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Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

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Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von Neo am 30.09.08 21:44

Wien (OTS) - Die Finanzkrise ist längst in Europa angekommen. Man
sollte bei den Rettungsversuchen von den USA lernen.

Vor knapp einer Woche war in unserem hübschen Österreich noch alles
in bester Ordnung. Abgesehen von den noch nicht abzuschätzenden
Folgen eines ziemlich unterirdischen Wahlkampfs durften wir getrost
einen optimistischen Blick in die Zukunft riskieren. Die
Hochkonjunktur war zwar vorbei, bevor sie richtig begonnen hatte,
aber was soll's: Mit einem etwas schwächeren Wirtschaftswachstum wird
es sich wohl auch noch ganz gut leben lassen.
Aber die internationale Finanzkrise? Nun ja, sie wächst sich zwar zu
einem weltweiten Problem aus, wird aber auf ihrem Weg der Verwüstung
ein einziges Land verschonen: Österreich. Der schwere Sturm, der auf
hoher See aufzieht, wird auf der Insel der Seligen schlimmstenfalls
als warme Brise zu spüren sein. Das erzählen uns jedenfalls hohe
politische Würdenträger und Vertreter der Hochfinanz seit Wochen.
Wie schön. Das Land Niederösterreich hat zwar jede Menge
Wohnbaugelder an den Börsen veranlagt, aber keine Sorge: Österreich
ist von der internationalen Finanzkrise kaum betroffen. Die Stadt
Wien hat ihr Kanalnetz an US-Investoren verkauft und "zurückgeleast",
die ÖBB ihre Lokomotiven, die Stromversorger Teile ihrer Kraftwerke
und Leitungen - aber keine Aufregung: Wir haben mit der Finanzkrise
nichts am Hut.
Wo doch nicht einmal die österreichischen Banken und Versicherungen
die Sache zu spüren bekämen: "Wir sind von der US-Krise kaum bis gar
nicht betroffen", hieß es vor einer Woche noch unisono. Warum dem so
sei, liege in der starken Marktposition der Branche in Osteuropa.
Während sich nämlich die gesamte europäische Konkurrenz am
vermeintlichen "Geschäft" mit dem stark expandierenden
US-Immobilienmarkt beteiligte, hatten Österreichs Banken und
Versicherungen längst ihr ganzes Geld für Zukäufe im Osten
ausgegeben. Und deshalb keine Mittel mehr übrig, sich auch in den USA
zu engagieren. Deshalb wären unsere Universalbanken jetzt prächtig
"aufgestellt", wie es so schön heißt.
Wer den Bankern glaubte, setzte sich freilich dem nicht zu
unterschätzenden Risiko aus, am Ende ziemlich gut angelogen
dazustehen. So hat sich die Geschichte vom glänzenden Osten längst
als drolliges Märchen entpuppt. Während alle Augen noch auf die USA
gerichtet sind, spielen sich nämlich ausgerechnet im Osten die großen
Dramen ab. Die Moskauer Börse eilt von einem Rekordverlust zum
nächsten - allein seit Mai haben die besten Aktien mehr als die
Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Das hat natürlich Auswirkungen auf die
dort engagierten österreichischen Firmen und die gesamte Region, in
der heimische Banken stark vertreten sind.
Hinzu kommt, dass sich in Osteuropa seit Monaten eine spektakuläre
Immobilenblase aufbläht. Wenn in der rumänischen Provinz für
Gewerbegründe bereits mehr Geld auf den Tisch zu legen ist als in
Österreich, dann ist eine gewisse Überteuerung wohl nicht mehr zu
übersehen. Die Finanzkrise ist damit längst in Österreich angekommen.
Obwohl die Lage alles andere als lustig ist, besteht noch kein Grund
zur Panik. Im Unterschied zur Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren
muss man nämlich der Politik ein großes Lob aussprechen - zumindest
jener in den USA. Sowohl die Regierung als auch die Notenbanker haben
nach den vielen Fehlern der Vergangenheit dieses Mal richtig
reagiert. Schon deshalb, weil sie - im Gegensatz zu Europa - den
Ernst der Lage rechtzeitig erkannt und ein staatliches Rettungspaket
geschnürt haben.
Demzufolge soll der Staat den Banken jene faulen Kredite abnehmen,
deren Eintreibung nicht ganz aussichtslos ist. Dabei handelt es sich
keineswegs um Geschenke: Banken, die Geld vom Staat bekommen, müssen
dem edlen Spender im Gegenzug Aktienoptionen einräumen. Und sollten
die übernommenen Kredite nach fünf Jahren weniger wert sein, als der
Staat dafür bezahlt hat, werden die geretteten Banken mit einer
Sondersteuer belegt. So viele Banken wie möglich pleitegehen zu
lassen, gerade so viele wie nötig mit Steuergeldern aufzufangen, ist
ein guter Weg - auch wenn er vom Repräsentantenhaus vorerst noch
blockiert wird.

Europa sollte sich mit seinen Rettungsversuchen an die USA halten.
Unglücklicherweise ist in unseren Breiten von einem koordinierten
Vorgehen noch nicht sehr viel zu sehen. Aber das wird schon noch. Und
wie meinte der frisch gebackene OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny
gestern, Dienstag, so schön: "Ich denke, wir haben die Sache im
Griff." Na, dann kann ja eigentlich nicht mehr viel passieren.


Rückfragehinweis:
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Tel.: (01) 514 14-445
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Re: Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von Hornung am 30.09.08 23:52

Neo schrieb:.................... Und
wie meinte der frisch gebackene OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny
gestern, Dienstag, so schön: "Ich denke, wir haben die Sache im
Griff." ...............


Der Nowotny; ^125 ich hatte immer schon den Verdacht, daß der ein Volldepp ist. devil

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Re: Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von Aurora am 01.10.08 2:06

Hornung schrieb:
Neo schrieb:.................... Und
wie meinte der frisch gebackene OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny
gestern, Dienstag, so schön: "Ich denke, wir haben die Sache im
Griff." ...............


Der Nowotny; ^125 ich hatte immer schon den Verdacht, daß der ein Volldepp ist. devil

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Nationalbank-Gouverneur Nowotny appeliert für länger arbeiten.

Beitrag von bushi am 17.07.10 14:48

Die Österreicher sollen länger arbeiten, aber die Bediensteten in der österr. Nationalbank gehen nach 35 Dienstjahren - ab 55. Lebensjahren und
mit 85% in Pension. (Krone S.27 u. aus orf)
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Re: Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von bushi am 07.12.13 20:54

Nationalbank-Gouverneur Nowotny: "Österreich hat seine Schwächephase überwunden" (Die Presse, S.1)
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Re: Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von fidelio777 am 09.12.13 15:42

Was die nicht alles wissen. Schon erstaunlich.

Alle sprechen von mehr Arbeitslosen und gleichzeitig soll es allen besser gehen.

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Re: Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von bushi am 17.04.16 17:58

Nowotny sieht Flüchtlinge als Wirtschaftsfak­tor

Nowotny sieht Flüchtlinge als 'Wirtschaftlich Positiv'.........aber die Kosten der Sozialsysteme würden massiv ansteigen und wären deutlich höher als die volkswirtschaftlichen Erträge.
http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fluechtlinge-als-wirtschaftsfaktor/193.498.916

Behinderte Flüchtlinge  
http://www.faz.net/aktuell/politik/behinderte-fluechtlinge-im-rollstuhl-auf-der-flucht-13785430.html
http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/110-jahre-alter-fluechtling-passau-100.html
Behindertengerechte Behandlung der Flüchtlinge lässt auf sich warten
http://www.bild.de/politik/ausland/fluechtlingskrise/blinde-syrer-in-deutschland-45384674.bild.html
Deutschland und Österreich  haben ein 'super' Sozialsystem
Europa droht eine neue Flüchtlingswelle
http://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/libyen/fluechtlinge-libyen-45355202,var=b,view=conversionToLogin.bild.html
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Nowotny feiert mit der Österr. Nationalbank das 200-Jahre-Jubiläum.

Beitrag von bushi am 02.06.16 20:12

EZB kauft nun auch Firmenschulden
http://kurier.at/wirtschaft/zinssitzung-in-wien-ezb-kauft-nun-auch-firmenschulden/202.345.625


EZB-Verarschung
die 500,-€ ist für die EZB eine zu 'hohe' Banknote, schon 1988 gab es eine 5.000,- österr.Schilling Banknote, die war seinerzeit wesentlich mehr Wert als heutzutage 500,-€

die 500 € sind wesentlich weniger Wert als die 500 ÖS/ATS-Banknote aus dem Jahr 1953 od. 1966


was bekam man 1953 für 500,- ÖS bzw. ATS
was bekam man 1956 für 1.000,-- ÖS
was bekam man 1989 für 5.000,-- ÖS
was bekommt man 2016 für 500,--EURO Exclamation Question


https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichischer_Schilling
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Re: Na dann hoffen wir, dass Herr Nowotny nicht irrt

Beitrag von fidelio777 am 15.11.16 10:18

bushi schrieb:Nowotny sieht Flüchtlinge als Wirtschaftsfak­tor

Nowotny sieht Flüchtlinge als 'Wirtschaftlich Positiv'.........aber die Kosten der Sozialsysteme würden massiv ansteigen und wären deutlich höher als die volkswirtschaftlichen Erträge.
http://kurier.at/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fluechtlinge-als-wirtschaftsfaktor/193.498.916

Behinderte Flüchtlinge  
http://www.faz.net/aktuell/politik/behinderte-fluechtlinge-im-rollstuhl-auf-der-flucht-13785430.html
http://www.br.de/nachrichten/niederbayern/inhalt/110-jahre-alter-fluechtling-passau-100.html
Behindertengerechte Behandlung der Flüchtlinge lässt auf sich warten
http://www.bild.de/politik/ausland/fluechtlingskrise/blinde-syrer-in-deutschland-45384674.bild.html
Deutschland und Österreich  haben ein 'super' Sozialsystem
Europa droht eine neue Flüchtlingswelle
http://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/libyen/fluechtlinge-libyen-45355202,var=b,view=conversionToLogin.bild.html

Ist doch ganz klar, dass die nur Vorteile sehen an den Flüchtlingen. Billigere Arbeitskräfte gibt es ja auf dem Markt kaum. Also sind die herzlich willkommen. Dann sind die ganz erstaunt, weshalb es mehr Arbeitslose gibt die Einheimisch sind.

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