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Övp Raiffeisen und wer die Banken Macht in Österreich hat

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Övp Raiffeisen und wer die Banken Macht in Österreich hat

Beitrag von politikjoker am 08.12.09 20:55

Nur mal unkommentiert zur Info, da ich eher zufällig darauf gestoßen bin.

Manager: Raiffeisen ist am mächtigsten

Ranking: Österreichs Wirtschaft wird von ÖVP-nahen Topmanagern dominiert. Unter den Top Five finden sich gleich vier Giebelkreuzer.
Höchst interessante Einblicke in die Machtverhältnisse in Österreich und das Beziehungsgeflecht zwischen Wirtschaft, Politik und Kultur liefert eine Untersuchung, die die PR- und Lobbyingagentur Pleon Publico gemeinsam mit FAS.research durchgeführt hat. Demnach dominiert die Raiffeisen-Organisation ganz klar das Geschehen in der Alpenrepublik. Unter den fünf mächtigsten Managern des Landes befinden sich gleich vier Giebelkreuzer: Der mächtigste Manager Österreichs ist demnach der niederösterreichische Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad, gefolgt von seinem oberösterreichischen Kollegen, Raiffeisen-Landesbank-Chef Ludwig Scharinger. Platz drei des Rankings (siehe Tabelle) belegt RZB-Boss Walter Rothensteiner, Platz fünf Erwin Hameseder, Chef der RLB Nö-Wien und der Raiffeisen Holding Nö-Wien. Diese vier Manager aus der schwarzen Reichshälfte dirigieren ein Firmenimperium von hunderten Industrie-, Bank-, Finanz-, Immobilien- und Medienunternehmen und haben so weitreichende Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten.

Überhaupt fällt auf, dass es mehr ÖVP-nahe Manager als SPÖ-nahe gibt. Rote Topmanager finden sich mit Siemens-Chefin Brigitte Ederer und Wr. Städtische-General Günter Geyer erst auf Platz acht und neun. Insgesamt wurden für die Netzwerkanalyse 50.000 Österreicher in mehr als 9000 Unternehmen und Organisationen samt Querverbindungen unter die Lupe genommen. Der Arbeitsaufwand dafür ­betrug 4,5 Mannjahre.

Für Pleon Publico-Chef Markus Schindler ist Datensammlung nicht nur „ein zusätzlicher USP" für seine Agentur, sondern ermöglicht auch „mehr Transparenz für die Kunden".
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/branchen/380423/index.do

*interessant, interessant*
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Re: Övp Raiffeisen und wer die Banken Macht in Österreich hat

Beitrag von bushi am 08.12.09 21:31

nicht nur Raiffeisen baut einen Flop nach dem anderen (vor allem im Ausland) aber es wird vertuscht,
das heißt: unter dem Tische kehren bzw. Leichen im Keller.
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RE: Övp Raiffeisen und wer die Banken Macht in Österreich hat

Beitrag von goab am 19.01.12 16:40

und grade mal eine einzige Frau unter den ersten 20... ^^

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Re: Övp Raiffeisen und wer die Banken Macht in Österreich hat

Beitrag von Wildrose am 19.01.12 17:30

goab schrieb:und grade mal eine einzige Frau unter den ersten 20... ^^


Wenn ich von der was hör, hab ich schon gfressen.... Exclamation geek
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Re: Övp Raiffeisen und wer die Banken Macht in Österreich hat

Beitrag von BunterKanzler am 27.09.13 18:56

Was Goldman Sucks für die USA ist, ist Raiffeisen für Österreich.
Egal wie das Wahlergebnis am Sonntag sein wird, die Raika-Leute sind an fast allen Schalthebeln des Staates. Von Unvereinbarkeit will niemand etwas hören, wenn die Raika-Lobbyisten in Parlament und Landesregierungen oder als Beamte mitmischen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/27/wer-wirklich-regiert-oesterreichs-version-von-goldman-sachs-heisst-raiffeisen/ schrieb:
Raiffeisen ist die größte Unternehmens-Gruppe Österreichs.

Neben dem Bank-Geschäft verfügt die Gruppe über Beteiligungen in fast allen wichtigen Branchen, darunter im Tourismus, in der Nahrungsmittel-Industrie, bei Versicherungen und Immobilien. In den Medien ist Raiffeisen eine Krake, die überall mitmischt und doch oft keine Spuren hinterlässt. So gehört die Tageszeitung Kurier der Raiffeisen-Bank und bei anderen Medien baut die Gruppe in fast gespenstischer Weise ihren Einfluss aus: Vor wenigen Wochen wurde ein Raiffeisen-Manager Chef des katholischen Verlags Styria – und dementierte sofort, dass das irgendetwas zu bedeuten habe. Das Merkwürdige: Der Mann hat keinerlei Medienerfahrung. Der Verlag gibt die Kleine Zeitung heraus, die größte Bundesländerzeitung in Österreich.

Die Bank ist eine wirtschaftliche, eine politische und eine gesellschaftliche Macht

Vertreter von Raiffeisen sitzen überall und auf allen wichtigen Ebenen. Das gilt für die Ebene der Bundesländer genauso wie für den Nationalrat, der am Sonntag neu gewählt wird.

Geht es nach dem Willen von Raiffeisen, soll die Raiffeisen-Managerin Michaela Steinacker, neue Wirtschaftsministerin werden. Diese Besetzung hat Tradition: Schon die ehemaligen Finanzminister Josef Riegler und Josef Pröll kamen aus dem Raiffeisen-Umfeld.

Trotz ihres Wechsels in die Politik wird sie dem Konzern erhalten bleiben. Erst kürzlich hat Steinacker ihren neuen Job als Generalbevollmächtigte für Immobilien bei „Raiffeisen Evolution“ angetreten. In der eigens für sie geschaffenen Position soll sie „das Unternehmen strategisch steuern und Portfolios analysieren“.

Sollte es mit dem Wahlsieg der ÖVP nichts werden, dann wird Steinacker eben „nur“ einfache Nationalratsabgeordnete.

Der Werdegang von Michael Höllerer zeigt, wie man sich durch die Institutionen bewegt:
Bei der Bank lernt er Ende der 90er-Jahre das Geschäft mit dem Geld. Sein Weg führt ihn schon bald in die Politik: Im Bundesministerium für Finanzen (BMF) wird er einer der Top-Mitarbeiter. Bis 2002 bleibt er im Ministerium. Und hinterlässt markante Spuren.
Höllerer ist maßgeblich an der Ausarbeitung eines Gesetzes zur Neuordnung der Bankenaufsicht beteiligt. Und nutzt die von ihm gestalteten Regeln, um sie auch gleich persönlich umzusetzen: Als im Jahr 2002 die neu geschaffene Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) entsteht, wandert Höllerer gleich mit.

Der Raiffeisen-Banker schreibt die Gesetze für die Kontrolle, und wird dann selbst Kontrolleur.
Höllerer kann nun die eigene Bank beaufsichtigen, ob sie die Gesetze einhält, die er mit entworfen hat. Zugleich kann er die Konkurrenten der Raiffeisen beaufsichtigen und erfährt von Amts wegen, wie es um diese steht.
Höllerer hat selbstverständlich absolut neutral und unabhängig gearbeitet und in keiner Sekunde auch nur daran gedacht, seinem ehemaligen Arbeitgeber einen Vorteil zu verschaffen.
Nachdem Höllerer das Bankenwesen in Österreich reguliert hatte, kehrte er im Februar 2006 in die Praxis zurück. Höllerer wurde Vorstandssekretär bei der Raiffeisen Zentralbank (RZB).

Der Mann, der bei Raiffeisen als Manager wirkte, die Gesetze geschrieben und deren Befolgung überwacht hatte, wurde nun, in der Stunde höchster Not, zum obersten Banken-Retter der Republik befördert.
Finanzminister Josef Pröll Ende 2008 holte Höllerer in sein Kabinett. Pröll kommt aus Niederösterreich. Er ist Neffe des dort regierenden Ministerpräsidenten (Landeshauptmann) Erwin Pröll. Niederösterreich ist Raffeisen-Kernland.

Höllerer übernahm im Finanzministerium tatsächlich die Verhandlungen über die Bankenrettung. Er entwickelte das Konzept für die Teilverstaatlichung der maroden Österreichischen Volksbanken (ÖVAG), an denen natürlich auch Raiffeisen beteiligt ist. aus. Eine Milliarde Euro an Partizipationskapital erhielt das Institut von den österreichischen Steuerzahlern. Da die Bank in den Folgejahren kein positives Betriebsergebnis erreichte, musste sie für dieses Kapital keine Dividende zahlen. 2012 musste der Staat schließlich 700 Millionen Euro aus Steuergeldern abschreiben.

Bei der Verhandlung über die Notverstaatlichung der Skandal-Bank Hypo Alpe Adria war Höllerer Ende 2009 einer der Hauptakteure. Die Bankenrettung hat den österreichischen Steuerzahler schon bisher Milliarden gekostet, ein Ende der Zahlungen ist nicht abzusehen. Noch im Wahlkampf musste die Regierung weitere drei Milliarden Euro zuschießen, um den Crash zu verhindern. Im schlimmsten Fall kann die Bank den österreichischen Steuerzahler bis zu 5,4 Milliarden Euro kosten.

Noch wenige Monate zuvor hatte Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad erklärt, die RZB werde sicher keinen Gebrauch von staatlichen Kreditangeboten machen. Tatsächlich holte man sich dann mehr Steuergeld ab als jede andere österreichische Bank.

Doch weil die Banken wegen der verschiedenen Skandale immer mehr unter Druck geraten und das Internationale Finanz-Kasino wegen latenter Crash-Gefahr nur noch mäßig vergnüglich ist, wandte sich Raiffeisen einem neuen Geschäftfeld zu.
Die Erfahrungen, die Raiffeisen im weltweiten Finanzkasino gesammelt hat, halfen dem Unternehmen auch im richtigen Leben: Dem Glücksspiel-Monopol.
In einer parlamentarischen Anfrage aus dem September 2012 forderte die Opposition Aufklärung über mögliche Interessenkonflikte bei der Vergabe von Glücksspiel-Lizenzen. Das Finanzministerium hatte damals die Konzessionen für den Betrieb der österreichischen Kasinos neu ausgeschrieben. Die Bedingungen dieser Ausschreibung wären offensichtlich auf das bestehende Geschäftsmodell der Casinos Austria zugeschnitten worden, hieß es in einer entsprechenden parlamentarischen Anfrage. Die Verbindung zu Raiffeisen: Über eine Beteiligungsgesellschaft hält die Raiffeisen-Gruppe in etwa ein Drittel der Aktien der Casinos Austria AG. Dazu gehört auch eine 10,7 Prozent-Beteiligung genau jener Tochter der RZB, in deren Vorstand heute Ex-Finanzminister Pröll sitzt.
Kurz nach Ende der Ausschreibungsfrist für die Glücksspiel-Lizenzen war Höllerer Mission in der Politik erfüllt.
Er wechselte im Sommer 2012 als RZB-Generalsekretär zurück zu Raiffeisen. Dort ist er nun die „rechte Hand“ von RZB-Chef Walter Rothensteiner und wird von ihm als Nachfolger aufgebaut.

Höllerers nunmehrige Frau, Marion Göstl, war seit Anfang 2010 in der FMA Leiterin der Abteilung „Aufsicht über systemrelevante Kreditinstitute und Kreditinstitutsgruppen“. Sie war in dieser Position auch für Entscheidungen zur Raiffeisen zuständig. So segnete ihre Abteilung im Oktober 2010 die Gründung der Raiffeisen Bank International AG (RBI) ab. Diese Tochtergesellschaft der RZB übernahm damals das österreichische Investment-Geschäft der Bankengruppe, sowie das umfangreiche Engagement in Zentral- und Osteuropa.

Höllerer lehnte eine Stellungnahme zu diesen interessanten Themen ab. Er ließ den Deutschen Wirtschafts Nachrichten jedoch von einem RZB-Sprecher ausrichten: Es habe nie eine Rückkehr-Klausel gegeben, die Höllerer ein Comeback bei der Raiffeisen garantiert hätte.
Auf die Frage ob Höllerer die Vorwürfe bezüglich einer möglichen Unvereinbarkeit für nachvollziehbar hält, schrieb der Sprecher lapidar: „Nein.“

Höllerers Nachfolger als Finanzmarkt-Beauftragter im Finanzministerium, Stefan Lienhart, hat übrigens ebenfalls eine Raiffeisen-Vergangenheit. Den umgekehrten Weg nahm beispielsweise Martin Hauer, der im Ministerium sowohl unter Pröll als auch unter Fekter Kabinettschef war. Er wurde direkt danach zum Generalsekretär bei der Raiffeisen Landesbank Niederösterreich/Wien gemacht, einer der einflussreichsten Landesbanken unter dem Raiffeisen-Dach.
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(ich vermute, es ist strafbar einen Vergleich mit der Mafia zu ziehen, deshalb distanziere ich mich von solch pösen Vergleichen, die den ehrenwerten Rolling Eyes Herren und Damen der Raika seelisch weh tun könnten)
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