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Gewerkschaftsboss soll ÖBB-Praktiken geduldet haben

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Gewerkschaftsboss soll ÖBB-Praktiken geduldet haben

Beitrag von strizzi am 02.10.09 14:21

In der ÖBB-Affäre um die gesetzwidrigen Krankenstandserfassungen gerät jetzt erstmals Gewerkschafter Wilhelm Haberzettl in die Schusslinie. Ex-Personalchef Franz Nigl hat bei der Staatsanwaltschaft Unterlagen deponiert, die nicht nur Vorstand Peter Klugar belasten, sondern auch den Gewerkschaftsboss. Laut Nigl gab es schon seit dem Jahr 2001 Krankenstandserfassungen, von denen die Belegschaftsvertretung gewusst und diese auch unterstützt haben soll.
Laut "Format" hat Nigl, der 2004 zu den ÖBB gekommen war, dem Staatsanwalt Personaldatenblätter von vor seiner Zeit vorgelegt, auf denen es bereits Vermerke mit Gesundheitsdaten gegeben haben soll. Unter einigen der Dokumente dürften sich Unterschriften von Klugar, Haberzettl und anderer ÖBB-Granden befinden.

Auch die kritisierten Rückkehrgespräche nach Krankenständen zur Ergründung der Ursachen seien im Rahmen des Abwesenheitsmanagements schon 2001 eingeführt worden, heißt es.

Haberzettl dementiert, ÖBB wehrt ab
Haberzettl selbst weist die Anschuldigungen entschieden zurück. Bei einem der Beweisdokumente Nigls handle es sich um gar kein Krankenstandsthema, sondern um den Fall eines Eisenbahners, der krankheitsbedingt pensioniert wurde. "In diesem Fall ist der Grund für die Pensionierung allen Beteiligten bekannt. Die Vorwürfe gehen somit absolut ins Leere", so Haberzettl.

In einer Aussendung betont der Bahn-Konzern: Die ÖBB Holding stelle zum wiederholten Mal klar, dass sich die Äußerungen von Klugar, "nichts gewusst zu haben" auf die vor drei Wochen medial thematisierten Vorwürfe bezogen hätten. "Aufgrund der Auftrags- bzw. Berichtslage konnte und musste davon ausgegangen werden, dass es im ÖBB Konzern nicht mehr zu einer digitalen Erfassung von Krankenstandsdaten gekommen ist", so der Konzern.

Schelte für Haberzettl von Opposition und ÖVP
Für den SPÖ-zugehörigen Haberzettl regnete es am Freitag harsche Kritik von FPÖ und BZÖ, aber auch vonseiten des Koalitionspartners ÖVP. Deren Generalsekretär Fritz Kaltenegger bezeichnete Haberzettl am Freitag als "Ausdruck der derzeitigen Krise der SPÖ". Dass Haberzettl Datenblätter mit Angaben zu Krankheitsgründen unterschrieben habe, zeige nach Ansicht Kalteneggers, dass der Gewerkschafter "ertappt wurde bei einer wirklichen Sauerei". Haberzettl habe von den Missständen gewusst und "versucht, die Schuld von sich zu schieben". Die SPÖ habe derzeit ein "Glaubwürdigkeitsproblem", schloss Kaltenegger daraus.

Die FPÖ findet, die Rolle der SPÖ bei der ÖBB-Affäre werden "immer dubioser", so Generalsekretär Herbert Kickl am Freitag in einer Aussendung. Für ihn handelt es sich um einen "tiefroten Skandal", er forderte, der "rote Sumpf" müsse trockengelegt werden. Ähnlich BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz: Er sieht einen "roten Bespitzelungsskandal" und forderte Haberzettl zum Rücktritt auf, dieser stecke "voll in diesem Sumpf".


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Re: Gewerkschaftsboss soll ÖBB-Praktiken geduldet haben

Beitrag von Chlodwig am 02.10.09 15:55

Also solche Vorgehensweisen wie Krankenstanderfassungen sowie Rückführungsgespräche sind doch nichts Aussergewöhnliches mehr und in jedem größeren Konzern schon lange Gang und Gäbe.

Darum kann ich die Aufregung hier nicht ganz nachvollziehen.
Hier wird wohl nur so viel Wind um die Sache gemacht, da es sich um einen Staatsnahen Betrieb handelt, und sich die ÖBB besonder gut eignen, um politische Schmutzwäsche waschen zu können.
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Re: Gewerkschaftsboss soll ÖBB-Praktiken geduldet haben

Beitrag von strizzi am 02.10.09 16:08

du musst aber auch dazu sagen warum in konzernen solche listen geführt werden, damit man mitarbeiter die eine gewisse zahl an kranktagen erreichen kündigt, während die öbb-beamten unbegrenzt krank feiern können
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Re: Gewerkschaftsboss soll ÖBB-Praktiken geduldet haben

Beitrag von Chlodwig am 02.10.09 16:21

strizzi schrieb:
damit man mitarbeiter die eine gewisse zahl an kranktagen erreichen kündigt, während die öbb-beamten unbegrenzt krank feiern können
Na dann ist es doch Zeit geworden für die ÖBB, diese Praktiken einzuführen, denn die Krankenstandskosten dürften bei den Bundesbahnen ungeahnte Höhen erklommen haben, und das bei einem massiven Finanzproblem der ÖBB.
Auch die Bahn sollte langsam umdenken, das geschützte Paradis "Arbeitsplatz ÖBB" dem freien Markt und Wettbewerb zuführen.
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Re: Gewerkschaftsboss soll ÖBB-Praktiken geduldet haben

Beitrag von strizzi am 02.10.09 16:49

das glaubst du aber selbst nicht, sicher wird da einigen auf die zehen gestiegen, aber nur denjenigen die nicht im anus vom br bzw. gewerkschafter stecken, denn die haben auch dann sonderstatus
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