbst Mühe, meinen Studenten zu erklären, wann man von Eventualvorsatz ausgehen kann und wann nicht.

Für den Beschuldigten ist es aber ein entscheidender Unterschied.

Ja, bei der Auslegung ist der Grat sehr fein, beim Strafmass hingegen ist der Unterschied gross. Hier geht es um höchstens drei Jahre für fahrlässige Tötung und mindestens fünf Jahre für vorsätzliche Tötung. Strafen bis zu drei Jahren werden immer bedingt oder teilbedingt ausgesprochen. Das führt zum Teil zu sehr milden Urteilen.

Braucht es neue Gesetze für Raser?

Meiner Meinung nach unbedingt. Der Gesetzgeber sollte etwas eigenes Schaffen nach dem Vorbild des «Reckless Driving» (Rücksichtsloses Fahren) aus den USA. Raser handeln immer absolut unverantwortlich und rücksichtslos. Das sollte massgebend für die Bestrafung sein, nicht ihr möglicher Vorsatz.


*Martin Killias ist Professor für Straf-, Strafprozessrecht und Kriminologie an der Universität Zürich

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/mittelland/story/-Es-braucht-eigene-Gesetze-fuer-Raser--11145640

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Re: Da wurde wenigstens ein Urteil gefällt in einem anderen Raser Prozess.

Beitrag von fidelio777 am 28.03.12 9:44

Das Urteil wird vom Täter angefochten. Laut seinem Anwalt ist es ein Urteil das nicht dem Rechtsempfinden entspricht. Der Täter wird nun vor das Bundesgericht gehen. Laut einem Bericht der Zeitung 20 Minuten in der Printausgabe von heute Morgen.



Ich kann nur hoffen, dass die Richter dieses Urteil noch höher ausfallen lassen und diese auch des Landesverweisen werden.

Die haben ein Auto schlicht und einfach zur Waffe gemacht. Der Unfallverursacher hat ganz einfach den VW Golf abgeschossen. Auf dem Rücksitz befand sich die junge Frau die gestorben ist.

Die Bilder sprechen wohl für sich.


Das ist das Bild des Unfallverursachers.


Raser Schönenwerd
Der beschädigte VW Golf nach dem Unfall in der Nacht vom 8. November 2008.



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Re: Da wurde wenigstens ein Urteil gefällt in einem anderen Raser Prozess.

Beitrag von fidelio777 am 28.03.12 14:14

Und wieder ging einer ins Netz. Mit 143 km/H Innerorts.

Man staune, dass dieser Fahrer erst 2 Monate den Führerschein besitzt. Ich denke der fährt eine ganz weile nicht mehr Auto. Oder eben doch? Es handelt sich ja um einen kosovaren. Die sind ja so was von unschuldig. Und der Kommentar des schuldigen lässt auch aufhorchen.

Ich habe ja nie einen Seich (Unsinn) gemacht. Toll diese Ausrede.

Schönenwerd


Mit 143 km/h durch Dulliken: der Fahrer kommt aus Schönenwerd


Schönenwerd ist um einen Raser reicher: Der 18-Jährige, der am Sonntag mit sage und schreibe 143 km/h durch Dulliken raste, kommt wie die am Dienstag verurteilten Raser aus dieser Gemeinde.


Es soll sich beim Fahrer um einen Kosovaren handeln, der den Führerschein erst seit zwei Monaten besitzt. Laut «Blick» soll dieser selbst die Raser, die gestern vor Obergericht verurteilt wurden, gekannt haben. Das hielt ihn aber nicht davon ab, mit über 90 km/h zu viel auf dem Tacho durch Dulliken zu brausen.

«Ich habe ja noch nie einen Seich gemacht», sagt der 18-Jährige gegenüber dem Boulevardblatt. Er habe zwei Nächte nicht schlafen können, erzählt er. Auch bei der Arbeit habe er sich abgemeldet. «Mit geht es psychisch nicht gut.»

Autos gehören der Familie

Sein Vater schämt sich für den 18-Jährigen. Der Audi A4, mit dem der Raser unterwegs war, sowie ein BMW gehören ihm. «Es sind Occasions-Wagen. Sie gehören der Familie», erklärt er. Alle dürften mit den beiden Autos fahren. Dass sein Sohn gerast sei, tue ihm leid. Er könne aber nichts dafür, denn sein Sohn sei ja erwachsen. (ldu)

Quelle: http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/mit-143-kmh-durch-dulliken-der-fahrer-kommt-aus-schoenenwerd-123694293

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