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Bildungs und Schulen Skandal: Lehrlinge weisen eklatante Bildungslücken auf

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Bildungs und Schulen Skandal: Lehrlinge weisen eklatante Bildungslücken auf

Beitrag von politikjoker am 03.12.09 3:01

Na, bitte!
Schon oft gemunkelt und von vielen Ecken gehört - jetzt hammas schwarz auf weiß:
Unsere Schulen produzieren Kinder, die kaum rechnen und schlecht lesen sowie wohl noch schlechter schreiben können.
Und wir wundern uns über Audimax, als Zentrale der Clowns, Narren und sonstigem ungebildeten Bodensatz der erz-Linken sowie simplen, debilen KOmmunismus-Gesindel...?
http://www.forum-politik.at/osterreich-f21/audimax-studenten-sogar-furs-kabarett-zu-damlich-aber-voll-ernst-gemeinte-show-der-peinlichen-superlative-t2462.htm
*PAH!!!*

Und bitte wer wundert sich da noch über die hohe Jugendarbeitslosigkeit ?

Und bitte wer wundert sich da noch drüber, daß immer weniger Lust auf Lehrlinge haben ?
Kann nicht lesen, schreiben und schon garnicht rechnen, hat aber alle möglichen Rechte:
http://www.help.gv.at/Content.Node/24/Seite.240901.html
*PAH!!!*
Un-Bildung: "Lehrlinge können fast gar nichts"

Bei einem Test haben viele Schüler der Polytechnischen Schule das vorgeschriebene Bildungsziel nicht erreicht. VP-Stadträtin Isabella Leeb fordert ein Aufholjahr anstelle der überbetrieblichen Lehrwerkstätten.

Wien. „Sieben Eier kosten 1,12 Euro. Wie teuer sind zwölf Eier?“ Die Rechenaufgabe des Dividierens, die hier vorerst anzustellen ist, bleibt weitgehend ungelöst. Bei anderen Beispielen werden Prozentrechnungen nicht geschafft. Eine Flächenberechnung stellt eine unlösbare Aufgabe dar.

Die Realität nach vier Jahren Hauptschule: Der Mathematiklehrer einer Polytechnischen Schule in Wien wollte sich jetzt zum Schulbeginn eine Bestandsaufnahme über den Wissensstand seiner Schüler verschaffen. Der Einstiegstest, den er ihnen vorlegte, war ernüchternd. Das Bildungsziel, das für die vierte Klasse Hauptschule vorgeschrieben ist, hatten viele Poly-Schüler nicht erreicht. Dabei entsprachen manche Beispiele sogar dem Niveau des Volksschulabschlusses.

Diese anonymisierten Bögen wurden der nichtamtsführenden Wiener ÖVP-Stadträtin Isabella Leeb übermittelt, die diese der „Presse“ vorlegte. Dabei kritisiert Leeb gar nicht den Stadtschulrat und schon gar nicht die Lehrkräfte. „Sie leisten Großartiges, unsere Pflichtschullehrer sind Helden“, sagt sie. Aber die ÖVP-Politikerin ist als Inhaberin eines Bauunternehmens auch Vorsitzende der Arbeitsgruppe Berufsausbildung in der Fachgruppe Bau der Wirtschaftskammer Österreich. Und da sei Feuer am Dach: „Wir haben keine geeigneten Lehrlinge, vor allem nicht in den Ballungsgebieten.“ De facto könnten Lehrlinge „fast gar nichts“.


Schwächen beim Lesen

Sie selbst hatte ihr „Schlüsselerlebnis“ vor etwa fünf Jahren. Da stellte sich ein Interessent einer Lehrstelle bei ihr vor, „der nicht sinnerfassend lesen konnte“. Zuletzt hatte selbst Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer erklärt, dass 20 Prozent der 15-Jährigen funktionale Analphabeten sind. Als Regierungschef hat er dieses Thema freilich nicht aktualisiert.

In der Polytechnischen Schule sei dieser Prozentsatz ohne Zweifel noch höher, sagt Isabella Leeb. Wobei sie diese Teilanalphabeten nicht auf Jugendliche mit nichtdeutscher Muttersprache beschränkt. „Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, dass nur Migranten nicht gut Deutsch sprechen.“

Die Jugendlichen hätten ein gutes Potenzial, sagt die Wirtschaftsfunktionärin. Man könne aber der Wirtschaft nicht zumuten, dass sie bei der Lehrlingsausbildung die Defizite ausgleicht. In der Realität würden daher viele Betriebe keine Lehrlinge aufnehmen. Und die Bauindustrie bietet parallel zur Berufsschule in der Bauakademie eigene „Benimmkurse“ für die Jungen an.

Isabella Leeb ortet zudem ein Ost-West-Gefälle. In Wien und den Ballungszentren habe die Lehre ein schlechtes Image, im Westen einen höheren Stellenwert. Wer irgendwie kann, besucht in Wien eine weiterführende Schule, damit sinkt zwangsläufig das Niveau der Polytechnischen Schule. „Bei den gleichen Poly-Schulbüchern beschweren sich die Wiener Lehrer, dass sie zu hoch angesetzt sind, für jene im Westen ist das Niveau zu niedrig.“


Defizite wirksam bekämpfen

Als Politikerin ist die Stadträtin um mögliche Lösungsansätze nicht verlegen. Zuerst beginnt sie beim Lehrlingsstand: Jene, die wegen ihres Bildungsniveaus keine Lehrstelle erhalten, besuchen derzeit die überbetriebliche Lehrausbildung „und werden dort drei Jahre lang versteckt“. Anstelle dieser Lehrwerkstätten sollte man den 15-Jährigen ein Jahr lang eine Schulung anbieten, in der sie die bestehenden Defizite beseitigen können. Dann wären sie sehr wohl für Lehrbetriebe attraktiv.

Zweiter Lösungsansatz wäre die Schulstruktur. Hier habe die ÖVP Wien – nun ist Leeb die Parteifrau – das Campusmodell vorgeschlagen, in der im ganztägigen Betrieb Schüler, Schulpsychologen und Sportlehrer die Jugendlichen betreuen. Das wäre ein Rezept für die Aufwertung der Hauptschule (in Wien die Kooperative Mittelschule) und gegen die Defizite in der Polytechnischen Schule. Der dritte Vorschlag betrifft die Feststellung der Deutschkenntnisse vor dem Schuleintritt. Das anvisierte eine Jahr vor der ersten Volksschulklasse sei zu spät und die Aufholzeit zu kurz. Daher sollte die Sprachüberprüfung schon mit vier Jahren erfolgen.
http://diepresse.com/home/bildung/schule/512756/index.do

*unglaublich - aber die bittere Wahrheit*
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