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Pfusch: Immer mehr Schwarze Schafe hinterziehen Steuern

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Pfusch: Immer mehr Schwarze Schafe hinterziehen Steuern

Beitrag von politikjoker am 04.08.09 1:44

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/500209/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

Jede vierte Baufirma bei Gesetzesverstoß erwischt, Schwarzarbeit boomt. Nicht nur Mechaniker oder Putzfrauen, auch Architekten, Rechtsanwälte oder Berater verdienen „schwarz“ dazu.

Wien (ag./cim). Es gibt zumindest einen Arbeitsmarkt, der derzeit wächst. Der informelle. Kurzarbeiter und Arbeitslose versuchen, nebenbei „schwarz“ zu verdienen, andere schauen genauer auf jeden Euro, bevor sie ihn ausgeben. In Österreich soll der informelle Sektor heuer um fünf Prozent auf 20,5 Mrd. Euro, das entspricht etwa 8,5 Prozent des BIPs, wachsen. In Deutschland werde die Schwarzarbeit auf bis zu 14 Prozent des BIPs klettern, prognostiziert Friedrich Schneider, Volkswirtschaftsprofessor an der Uni Linz. Werden weitere 500.000 bis eine Million Menschen arbeitslos, werde die Schattenwirtschaft in Deutschland um acht bis zwölf Mrd. Euro wachsen.

In der Steiermark hat die Finanzsondereinheit Kiab Ende Juni eine Woche lang Baustellen kontrolliert. 203 Firmen wurden besucht, bei einer von vier wurde ein Verstoß gegen die Finanz- und Beschäftigungsgesetze festgestellt. 529 Arbeiter wurden bei der Schwerpunktaktion kontrolliert, 61 von ihnen waren nicht zur Sozialversicherung angemeldet. In Tirol hat sich die Kiab im gesamten vergangenen Jahr 2200 Betriebe vorgenommen: Dabei wurden mehr als 600 illegal Beschäftigte aufgegriffen, „hunderte Gesetzesverstöße“ habe man festgestellt, heißt es. Fast die Hälfte der Schwarzarbeiter wurde in Hotel- und Gastronomiebetrieben gefasst.

Eine umfassende Statistik zum Pfusch gibt es nicht, nur Schätzungen. Im Finanzministerium hält man die Zahlen der Uni Linz für zu hoch. Schließlich wird das Volumen des Sektors anhand von Indikatoren wie Bargeldumlauf, Arbeitszeiten oder Regulierungsdichte erfasst. „Dann hat man auch kriminelle Bereiche wie Drogenhandel und Prostitution dabei“, heißt es aus dem Ministerium.


Schwacher informeller Sektor

Der Pfusch, der sich in Österreich vor allem auf den Bau, die Gastronomie und das Transportwesen beschränkt, ist hierzulande im Europa-Vergleich relativ schwach verbreitet. In Ländern wie Griechenland, Italien oder Spanien macht der Sektor bis zu 25 Prozent des BIPs aus. Heuer werde die Schwarzarbeit in ganz Europa zulegen, prognostiziert Schneider. Die Zahl der heimischen „Vollzeit-Schwarzarbeiter“ soll 2009 auf 713.000 Menschen steigen, 1995 betrug die Zahl noch 575.000. Seit 2005 war die Schwarzarbeit hierzulande rückläufig, nun erlebt sie einen neuen Aufschwung.


Der Rechtsanwalt als Pfuscher

In Deutschland arbeiten laut Schneider etwa zehn Millionen Menschen schwarz. Dabei handelt es sich vor allem um Arbeitnehmer oder Selbstständige, die einen steuerpflichtigen Beruf ausüben, aber nebenbei 300 bis 400 Euro pro Monat dazuverdienen.

Aber es sind nicht nur Mechaniker oder Putzfrauen, die „schwarz“ dazuverdienen. Auch Architekten, Rechtsanwälte oder Berater bieten unter der Hand Dienstleistungen billiger an. Der Großteil der Bevölkerung nimmt ihnen das auch nicht übel. Bei einer Umfrage des Linzer Market Instituts zu Jahresbeginn haben 54Prozent der Befragten den Sätzen „Ohne Pfuscher kann man sich heute vieles nicht leisten“ und „Der Staat ist doch selbst schuld, dass es so viele Pfuscher gibt, die Steuern sind einfach zu hoch“ zugestimmt.

Die Steuern und Lohnnebenkosten sind es auch, an denen die Politik ansetzen sollte, empfehlen Experten. Schneider schlägt etwa die steuerliche Absetzbarkeit von haushaltsnahen Dienstleistungen oder die Einführung von Mini-Jobs nach deutschem Vorbild vor. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer bezeichnet der Schwarzarbeits-Experte hingegen als „Gift“. Bei einer solchen würde die Schattenwirtschaft weiter wachsen.
*wow*
25% machens illegal...das bekannt ist. affraid affraid

Verstehe ich vollkommen.
Was allein die Wirte für Abgaben und doppel-Gehälter blechen müssen, um am WE ganz normal zu arbeiten, ist Wahnsinn!
Und 50% für den Staat...dem weicht man halt aus, wer kann.

Wird noch viel ärger werden!

Hey, 733€ / MOnat fürs Bauchkraulen!
Das reicht für ein recht schönes Leben, die Kohle!
Ich schau hie und da ganz kurz bei einem Shop nebenan vorbei...oder spiele gleich einfach Langzeitarbeitsloser sowie schwer vermittelbar...hey...hab ich halt Pech...nix zu machen...


*ÄTSCH*
*katsching-katsching*
Danke für die Kohle, Spö.
Ich geh mal meinen Kumpel auslachen, der für die Ehre, tag und nacht zu arbeiten, um ein paar 10er fürs Leben zu haben, auch noch 50% des Gehaltes abliefern muß.
Man sieht sich in der Bar!


*fühlt sich als arbeitender Bürger sowas von verar... und..so...BLÖD...ausgenützt..fast wie eine Hur..*
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Re: Pfusch: Immer mehr Schwarze Schafe hinterziehen Steuern

Beitrag von Bengelchen8 am 04.08.09 8:14

Ein Wunschtraum der Linken geht in Erfüllung! Die "Mindestsicherung"; auch wenn mit kleinen Abstrichen. So wird dies doch nur 12 mal und nicht wie gewünscht 14 mal ausbezahlt!
Etwas in mir fragt ohnehin hartnäckig, wozu eine 13. und 14. "Grundsicherung" stehen sollte.
Nur zur Verdeutlichung: Weihnachts- Urlaubsgeld sowie Abfertigung sind ja keine "Geschenke" an die Arbeitnehmer, sondern einbehaltene Gehalts- Lohnbestandteile!
Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Man muss sich nur die Höhe der Gehälter in Ländern ansehen, wo es diese "Extra-Zahlungen" nicht gibt. Deren Monatsgehälter zusammengerechnet (12 mal) sind Teils sogar in Summe mehr als bei uns alle 14 Zahlungen zusammen!

Nicht nur dass die Grundsicherung ohnehin mehr als zweifelhaft ist, wäre eine 13. und 14. Zahlung eine noch viel größere Frechheit!
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Re: Pfusch: Immer mehr Schwarze Schafe hinterziehen Steuern

Beitrag von bushi am 04.08.09 9:28

Entscheident ist, in welchem Land wird unsere Mindestsicherung ausgegeben, da man sie nicht abzuholen braucht sondern automatisch auf das Bankkonto gelangt. (Auslandaufenthalt mit e-card Gebrauch, Sterbefallmeldung?.......)
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Steuerflüchtlinge

Beitrag von bushi am 05.04.13 21:00

bei "Steueroasen" spielen einheimische Banken mit Exclamation (orf-2 19,30h Nachrichten)

Helfershelfer Banken. Bank mit Verbindungen nach Übersee... http://www.bild.de/geld/wirtschaft/offshore-leaks/so-funktionieren-die-steuertricks-29881132.bild.html
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Re: Pfusch: Immer mehr Schwarze Schafe hinterziehen Steuern

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