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Verbrechen des Stalinismus zwar schrecklich, aber KEIN Völkermord

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Verbrechen des Stalinismus zwar schrecklich, aber KEIN Völkermord

Beitrag von politikjoker am 14.07.11 3:52

Litauen forderte nach Angaben von Sitzungsteilnehmern, auch stalinistische Verbrechen unter die strafbaren Tatbestände im Beschluss gegen Rassismus aufzunehmen.

Die litauische Delegation sah sich an eine Entschließung ihres Parlaments gebunden, das den EU-Rahmenbeschluss ohne eine solche Ergänzung nicht in nationales Recht umsetzen will.

Diplomaten hielten dagegen, dass die Verbrechen des Stalinismus zwar schrecklich, aber kein Völkermord im Sinne des Internationalen Strafgerichtshofs gewesen seien.
*schaut nur ungläubig in den Monitor, einfach nicht fassen könnend, was er da liest*

devil devil
Shocked BITTE WAS ???? Shocked
121 121

Verstehe.

Ungefähre Schätzung der Opfer der Nazis alles in allem: 17,2 + 15,8 = 33 Mio Menschen

= Völkermord (davon 13 Mio. Opfer vergleichbar mit Stalin-Wahnsinn)

Ungefähre Schätzung der Opfer Stalins alles in allem: 0,05 (zehntausende wurden erschossen) + 0,5 (hunderttausende kamen in der Haft um) + 3 (von den 10 Mio ausgesiedelten Bauern kam ein großer Teil nicht um) + 6 + 10 + 1 + 10 (1941-1946) + 1 ~ 31,55 Mio Menschen

= KEIN Völkermord (davon scheinbar 0 Kriegsopfer)

Diese Opfer waren übrigens zum größten Teil "Willkür-Opfer" eines unglaublich bösen Menschen, eher eines waschechten Dämonen in Menschengestalt, der beinahe aus Jux und Tollerei - oder weil er es sich einfach so einbildete - seinen EIGENES VOLK bestialisch verrecken lies oder abschießen ließ, wie Hunde.

Die Millionen Opfer von Lenin wurden noch gar nicht mal behandelt!

Und das ist "nur" eine vorsichtige Schätzung, da es über dieses Grauen und diese Zeiten kaum gute Statistiken gibt / gemacht wurden.
Andere Quellen berichten von ganz anderen Zahlen - nämlich 60 Mio. (!) Opfern.

Diese ultra hohe Zahl wird aber eher glaubwürdig (!), kennt man dazu nicht-linke Dokus - die einzige seriöse Quelle diesbezüglich:
http://www.forum-politik.at/t3247-kommunismus-terror-wurzel-nationalsozialismus-sozialismus-spo

Die Macher der Videos gefallen mir noch immer nicht - aber sie sind leider einfach die einzige ernstzunehmende Quelle. Crying or Very sad
Wie gesagt: "Ich frage nicht den Satan, was er von seinen eigenen Morden hält."


*PURES, NAMENLOSES ENTSETZEN*
Politik Joker


Zuletzt von politikjoker am 14.07.11 5:12 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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politikjoker
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Re: Verbrechen des Stalinismus zwar schrecklich, aber KEIN Völkermord

Beitrag von politikjoker am 14.07.11 3:54

Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und des Zweiten Weltkriegs

Eine genaue Statistik der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Europa läßt sich mangels vollständiger Unterlagen ebenso wenig erstellen wie eine Gesamtbilanz der Verluste durch Kriegshandlungen und deren Folgen während der Jahre 1939 bis 1946.
1. Hinsichtlich der Opfer der NS-Herrschaft gilt auch heute noch, was Reinhard Henkys 1964 schrieb: "Eine annähernd genaue, von allen Fachleuten akzeptierte Statistik der Todesopfer nationalsozialistischer Verbrechen gibt es nicht. Die Gründe dafür liegen in dem unvorstellbaren Ausmaß dieser Taten. in der strikten Geheimhaltungspolitik des Staates, der Vernichtung der meisten einschlägigen Akten, der Verquickung von Ausrottungsaktionen mit Kriegshandlungen und in der Unvollkommenheit der demographischen Unterlagen, die aus den osteuropäischen Staaten, vor allem aus Sowjetrußland zur Verfügung stehen."
Nach den derzeitigen Ermittlungen sind dem nationalsozialistischen Regime in Europa durch verbrecherische Maßnahmen (also ohne Einbeziehung der Kriegshandlungen) insgesamt mindestens 13 Millionen Menschen zum Opfer gefallen. Diese Gesamtzahl setzt sich im einzelnen zusammen aus:

- etwa 6 Millionen Juden, - etwa 3,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen (die man mehr oder weniger absichtlich umkommen ließ), - etwa 2,5 Millionen christlichen Polen, - mindestens 100.000 Zwangsarbeitern aus der Sowjetumon, - mindestens 500.000 in deutschen Arbeitslagern und Konzentrationslagern umgekommenen Jugoslawen, - mindestens 100.000 tschechoslowakischen Zivilisten, - mindestens 84.000 ums Leben gekommenen nichtjüdischen Deportierten aus den nord- und westeuropäischen Staaten (einschließlich Italien), - etwa 219.600 Zigeunern verschiedener Nationalität, - etwa 100.000 vorwiegend deutschen Geisteskranken und Behinderten (sogenannten Euthanasie-Opfern), - etwa 130.000 nichtjüdischen Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die aus politischen oder religiösen Motiven aktiven oder passiven Widerstand gegen das Regime leisteten.


2. Die Zahl der während und infolge des Krieges ums Leben gekommenen Militärpersonen nichtdeutscher Nationalität wird auf 17,2 Millionen geschätzt, die der Zivilpersonen nichtdeutscher Herkunft auf mehr als 15,8 Millionen. (In diesen Zahlen sind die oben genannten nichtdeutschen Opfer der NS-Gewaltherrschaft inbegriffen).
3. Auf deutscher Seite werden die Toten und Vermißten der Wehrmacht und der paramilitärischen Verbände (Waffen-SS, Organisation Todt, Reichsarbeitsdienst, Polizeieinheiten, Volkssturm und anderer) mit etwa 4,2 Millionen angegeben, die Zahl der zivilen Luftkriegstoten mit über 500000.
Die Vertreibungsverluste unter der deutschen Zivilbevölkerung aus den Ostgebieten innerhalb des ehemaligen Deutschen Reiches (in den Grenzen von 1937) betrugen etwa 1,39 Millionen, aus den deutschen Siedlungsgebieten im Ausland 886300, insgesamt also etwa 2,27 Millionen Menschen.
Auch die deutschen Statistiken differieren beträchtlich: Ein Mitarbeiter des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, Major Overmans, stellt in einer 1989 veröffentlichten Studie mit Recht fest, es gebe keine zuverlässigen Zahlen über die deutschen Verluste im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Als Gründe nennt er die kriegsbedingten Beeinträchtigungen des Meldewesens, Gebiets- und Bevölkerungsverschiebungen, Verlust von Akten während und nach dem Krieg. Darüber hinaus müsse man die Nachkriegssituation berücksichtigen: "Die Organisationen, die sich mit den Verlusten befaßten, hatten das Ziel, individuelle Schicksale zu klären. Sie gingen daher pragmatisch vor, exakte Definitionen und statistische Erhebungen waren weniger relevant, weil sie zur Schicksalsklärung nichts beitrugen." Diese Feststellung gilt wohl für alle Staaten und Nationen.
Quelle
Hervorhebung: Daraus schließe ich, daß die 13 Mio Menschen aus Punkt 1 in den Zahlen von Punkt 2 inkludiert sind.
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politikjoker
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Re: Verbrechen des Stalinismus zwar schrecklich, aber KEIN Völkermord

Beitrag von politikjoker am 14.07.11 4:36

Weswegen wir gegen Stalin Anklage erheben
Roj Medvedev

Ich hätte mich nie mit irgendwelchen Aufstellungen der großen Zahl der Opfer des Stalinismus beschäftigt - die Millionen Verhafteter, Erschossener, Verhungerter, in den Norden und Osten Verbannter, derer, die die Prüfungen nicht überstanden, die in großen, namenlosen Massengräbern begraben sind - wenn irgendwann eine solche Statistik veröffentlicht worden wäre. Aber solch eine offizielle Statistik gibt es nicht und ich meine, daß es sie nie geben wird. Aber es kommt hinzu, daß ich immer wieder im Zusammenhang der Probleme des Stalinismus eine große Zahl Zuschriften mit der stets gleichen Frage bekomme:

'Wieviel Opfer des Stalinismus gab es denn insgesamt?' Deshalb will ich versuchen, ungefähre Aufstellungen zu geben. Im Vergleich mit bestehenden westlichen Nachforschungen sind meine Zahlen nicht ganz so hoch, und ich wollte nichts übertreiben. Dennoch läßt mich auch mein Ergebnis immer wieder erschrecken vor dem Maß der Repressionen und ihrer Opfer.
Der Anfang

Die erste Welle der Massenrepressionen kam schon in den Jahren 1927-28 nach dem Sieg Stalins über die vereinte "linke" Opposition. Ihre Opfer waren damals 10.000-nde Trotzkisten und Sinovjever, die in entlegene Gebiete des Landes verbannt wurden, wo sie sich in politischer Isolation - ausgeschlossen von der Partei und aus ihrer Arbeit entlassen - befanden. Fast alle von ihnen kehrten 1930-33 in ihre frühere berufliche Tätigkeit zurück, nachdem sie eine erniedrigende Prozedur der "Reue" und eines "Treueides gegen Stalin" durchlaufen hatten. Nach einem Jahr durchliefen Zehntausende "rechter Abweichler" denselben Weg. Dennoch wurden 1936-37 alle diese Leute erneut verhaftet und kehrten nun nicht mehr zu ihren Familien zurück. In der Mehrzahl der Fälle wurden die ehemaligen Opponenten (bzw. sogar ihre Befürworter, Komsomalzen und Studenten der 20-iger Jahre) auf einen speziellen Geheimbefehl hin 1938-39 erschossen. Allerdings überlebten einige Hundert Eingekerkerter dieser Kategorie bis zur Rehabilitation in den Jahren 1954-57.

Noch während des Höhepunktes des Kampfes gegen die Trotzkisten und Sinovjever entfalteten die Stalinisten neue politische Kampagnien, die auch Massenrepressionen mit sich brachten. In verschiedenen Unions- und autonomen Republiken begannen Verfolgungen von "bourgeoisen Nationalisten". Nachdem der "Schachtiner Fall" (1928) bekannt geworden war, richtete die repressiv-politischen Kampagnie ihre Kraft gegen "Schädlinge" aus der Zahl "bourgeoiser Spezialisten". Alle Gefängnisse und ähnlichen Orte waren in diesen Jahren (1930-31) überfüllt von Leuten der technischen und ebenso der humanen Intelligenz, die früheren Verbannungen Sozial-Revolutionäre und Menscheviken entgangen waren. Die Gesamtzahl dieser Opfer des Stalinismus umfaßt Zehntausende.

Im ländlichen Bereich kamen nach dem provokatorischen Fall der "tätigen Bauernpartei" (TKP), deren Opfer führende Agrarspezialisten waren, Massenrepressionen gegen Agronomen, Zootechniker, Mitarbeiter kooperativer Organe und die ganze ländliche Intelligenz. In der Presse von Anfang der 30-iger Jahre wird gesagt, daß von den Organen der OGPU (Vereinigte staatl. polit. Verwaltung) etwa 200.000 Mitglieder der TKP verhaftet wurden.

Die Repressionen von Ende der 20-iger Jahre gegen aktive Opponenten betraf Zehntausende. Die Zahl der "Schädlinge", der Mitglieder der TKP, der "bourgeoisen Nationalisten" und danach auch der Leute der "neuen ökonomischen Partei", die verhaftet wurden und zum großen Teil in der Haft umkamen, beläuft sich bereits auf Hunderttausende. Nur einige Tausend aus diesen Vertretern "fremder" Schichten und Klassen konnten noch zu Stalins Zeiten aus der Haft zuückkehren. Noch einige Tausend überlebten die schweren Jahre und kehrten 1956-57 aus den Lagern zurück. Sie waren 25-30 Jahre in Haft oder Verbannung.
Wieviel "enteignete Kulaken" gab es?

Die Zeit der durchgehend erzwungenen Kollektivierung dauerte ca. 4 Jahre (1929-32). Das war eine im Verhältnis noch nicht dagewesene repressive Kampagnie zur 'Enteignung der Kulaken'. Sie unterschied sich deutlich von der Antikulaken-Aktion der Jahre 1918-20. Damals beschlagnahmte man von wohlhabenden Bauern "überschüssiges" Land und Technik, jetzt wurde der ganze Haushalt konfisziert und die Familien der "enteigneten Kulaken" wurden in entlegene Teile des Nordens und Ostens zu ewigem Aufenthalt in dort flüchtig hergerichteten "Spezialsiedlungen" ausgesiedelt. Offizielle Organe spielten zu Anfang der 30-iger Jahre die Gesamtzahl der Opfer der "Kulakenenteignung" herunter. Im Januarplenum des ZK von 1933 nannte Stalin die verdächtig genaue Zahl von 240.757 Familien, die aus Gebieten mit vollständiger Kollektivierung ausgesiedelt wurden. In den Arbeiten zur Geschichte der KPdSU aus den 60-iger Jahren wurde schon an 381.000 "enteignete Kulaken"-Familien gedacht. Jedoch werfen diese beiden Zahlen viele Fragen auf. Erstens wussten wir nicht die durchschnittliche Personenzahl einer "enteigneten Kulaken"-Familie. In wohlhabenden Bauernfamilien um 1930-32 waren es kaum weniger als 5-6. Die "Norm" waren damals etwa 10-12 Personen. Wenn man eine "durchschnittliche" Familie mit 8 Personen rechnet, so ergibt sich bei 380.000 ausgesiedelten Familien ungefähr 2,7-2,8 Mio Menschen. Jedoch zählen die Daten von 1927-28 in unserem Land mehr als eine Million Familien, die nach der Sozialstatistik jener Zeit den Kulaken zugerechnet wurden. Und es gibt keine Zeugnisse dafür, daß auch nur der kleinste Teil von ihnen an den bisherigen Orten gelassen worden wäre.

Darüber hinaus: sowohl nach den Daten der 30-iger Jahre als auch nach späteren Zeugnissen wurden in vielen Gebieten und Bezirken ebenfalls die Mittelbauern ausgesiedelt. In anderen Regionen gab es davon wesentlich mehr als von den Kulaken. Bekannt ist auch, daß in vielen Bezirken des Landes nicht nur Kulaken ausgesiedelt wurden, sondern sogenannte Fast-Kulaken. Mit solch einem verdrehten Wort wurden alle Bauern, sogar die ärmsten, bezeichnet, die sich gegen die Kolchosen und die Methoden der Kollektivierung wandten. Wieviel das waren, weiß niemand. Man siedelte die Dorfpriester und Mönche aus , die kleinen Händler, die Schmiede, überhaupt alle mißbeliebigen Personen. Es geschah, daß ganze Ortschaften unter die Aussiedlung fielen. So trieb man im Kuban auf diesen langen Weg die ganze Bevölkerung von 16 Ortschaften einschließlich der Kolchosbauern und armen Einzelbauern. Ähnliches geschah in Weißrußland. Eine Statistik der "Kulakenenteignung" wurde entweder nicht geführt, oder sie ist in Archiven verborgen. Ich denke, daß wir ohne einen großen Fehler die Zahl von 10 Mio Menschen nennen können. Diese Zahl nannte Stalin gegenüber Churchill, als dieser ihn nach den Opfern der Kollektivierung fragte. Natürlich ist eine Aussiedlung nicht gleich ein Mord, obwohl es nicht selten Erschießungen von Kulaken und deren großen Kindern, die sich "aktiv widersetzten", gab, und zu Zeiten griffen sie auch tatsächlich zu den Waffen (in einigen Gebieten brachen Aufstände aus, die grausam niedergeschlagen wurden). Von den 10 Mio ausgesiedelten Bauern kam ein großer Teil nicht um; man überlebte, wenn auch nur mit Mühe. Die Sterblichkeit war unterwegs und in den ersten Jahren des Aufbaus in den "Spezialsiedlungen" hoch, besonders unter den Kindern und den Alten. Wiederum wurde darüber keine Statistik geführt.

Das nächste schreckliche Epos, das mit Stalins Politik verbunden ist, ist der Hunger von 1933. Auch hier gibt es keinerlei Statistik. Der allerschlimmste Hunger erfaßte die südlichen Bezirke der Ukraine und Kasachstans, in nächster Linie erlitten ihn der Nordkaukasus und das Wolga-Gebiet. Verschiedene Autoren nennen verschiedene Zahlen von 4-10 Mio Menschen. Ich denke, daß wir für das ganze Land als Hypothese (bis es genauere Angaben gibt) die Zahl auf 6 Mio schätzen können, die durch den Hunger umkamen.
1.Dezember 1934 - ein neuer Rechenschaftspunkt

Es kann sein, daß nur das Jahr 1934 ohne irgendwelche Massenrepressionen vorüberging, obwohl es auch in diesem Jahr Verhaftungen gab und Gruppen von "Konterrevolutionären" aufgedeckt wurden. Jedoch schon zu Ende dieses "ruhigen" Jahres begannen nach dem Mord an Kirov die Verhaftungen von Sinovjenern und bald darauf die Massenaussiedlung von "fremden" Elementen aus Moskau, Leningrad und einigen anderen Städten. Das waren die Familien ehemaliger "Aristokraten" (faktisch die Mehrzahl ehemaliger Adliger) und ebenso viele ehemalige Kaufleute und Kapitalisten - etwa eine Mio Menschen. Auf diese Weise wurden nach ungefähren Zählungen noch vor dem Jahr 1937, das viele westliche Autoren als den Anfang des "großen Terrors" bezeichnen, nicht weniger als 17-18 Mio Menschen Opfer des Stalinismus, von denen nicht weniger als 10 Mio umkamen oder umgebracht wurden.

1937-38 wurden nach meinen Zählungen 5-7 Mio Menschen von den Repressionen betroffen: etwa 1 Mio Mitglieder der Partei und etwa 1 Mio ehemaliger Parteimitglieder aus dem Resultat der Parteireinigungen von Ende der 20-iger und der ersten Hälfte der 30-iger Jahre; die übrigen 3-5 Mio waren Parteilose aus allen Bevölkerungsschichten. Die Mehrzahl der Verhafteten von 1937-38 kam in Besserungs-Arbeitslager, deren dichtes Netz das ganze Land überspannte. Ein bedeutender Teil, der in den ersten Zug für Massentransporte des Partei-Staats-Aktivs kam, wurde sofort nach der Verhaftung oder nach gefälschten Beschuldigungen erschossen. Die Todesanweisungen wurden irgendwie festgehalten und ich zählte früher, daß es 700-800.000 Erschossene gab. Viele allerdings wurden auf geheimen Befehl in den Lagern erschossen, so daß es der Wahrheit nahe kommen wird zu sagen: es waren 1 Mio Menschen. 1939-40 nahmen die Repressionen etwas ab. Besser gesagt, sie veränderten ihren Charakter und ihr Gebiet.

Die Massenverhaftungen kamen in die westlichen Gebiete der Ukraine und Weißrußlands. Hier "beseitigte" man "klassenfremde" Elemente. Die Reste der polnischen Armee wurden interniert, polnische Familien wurden nach Sibirien ausgesiedelt, obwohl sie seit langen Zeiten in der West-Ukraine und in West-Weißrußland gewohnt hatten. 1940 begannen die Verhaftungen im Baltikum, in Bessarabien und an der nördlichen Bukowina. Die Gesamtzahl der Opfer dieser Repressionen einschließlich der Deportationen kann man auch 2 Mio Menschen schätzen.

Der Krieg brachte die Strafpolitik nicht zum Stillstand. Schon 1941 wurde die gesamte Bevölkerung der autonomen Republik der Wolgadeutschen und überhaupt alle sowjetischen Deutschen nach dem Osten ausgesiedelt. En großer Teil der Ausgesiedelten kam in die "Spezialsiedlungen", aber nicht wenige wurden in Lager zur Ausnutzung ihrer Arbeitskraft gelenkt. Dabei war es so, daß sich seit Beginn des Krieges die Lebensmittelversorgung der Lager verschlechterte, der Arbeitstag und die Leistungsanforderung aber stiegen. Dadurch stieg die Sterblichkeit in den Lagern stark an. 1942-43 wurde die Tätigkeit der Organe des NKWD ganz auf die Erfordernisse des Krieges umorientiert, dabei sank allerdings der Personaletat dieses Volkskommissariates nicht, sondern er wuchs. Doch schon Ende 1943 und das ganze Jahr 1944 beginnen die Organe des NKWD immer mehr, sich mit einer für sie gewöhnlichen Sache zu beschäftigen. Auf Beschluß des GKO (?) wurden die Kalmüken, Tschetschenen, Inguschen, die Krimtataren, die Karatschejeven und einige kleinere nationale Gruppen - ein Teil der Griechen, der Kurden und anderer - nach dem Osten ausgesiedelt. Die Gesamtzahl der von der Krim, dem Wolgagebiet und dem Nordkaukasus Ausgesiedelten war annähernd 3 Mio Menschen, wobei nach einigen Angaben nicht weniger als 1 Mio Kinder, Alte und Frauen umkamen, nicht gerechnet das Niederdrückende der Aussiedlung und die ersten Jahre des Lebens in den neuen Gebieten. Auf den Organen des NKWD lag die immense Arbeit der "Infiltration" der Bevölkerung der unlängst okkupierten Gebiete der UdSSR, die durch die Sowjetarmee befreit wurden.

Es ist bekannt, daß in den Gebieten, die unter die deutsche Okkupation fielen, mehr als 60 Mio Sowjetbürger lebten. Für eine bedeutende Zahl der Bewohner der Ukraine, Weißrußlands, des Moldaugebietes und des Baltikums kam es, daß sie unter den Bedingungen der Besatzung nicht weniger als 3 Jahre lebten. Um nicht zu verhungern, mußten diese Menschen in den Kolchosen, in Industriebetrieben und bei der Eisenbahn arbeiten und die Kinder in den Schulen unterrichten. Nach der damaligen Terminologie also "mit den Okkupanten gemeinsame Sache machen". Natürlich verdienten all die eine Strafe, die in Strafkommandos unter deutscher Führung, bei der Polizei, in Teilen der Besatzerarmee, in Goebbels untergeordneten Presseorganen und einigen anderen Institutionen mitmachten. Davon gab es nicht wenige, und sie erhielten harte Strafen. Ich schicke mich nicht an, sie zu den Opfern des Stalinismus zu zählen. Doch es gab nicht wenige, für die die Arbeit in den Betrieben, in den Kolchosen, bei der Eisenbahn die einzige Möglichkeit war, sich und ihre Kinder vor dem Hungertod zu bewahren.

Natürlich verfielen sie nicht alle der Repression, sonst wäre es nicht möglich gewesen, in den westlichen Gebieten des Landes ein normales Leben und die wirtschaftliche Tätigkeit wieder aufzurichten. Doch waren praktisch alle, die sich auf okkupiertem Territorium befanden, in ihren Rechten beschränkt und eine nicht geringe Zahl von ihnen wurde in die Lager geschickt, deren Reihen sich in den Jahren des Krieges durch die erhöhte Sterblichkeit gelichtet hatten. Ich bemühe mich hier einfach, Zahlen zu nennen, und nur als ungefähre und hypothetische Angabe nenne ich 2-3 Mio Menschen. Wenn man aber die berücksichtigte, die den Repressionen der Jahre 1945-46 ausgesetzt waren, so kann man die Zahl auf ca. 5 Mio Menschen erhöhen.

Der Sieg brachte denen die Freiheit, die in den Kriegsgefangenenlagern noch lebten und den Millionen Bewohnern der besetzten Gebiete und denen, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland gebracht worden waren. Alle diese Menschen gingen durch sogenannte, zeitlich begrenzte "Filtrations-Lager". Bei weitem nicht alle kehrten nach Hause zurück. Viele wurden in Lager an der Kolyma, in Kasachstan und Norilsk gebracht. Darunter waren auch Helden der Festungen von Brest, Sevastopol, Odessa, Stalingrad und Moskau. Also kann man die Gesamtzahl der Opfer des Stalinismus der Jahre 1941-46 auf nicht weniger als 10 Mio Menschen ansetzen.

In den Jahren 1947-53 durchlebten wir nicht wenige neue Repressionskampagnien. Es gab die "Leningrader Sache", den Kampf gegen die "Kosmopoliten" und gegen die "Mord-Ärzte". Jede dieser Kampagnien brachte Verhaftungen mit sich. Es erfolgten auch weiter Verhaftungen aus "gewöhnlichen" Motiven - "antisowjetische Propaganda" und bei allen Punkten überhaupt der Paragraph 58 des Ugolover Kodexes. Jedoch der schwere Krieg und die Repressionen der vergangenen Jahrzehnte hatten das Land so entkräftet, daß die Verhaftungen der Jahre 1947-53 nicht derart massenhaft waren. Ich meine nicht zu irren, wenn ich die Zahl der von der Repression Betroffenen mit 1 Mio Menschen angebe. Es ist eine schreckliche Statistik. Aber man muß sie kennen.
QUELLE
Die Hervorhebung möchte ich übrigens dick und fett unterstreichen!!!
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Re: Verbrechen des Stalinismus zwar schrecklich, aber KEIN Völkermord

Beitrag von politikjoker am 14.07.11 4:57

So.

Und wen wundert jetzt noch, daß jedes Land - ohne Ausnahme - unter "puren" Kommunisten außer Not, Krieg und Elend eigentlich nix kennt..???

devil HÄNDE HOCH !!!! devil

Konkret kann man sagen:
Wer Kommunisten als Regierung hat, braucht wirklich keine Feinde mehr!

Denn die Kommunisten killen die eigenen Leute "einfach so" in derartigen Massen, daß dagegen sogar kriegführende Monster wie Nazis statistisch abstinken. 95 121

Und das unheuerliche sowie TEUFLISCHE dabei:
Das alles kann man eigentlich gar nicht bekämpfen. (!)

Hat man die Wahl zwischen Nazis (abscheuliche, geisteskranke & haßgesteuerte Monster) und Kommunisten (blutrünstige & abscheuliche MASSEN-Psychokiller Monster), müßte man Nazis wählen.

WARUM..????

Nazis kann man in offenen Feldschlachten aufhalten und vernichten.
Kommunisten morden bestialisch im eigenen Land, ohne Krieg, ohne Feldschlacht - einfach so. Shocked

Und von den Opfern werden nicht mal echte Statistiken geführt, weil das die Kommunisten weder wissen wollen, noch die das wegen ihrer Ideologie überhaupt interessiert.
Die ur-Väter der Linken sahen den Menschen als eine Art Tier an, das nur über Konflikt, Krieg, Gewalt usw. leben sollte / konnte.
UND:
Da das alles den heutigen LINKEN ist und nicht mal Völkermord (!!) zu sein hat - MILLIONEN von Toten, abgeschlachtet aus reiner Willkür im eigenen (!) Land von der eigenen (!) ultra-LINKEN Regierung - ist das eigentlich...

121 LINKE STALIN-HOLOCAUST LEUGNUNG!!! 121

*die Zornesröte & PURES Entsetzen ins Gesicht steigend*
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