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Neues Dienstrecht

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Neues Dienstrecht

Beitrag von bushi am 12.04.08 17:12

Neues Dienstrecht im öffentlichen Dienst. Die Jungen sollen Anfang`s mehr verdienen und wenn`s ältert werden gibt`s eine Gehaltsabflachung.
Das haben`s bis jetzt schon 2x gemacht. Den Jungen hat es kaum etwas gebracht, aber den Älteren haben`s die Haare geschnitten bounce Crying or Very sad Sad
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von janus am 12.04.08 17:57

bushi schrieb:Neues Dienstrecht im öffentlichen Dienst. Die Jungen sollen Anfang`s mehr verdienen und wenn`s ältert werden gibt`s eine Gehaltsabflachung.
Das haben`s bis jetzt schon 2x gemacht. Den Jungen hat es kaum etwas gebracht, aber den Älteren haben`s die Haare geschnitten bounce Crying or Very sad Sad


na da dürften die Direktoren ja bald um Sozialhilfe ansuchen Very Happy , ja wenn es da nicht sonderregeln geben würde. No No
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von bushi am 12.04.08 19:55

Ministerin Bures mit ihrem neuen Dienstrecht ikl. Pragmatisierungsänderung ist schon ein alter Hut und schon öfters durchgezogen worden, aber für die "höheren" Beamten gibt es wieder Ausnahmen. Nur der Kleine bleibt wieder auf der Strecke. bounce
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von Gast am 12.04.08 20:02

hallo bushi,

ich stehe 100%ig hinter einer generellen lohnniveauregulierung zu gunsten der jungen arbeitsnehmer, die lohnniveaukurfe muss mehr abgeflacht werden und das habe ich schon als 17 jähriger in der schule bei einer arbeit geschrieben.

für die gravierenden argumente, diese dafür sprechen, wird es kaum ebensolche gegenargumnte geben, aber ich bin gespannt, ob dir gegenteiliges dazu einfällt.

1. • in welchen alter benötigen menschen für ihr leben, ihre zukunft am meisten geld?

2. • klar, in jungen jahren, da sie eine familie gründen, eine wohnung, einrichtung usw. dringend benötigen.

3. • wer sind die besten konsumenten, bzw. wer gibt am meisten geld in einem gewissen alter aus?

4. • wieder die jungen zwischen 20 und 30, dass ist bewiesen aber eh klar.

5. • da diese jungen besten konsumenten sind, sind diese durch die mwst auch steuerlich sehr interessant und je mehr sie verdienen würden, um so mehr würden sie auch einkaufen.

6. • das kurbelt wieder die wirtschaft an.

7. • aber nein, aus logischen geldnöten, da sie noch nicht so viel verdienen, müssen sie teure kredite nehmen und zahlen jahrzehtelange sinnlose und teure zinsen an banken, diese sich damit paläste bauen.

8. • durch höhere gehälter könnte man auch mehr junge motiviere, dass sie sich einen job suchen und fallen so nicht ihr leben lange den steuerzahler zur last.

zu den älteren arbeitnehmer und da meine ich so wie bei den jungen auch einen normalen berufslaufbahn

9. • durch dieses nicht durchdachte lohnniveu verdienen ältere arbeitnehmer am meisten, obwohl sie im normfall schon eine fertig eingerichtete wohnung haben, meist die kinder schon außer haus sind, die sparbücher monatlich wachsen und. und. und.

10. • der nachteil aber bei so hohen bezügen ist, dass doch viele aus diesem grunde entlassen werden, denn mit allen abgaben kommen zwei junge dem arbeitgeber billiger als ein alter und ehrlich gestanden, dass verstehe ich von den arbeitgeber auch.

11. • so würde es wieder bedeutend weniger ältere arbeitnehmer geben, die wirtschaft bräuchte sich auch nicht mehr so um facharbeiter aus dem ausland umsehen.

12. • der staat würde damit auch sehr entlastet werden, denn ein ältere arbeitsloser erhält auch in diesem status mehr als ein junger.

13. • die frühpensionen würden sich höchstwahrscheinlich halbieren und. und, und.


Zuletzt von bossierer1 am 13.04.08 13:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von janus am 12.04.08 21:24

bossierer1 schrieb:hallo bushi,

ich stehe 100%ig hinter einer generellen lohnniveauregulierung zu gunsten der jungen arbeitsnehmer, die lohnniveaukurfe muss mehr abgeflacht werden und das habe ich schon als 17 jähriger in der schule bei einer arbeit geschrieben.


Hi Bossi,

da hast du als 17 jähriger nur egobezogen gedacht, ist verständlich, aber es hat auch Nachteile.
Als Beispiel möchte ich einen jungen Mann anführen der bis 18 mit guten Erfolg in der HTL unterwegs war, dann traf ihm das Schicksal schwer, eine entfernte Großtante vererbte ihm 120.000.- €, von nun an gings bergab, die Leistungen in der Schule verschlechterten sich rapide, und 1 1/2 Jahre später wurden Bankomat- Visa- und American-Express Karte eingezogen, er sitzt nun auf einen Minus von 20.000.- € und lebt noch immer bei seinen Eltern.
Ick könnte dir auch Beispiele bringen von jungen Leuten mit einen Monatlichen Taschengeld von 2.000.- €, die in chronischer Geldnot leben, oder Beispiele von jugendlichen die nicht schlecht Verdienen, aber nur selten einen Arbeitsplatz länger behalten, das Geld wandert in Diskos, Markenkleidung und was man sich sonst noch gönnen muß. Kaum einer denkt darann Geld auf die hohe Kante zu legen, um bei bedarf (z.b. Familiengründung) darauf zurückgreifen zu können, da vertraut man gerne den Eltern die in solchen Fällen die Knete locker machen müssen.
Das Geschwafel über die Lohnniveaukurfe ist lediglich dienlich das Lohnniveau auf einen Standardlohn zu bringen, der sich für alle auf möglichst niederen Niveau befindet. Ich finde die alte Regelung nicht wirklich schlecht, aber in unserer Zeit greift sie nicht, da Langzeitbeschäftigung und damit verbundener Aufstieg in den Lohnstufen nicht mehr möglich ist.

Als weiteres Kriterium bei der Forderung nach hohen Anfangsgehältern, sehe ich das Verlangen der Unterhaltungsindustrie, junge Menschen geben Geld kritikloser aus als ältere Semester, Diskos, Club's, Mode und die "In" betriebe gieren nach Geld, selbst Banken haben es scheinbar darauf angelegt die Jungen in die Schuldenfalle zu locken, um dann über Jahre Forderungen eintreiben zu können, so mancher "geborgte" Euro muß dreifach zurückbezahlt werden.

Nein ich glaube nicht das ein hoher Einstiegsgehalt zum Problemlöser wird. No No
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von Gast am 13.04.08 14:25

hallo janos,

geh bitte meine schreiben nochmals punkt für punkt durch und du wirst dabei erkennen, dass auch ich in manchen deiner meinung bin.
aber besonders wichtig, ich bin hier von normalfällen ausgegangen, diese gsd heute noch in der mehrheit sind – junge gründen famililie mit wohnung ect.
diesen würde ein höheres einstigsgehalt sicher nützten.

auch nicht von der hand zu weisen sind die punkte 10 – 13.

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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von janus am 13.04.08 19:37

bossierer1 schrieb:hallo janos,

geh bitte meine schreiben nochmals punkt für punkt durch und du wirst dabei erkennen, dass auch ich in manchen deiner meinung bin.
aber besonders wichtig, ich bin hier von normalfällen ausgegangen, diese gsd heute noch in der mehrheit sind – junge gründen famililie mit wohnung ect.
diesen würde ein höheres einstigsgehalt sicher nützten.

auch nicht von der hand zu weisen sind die punkte 10 – 13.

Hi Bossi,
abgesehen davon das "Janos" (auf deutsch Josef) ein Bruder meines Vaters war, möchte ich darauf bestehen das mein nick "Janus" (der mit den zwei gesichtern) ist.

nun zu den Punkten 10 - 13
10. • der nachteil aber bei so hohen bezügen ist, dass doch viele aus diesem grunde entlassen werden, denn mit allen abgaben kommen zwei junge dem arbeitgeber billiger als ein alter und ehrlich gestanden, dass verstehe ich von den arbeitgeber auch.

Wenn du hier weiterdenkst, wäre die logische Entwicklung das junge Menschen mit relativ hohen Gehalt beginnen, und mit einer jährlichen Lohnminderung leben müssen, um nicht gekündigt zu werden, oder im schlimsten Fall zahlen müssen um einen Arbeitsplatz zu besitzen, das wäre die beste Variante für "Arbeitgeber", nur ist er für Arbeitnehmer unzumutbar, es sei denn der Staat finanziert alles.

11. • so würde es wieder bedeutend weniger ältere arbeitnehmer geben, die wirtschaft bräuchte sich auch nicht mehr so um facharbeiter aus dem ausland umsehen.

Das ist ein Aberglaube, der Import von "Fachleuten" und "Arbeitskräften" wird von der Wirtschaft verlangt und betrieben um ein Überangebot von beiden zu haben, ein Überangebot sichert den Preisverfall der Arbeitskraft. Nicht benötigte Arbeitskraft wird kostensparend beim Sozialstaat (Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe) geparkt. Kein Betrieb wird Arbeitskräfte einstellen weil sie billiger sind, wenn sie noch billigere finden.

12. • der staat würde damit auch sehr entlastet werden, denn ein ältere arbeitsloser erhält auch in diesem status mehr als ein junger.

Auch hier hat das Schwert zwei Schneiden, wer als Langzeitarbeitsloser (und das sind viele) im Sondernotstand ist, bekommt nicht mehr üppig, und wird in die Sozialhife abgeschoben.
Die grossen Geldvernichter in der Arbeitslosenverwaltung sind unsinnige Kurse, die zahlreichen Parteigünstlingen und Lobbys ein vermögen bringen, und hier weiß ich von was ich schreibe. Letztlich ist es egal ob arbeitslose an Alte oder Junge bezahlt wird, der unterschied ist nicht gravierend.
Dazu bemerken möchte ich das ältere Arbeitnehmer meist einen beachtlichen Beitrag geleistet haben, wärend die Jungen vorerst nur Bezieher sind, und es in den Sternen steht ob sie je Zahler werden, oder Strassengeld machen. scratch

13. • die frühpensionen würden sich höchstwahrscheinlich halbieren und. und, und.

Auch die Frühpensionen würden sich nicht halbieren, wer heute asl ASVG versicherter den Sprung in die Frühpension schafft, bezieht diese zu Recht, er ist nicht mal mehr vermindert arbeitsfähig. (Da könnte ich dir Romane schreiben)

p.s. eine andere Sache sind Beamte von Banken, Ämtern, Behörden oder Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, kurz Leute die statt einer "Abfertigung" mit den goldenen Handschlag in den Ruhestand versetzt werden, diese können nicht halbiert, umgeschult werden, und auch ein Einkommensverlusst ist nicht zumutbar bei diesen Langzeitruheständlern die oft 20 "Pensionsjahre" genossen haben, wenn der ASVG versicherte gerade seine erste Rente erhält.

ergo, so unumstritten sind die Punkte 10 - 13 nicht. ;)
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von bushi am 13.04.08 20:40

Beim Bund wurde ich knapp nach 60 und mit über 42 dienstjahren in den ruhestand gedrängt, ohne abfertigung oder goldenen handschlag,
obwohl ich und auch andere bis 65 im dienst verbleiben wollten.
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von janus am 13.04.08 21:09

bushi schrieb:Beim Bund wurde ich knapp nach 60 und mit über 42 dienstjahren in den ruhestand gedrängt, ohne abfertigung oder goldenen handschlag,
obwohl ich und auch andere bis 65 im dienst verbleiben wollten.

Pech gehabt, aber kennen wir nicht genügend Fälle (ich kenne da einige), wo Beamtete mittels großzügiger Sonderzahlungen in den frühen Ruhestand gestellt wurden (so mit 48 etwa), Leute die gerne (ÖBB, Rathaus, ÖMV) geblieben wären, zugegeben an deren Stelle würde wohl jeder gerne bis 65 oder 70 "arbeiten, auf Dienstwagen, Spesenkonto, Sekretärin usw.... verzichtet man nur unfreiwillig.
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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von Neo am 13.04.08 21:34

ich kenn einen öbbler der hat gegen die "zwangsweise" pensionierung im zarten alter von 45 geklagt und hatte keine chance!!!

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Re: Neues Dienstrecht

Beitrag von bushi am 14.04.08 17:35

janus schrieb: Leute die gerne (ÖBB, Rathaus, ÖMV) geblieben wären, zugegeben an deren Stelle würde wohl jeder gerne bis 65 oder 70 "arbeiten, auf Dienstwagen, Spesenkonto, Sekretärin usw.... verzichtet man nur unfreiwillig.
"janus" 123 also die können sich`s wieder richten bounce
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