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"Frauen-Malus"

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"Frauen-Malus"

Beitrag von Wildrose am 01.03.11 12:49



Versicherungen müssen künftig einheitliche Tarife für Frauen und Männer anbieten. Das hat der Europäische Gerichtshof am Dienstag in Luxemburg entschieden. Unterschiedlich hohe Prämien diskriminierten Frauen und seien deswegen ungültig. Die Versicherungsbranche müsse bis spätestens 21. Dezember 2012 Unisex-Tarife anbieten.Infobox Österreich hinkt bei Gleichbehandlung nach Österreich wegen Diskriminierung verurteilt Im konkreten Fall hat ein belgisches Gericht die höchsten EU- Richter um Prüfung der Ausnahmebestimmung gebeten. Zwar ist die Gleichbehandlung von Männern und Frauen ein Grundsatz des EU- Rechts, doch bisher gibt es bei Versicherungen Ausnahmeklauseln dafür. Wegen der höheren statistischen Lebenserwartung zahlen Frauen zum Beispiel höhere Beiträge für private Rentenversicherungen. Umgekehrt bezahlen Frauen weniger für die Kfz- Versicherung, weil sie weniger Unfälle verursachen.

Gleichstellungsrichtline verletzt
Die Richter (Rechtssache C- 236/09 ) setzten nun eine Frist für das Auslaufen dieser Regeln. Das Prozedere laufe "der Verwirklichung des Ziels der Gleichbehandlung von Frauen und Männern zuwider und ist daher nach Ablauf einer angemessenen Übergangszeit als ungültig anzusehen", urteilten die Richter. Die EU habe sich das Ziel gesetzt, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern.

Das Gericht verwies auf die EU- Gleichstellungsrichtlinie von 2004, die geschlechtsneutrale Prämien schon von 2007 an verlange und eine Überprüfung nach fünf Jahren - also Ende 2012 - vorsehe. Ausnahmen seien nur erlaubt, wenn das Geschlecht ein "bestimmender Risikofaktor" ist und dies durch mathematische und statistische Daten untermauert werden kann.

Versicherer drohen mit höheren Prämien
Die Versicherungswirtschaft hat bereits vor Tariferhöhungen gewarnt. Im Schnitt würden die Beiträge steigen, weil der Geschlechtermix als neues Risiko in die Kalkulation eingehe. Verbraucherschützer begrüßen dagegen Unisex- Tarife und sehen keinen Anlass für steigende Prämien.


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Re: "Frauen-Malus"

Beitrag von politikjoker am 02.03.11 12:10

Also vorausschickend:
Ich bin auf deiner Seite, gehts um Ungerechtigkeiten - und diese Versicherungs-Fritzen, die für alles zahlen, außer es betrifft wirklich mal das, was du glaubtest, versichert zu haben teufel , sind mir sowieso äußerst unsympathisch.

Jedoch: Diese "Ungerechtigkeiten" haben einfach gewissen "Gründe" - einfach weil das Leben von Frauen anders verläuft, als das der Männer.

Ist ganz ähnliches Problem, wie die schlechtere Bezahlung der Frauen bei gleicher Qualifikation.
Ihr kriegt halt die Kinder und könnt so meist einfach deswegen bzw. wegen eurem "natürlichen" Ausfall für die Firma usw. weniger leisten.
Ist so.

Im Endeffekt wird das Ganze hier meiner Meinung nach mehr Schaden machen, als Nutzen.

Die Versicherer werden eben alle Prämien anheben, neue Gebühren erfinden usw. .
Im Endeffekt werden wahrscheinlich alle mehr zahlen, als zuvor und die Frauen werden noch um ihre "Rabatte" bei anderen Versicherungs-Dingen umfallen - die Frauen haben ja erhöhte UND rabattierte Prämien - haben also in Wirklichkeit sogar noch den Schaden bei dieser vorgeblich "nützlichen" Aktion.

So wirds meiner Meinung nach genauso "ablaufen", wie rund um das Gehalt.
Der "Sieg" über die UNgerechtigkeit bedeutet nur plötzlich noch weniger Jobs für Frauen und noch mehr Abhängigkeit von ihren Ehemännern...

* Crying or Very sad + schätzend*
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P.S.:
http://www.forum-politik.at/t2316-spobilliger-populismusbauernfangereisexismus-f-frauen-an-d-herd-fesseln-soll

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Re: "Frauen-Malus"

Beitrag von Bengelchen8 am 02.03.11 20:39

Die Versicherer werden eben alle Prämien anheben, neue Gebühren erfinden usw. .
Im Endeffekt werden wahrscheinlich alle mehr zahlen, als zuvor und die Frauen werden noch um ihre "Rabatte" bei anderen Versicherungs-Dingen umfallen - die Frauen haben ja erhöhte UND rabattierte Prämien - haben also in Wirklichkeit sogar noch den Schaden bei dieser vorgeblich "nützlichen" Aktion.

Wer was anderes glaubt ist nicht "ganz dicht" in der Birne!
Bei der jeweils bisher bevorzugten Seite werden halt die Tarife an die der "anderen Seite" angehoben; SO einfach ist das!
Wieder mal hat sich etwas ganz von selbst bewiesen: In Brüssel sitzen lauter weltfremde ("entrückte") Volldeppen!
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