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Opec versucht verzweifelt, das Ruder herum zu reißen

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Opec versucht verzweifelt, das Ruder herum zu reißen

Beitrag von Neo am 17.12.08 20:22

Historisch“ – wird wohl das (Un-)Wort des Jahres. Auf ein historisch tiefes Niveau schleuste die USA ihr Zinsniveau, um der von manchen schon als historisch bezeichneten Krise Herr zu werden. Historisch war dann auch der gestrige Entscheid der Opec, ihre Förderquoten um 2,2 Millionen Barrel auf 25,11 zu senken. Das, da dem Öl-Kartell (kontrolliert mehr als 30 Prozent der Weltproduktion) zuletzt die Preise wegbrachen (minus 70 Prozent seit Juli), da durch die weltweite Konjunkturflaute weniger Öl als Treibstoff für die Wirtschaft gebraucht wird: Erstmals seit 1983 wird erwartet, dass der Ölverbrauch (2009) rückläufig sein wird.


Sich selbst im Weg
Ob die Opec mit ihrer Senkung ihr Ziel erreicht, hängt vor allem von ihr selbst ab: Der zuletzt aktuellen Quote von 27,31 Millionen Barrel pro Tag stand im November eine Förderung von 28,24 Millionen gegenüber. Weltweit wurden damit 87,2 Millionen Barrel aus dem Boden gepumpt, aber nur 84,9 Millionen verbraucht. Allein hier tut sich eine Lücke von 2,3 Millionen auf – und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass wir bald eine Nachfrage von weniger als 84 Millionen sehen, aber wohl erst nach der verbrauchsintensiven Wintersaison in der nördlichen Hemisspähre. Kurzfristig könnten die Opec also den Preis in die für sie richtige Richtung lenken – mittelfristig (siehe Charttechnik, unten) ist das aber keinesfalls sicher.


Das würde zwar die darbende westliche Wirtschaft und die Chinas entlasten, in den Produzentenländern aber zu immensen Schwierigkeiten führen. Denn die meisten Opec-Staaten schaffen mit dem aktuellen Ölpreisniveau keinen ausgeglichenen Staatshaushalt. Damit steht nicht nur die kostenintensive Weiterentwicklung der jeweiligen Volkswirtschaften auf dem Spiel, sondern in der Folge auch der innere Frieden. Einen positiven Effekt hat das Ganze natürlich auch: Der Iran wird sein Atomprogramm derart nicht finanzieren können.


Attraktive Aktien
Wie auch immer. Öl wird noch über viele Jahre der wichtigste Schmierstoff der Weltwirtschaft bleiben. Die Produzenten werden also im Geschäft bleiben. Da sich die Opec als Anlage für Privatanleger verschließt, bleibt der Umweg über private Konzerne. Platz eins in unserem Branchentest erklomm TNK-BP, bei der der jährliche Gewinn beinahe der Marktbewertung entspricht, die optisch also ‘saubillig‘ ist. Russland ist für Anleger aber ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang (Reverstaatlichung?), das sich nicht jeder antun will.
Doch man muss ja gar nicht derart in die Ferne schweifen. Platz zwei belegt die rumänische Petrom, die etwa mit einer zweistelligen Dividendenrendite besticht. Rumänien klingt nach Schwierigkeiten, Cash für notwendige Investitionen auf die Beine zu stellen. Doch 51 Prozent von Petrom gehören der OMV – und die bekommt, zumindest noch, Geld von Banken zur Verfügung gestellt. Und ist außerdem der aktuell attraktivste integrierte Öltitel in unserem Ranking (Platz neun) außerhalb eines Emerging Markets. Platz acht geht zwar an die Schweizer Petroplus, die ist aber ein reiner Raffineur.
Wer über den Winter mit höheren Ölpreisen rechnet, sollte auf Öl-Aktien setzen. Die Zeit ist reif für ein, wenn auch vielleicht nur kurzes, Comeback.

Charttechnik

Ölpreis: Jetzt kommt die Gegenbewegung

Mehr als 70 Prozent minus seit dem Hoch im Juli sind nicht nur der Opec genug. Es musste nicht einmal der bei knapp unter 40 US-Dollar je Barrel liegende Widerstand ernsthaft eingreifen, der Preis scheint sich zu stabilisieren und zeigt sogar Erholungstendenzen. Nach einem derartigen Rückschlag ist das nichts Ungewöhnliches. Die Frage ist nur: Wohin geht die Reise?
Auch angesichts der nahenden Wintermonate – für die nördliche Hemisphäre die verbrauchsintensivste Jahreszeit – sollte es zu einer Erholung kommen. Diese könnte bis in die Gegend von 70, höchstens 80 Dollar gehen. Dort wird sich der mittlerweile gebrochene langfristige Aufwärtstrend als Hemmschuh herausstellen, ebenso die von oben herabsausenden gleitenden Durchschnittslinien. Einmal abgeprallt – und vorausgesetzt kein Wunderheiler kuriert die Konjunktur – wird der Abprall wieder heftig. Sollte dann nicht einmal der Widerstand bei knapp unter 40 halten, geht es weiter gen 25 Dollar.

Wirtschaftsblatt

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Re: Opec versucht verzweifelt, das Ruder herum zu reißen

Beitrag von Genialerkimi am 18.12.08 22:55

mir is wurscht,mei schwarzer bomber ist vollgetankt,mehr kann i net mochn cheers cheers cheers
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